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Religiöse Kämpfe

  • Gustav Mayer

Zusammenfassung

Friedrich Engels zählte zehn Jahre, als die Pariser Julirevolution auch in Deutschland der liberalen Bewegung einen mächtigen Anstoß gab und alle nach den Befreiungskriegen unterdrückten Bestrebungen zur Einigung des Vaterlandes und zur Beseitigung des mit bleierner Schwere auf dem Geistesleben lastenden Polizeidrucks mit neuer Hoffnung erfüllte. In seine Schulzeit fiel freilich auch die erfolgreiche Gegenoffensive der alten Gewalten. Unter Führung Österreichs und Preußens, deren reaktionäre Regierungen die revolutionäre Flut diesmal noch verschont hatte, wurden alle oppositionellen Parteikundgebungen in Wort und Schrift noch einmal unterdrückt, die verhaßten Landtage unter Überwachung gestellt und die schwarz-rot-goldenen Farben von neuem verboten.

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Referenzen

  1. S. 18f. Für die politische und wirtschaftspolitische Denkweise der rheinischen Kaufmannswelt in Engels’ Jugend wurden neben dem, was er selbst darüber äußert, benutzt Treitschke, Deutsche Geschichte passim, Joseph Hansen, Mevissen, Bd. I, 196ff., Mathieu Schwann, Ludolf Camphausen als Wirtschaftspolitiker, Essen 1915, Schönneshofer, Geschichte des Bergischen Landes, 2. Aufl., Elberfeld 1908 u. a. Auch die rheinische Tagespresse jener Jahre wurde benutzt.Google Scholar
  2. S. 21f. Über Bremen in den dreißiger und vierziger Jahren orientierten von zeitgenössischen Schilderungen: Alexander Saltwedel (Pseudonym für Friedrich Saß), Hanseatische Briefe in Der Freihafen, Altona, Jahrgang 1839, Eduard Beurmann, Deutschland und die Deutschen, Altona 1838, Bd. II, Kap. 23, Drei Apriltage in Bremen in August Lewald’s Europa 1841, Bremer Skizzen im Feuilleton der Rheinischen Zeitung, 8. Dezember 1842ff. u. a.Google Scholar
  3. S. 23ff. Die kirchlichen Gegensätze in Bremen um diese Zeit haben eine weitschichtige Broschürenliteratur hervorgebracht. Genannt seien hier: Einige Worte über die Verfluchungsgeschichte und den Kirchenstreit in Bremen etc. in Hallische Jahrbücher, herausgegeben von Ruge und Echtermeyer, 14. Mai 1841 ff. und Proculejus, Bewegungen auf dem religiösen Gebiete zu Bremen, Deutsche Jahrbücher, 12. September 1842f. Heute orientieren am bequemsten die Bremer Biographien des 19. Jahrhunderts, Bremen 1912. Vgl. hier besonders die Namen Mallet, Paniel, Treviranus. Über Konsul Leupold unterrichteten mich ein Brief seiner Tochter Frau Sophie Graef-Leupold an Herrn Emil Engels jun. sowie ein Gespräch mit Leupolds betagtem Sohn, den ich 1912 in Genua aufsuchte. Für Pastor Treviranus, seine Familie und sein Haus vgl. außer den Bremer Biographien noch Tiesmeyer, Georg Gottfried Treviranus, Bremen 1879. Für Wichern und Treviranus vgl. Wichern, Briefe S. 227 und Oldenberg, Wichern I, S. 434. M. Gerhardt, Wichern Hamburg 1926–1929.Google Scholar
  4. S. 26ff. Für die theologischen Parteiungen der Zeit vgl. die bei Kap. I angegebene Literatur, die Hallischen und die Deutschen Jahrbücher 1838 bis 43 sowie natürlich die Schriften von David Friedrich Strauß, Bruno Bauer, Ludwig Feuerbach u.a.Google Scholar

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© Springer Science+Business Media Dordrecht 1934

Authors and Affiliations

  • Gustav Mayer

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