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Hinwendung zum Kommunismus

  • Gustav Mayer

Zusammenfassung

Von Engels selbst erfahren wir, daß ihm der Weg von dem revolutionären Ansturm auf das Prinzip der Autorität zur Revolutionierung der Wirklichkeit durch Feuerbachs Auflösung des spekulativen Begriffs gebahnt wurde. Doch die ganze Tragweite der neuen Erkenntnis, die Feuerbach ihm vermittelte, ist ihm nur schrittweise klar geworden. Und so währte es einige Zeit, bis sich ihm als der Kern der neuen realeren Betrachtungsweise der Kommunismus herausschälte. Wie sich dieser Prozeß im einzelnen bei ihm vollzog, darüber stehen uns von ihm selbst nur spärliche Äußerungen zur Verfügung.

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Referenzen

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  9. S. 116. Friedrich Wilhelm IV. und der Kommunismus. Die Kabinettsorder des Königs betreffend die Umtriebe der kommunistischen Vereine in der Schweiz, datiert Sanssouci 22. September 1843, findet sich in Faszikel 4 der Acta betreffend die revolutionären Vereine der wandernden Handwerksgesellen. Akten des Ministeriums des Innern und der Polizei. Geh. Staatsarchiv. Für Gutzkow und die Kommunisten: Gutzkow, Briefe aus Paris, 2 Bände, Leipzig 1842, Telegraph Jahrgang 1842, (Bluntschli) Die Kommunisten in der Schweiz a. a. O. Weitlings Zeitschriften in Berlin: Rheinische Zeitung 30. September 1842, Die Berliner Familienhäuser.Google Scholar
  10. S. 122. Bruch des politischen mit dem philosophischen Radikalismus. Darstellung bei Mehring, Aus dem literarischen Nachlaß von Karl Marx, Friedrich Engels etc. I, S. 191 und bei Gustav Mayer in Zeitschrift für Politik, Bd. VI, vgl. auch Marx an Ruge 30. November 1842 in M. E. G. A. Abt. I Bd. 1 II und andere Briefe daselbst. S. 123. Die erste Begegnung zwischen Marx und Engels schildert ein von dem verstorbenen Adressaten mir zur Verfügung gestellter Brief Engels’ an Mehring aus seiner letzten Lebenszeit. Zum größten Teil ist dieser Brief bereits abgedruckt in Mehrings Geschichte der deutschen Sozialdemokratie Bd. I, S. 382. Hier findet sich auch der Hinweis auf den damaligen Briefwechsel zwischen Engels und den Brüdern Bauer.Google Scholar

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  • Gustav Mayer

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