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Die Änderung der Dichte und der Schmelzwärme beim Tempern von 6.6-Polyamid

  • K. H. Illers
Conference paper
Part of the Progress in Colloid & Polymer Science book series (PROGCOLLOID, volume 58)

Zusammenfassung

An scharf abgeschrecktem und an langsam kristallisiertem 6.6-Polyamid in Form von Preßplatten und unverstreckten bzw. verstreckten Drähten wird die Abhängigkeit der Dichte (20 °C) und der Schmelzwärme von Tempertemperatur (50–260 °C) und Temperdauer (2–104 min) untersucht. Bei der Ermittlung der Schmelzwärme aus den DSC-Kurven muß ein zwischen 100 und 200 °C auftretender Vorschmelzbereich mitberücksichtigt werden, dessen Anteil bei Temperung oberhalb 200 °C stark zunimmt. Bei trockenen Proben erhält man für den Zusammenhang zwischen Schmelzwärme und spez. Volumen wie bei 6-Polyamid zwei Geraden. Auf der Geraden II liegen die abgeschreckten und unterhalb 100 °C getemperten Proben mit „pseudohexagonaler“ Struktur. Auf der Geraden I befinden sich alle Proben mit gut ausgebildeter trikliner Struktur (abgeschreckte und oberhalb 180 °C getemperte Platte, alle langsam kristallisierten spyhärolithischen Proben, verstreckte und unverstreckte Drähte). Der Übergang zwischen den Geraden I und II wird durch die zwischen 100 und 180 °C getemperten abgeschreckten Proben gebildet. Die bei höheren Tempertemperaturen und längerer Temperdauer auftretenden Nachkondensations- und Zersetzungserscheinungen haben keinen Einfluß auf die Abhängigkeit der Schmelzwärme vom spez. Volumen.

Entgegen der von Hinrichsen vertretenen Meinung ist die Dichte luftfeuchter Proben um 0,005–0,007 g/cm3 größer als im trockenen Zustand. Die beim Erwärmen feuchter Proben im Temperaturbereich des Vorschmelzens gleichzeitig auftretende Desorptionswärme des Wassers verursacht eine scheinbare Erhöhung der Schmelzwärme. Die von Hinrichsen gefundene ungefähre Konstanz der Schmelzwärme beim Tempern bei gleichzeitiger starker Zunahme der Dichte kommt sehr wahrscheinlich außer durch Benutzung feuchter Proben vor allem durch Nichtberücksichtigung des Vorschmelzbereiches zustande.

Keywords

CCl4 Veri Zinn Rhein Darge 
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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag GmbH & Co. KG 1975

Authors and Affiliations

  • K. H. Illers
    • 1
  1. 1.Meß- und Prüflaboratorium der BASF AktiengesellschaftLudwigshafen/Rhein

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