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Heimat, Familie, Jugend

  • Gustav Mayer

Zusammenfassung

Leider sind die Zeiten dahin, wo es noch nicht zu den Seltenheiten gehörte, daß das gleiche Geschlecht durch viele Generationen mit dem gleichen Boden verwachsen blieb, in dem der einzelne mit seinem Blut und seinen Instinkten, mit seinem Charakter wie mit seinen Erinnerungen fest wurzelte. Aber dem Manne, dessen Entwicklung in diesem Buche darzustellen ist, war solches Glück noch beschieden. Die Grundlage seines Wesens hatten schon Väter und Vorväter unter dem Segen der Heimat und des Stammes so fest ausgeprägt, daß er sie mit selbstverständlicher Sicherheit als ein nie in Zweifel gezogenes Gut besitzen durfte. Und diese Gesundheit des Willens und diese Wurzelhaftigkeit des Charakters überdauerten jene Stürme, die schon den Jüngling für immer von dem Boden fortführten, aus dem seine Familie seit alters ihr leibliches und geistiges Brot gewonnen hatte und bis heute zu gewinnen fortfährt.

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Referenzen

  1. S. 2ff. Über die theologischen Strömungen der Zeit suchte ich mich, so gut ich konnte, aus der Zeitschriftenliteratur der ausgehenden dreißiger und der vierziger Jahre zu unterrichten. Von Darstellungen waren mir nützlich: Ch. Märklin, Darstellung und Kritik des modernen Pietismus, Stuttgart 1839, L. Hüffel, Der Pietismus geschichtlich und kirchlich beleuchtet, Heidelberg 1846, Schwarz, Zur Geschichte der neuesten Theologie, Leipzig 1858, Tröltsch, Theologie und Religionswissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts im Jahrbuch des Freien deutschen Hochstifts 1902. Für das Thema Calvinismus und Kapitalismus: Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus im Archiv für Sozialwissenschaft Band 20 und 21 und die daran anschließende weitschichtige Literatur. Der spätere Engels über den Calvinismus vgl. den Aufsatz Über historischen Materialismus in Neue Zeit XI, Band 1 (1893). S. 3. Theater in Elberfeid. Für die Petition der evangelischen Gemeinde vgl. Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 1894, S. 260. In dem Entwurf eines Aufrufs gegen den Bau des neuen Theaters (Monatsschrift des Bergischen Geschichtsvereins 1908, S. 149) heißt es, das Theater habe „nachteilig auf die Sitten, auf den Charakter, Fleiß und Wohlstand besonders unsrer großen arbeitenden Volksklassen eingewirkt“.Google Scholar
  2. S. 4ff. Die Familiengeschichte. Mündliche und schriftliche Mitteilungen von Herrn Dr. Walter Engels in Hamburg, von dem seither verstorbenen Kommerzienrat Hermann Engels und Herrn Emil Engels in Engelskirchen, von Frau Ottilie Engels in Waltersdorf (Lausitz); Aufzeichnungen von Frau Kommerzienrat Emil Engels in Düsseldorf. Das Deutsche Geschlechterbuch (Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien) enthält in Band 24, Görlitz 1913, einen von Emil Engels bearbeiteten Stammbaum der Familie Engels. — Über Großvater van Haar vergleiche besonders Aus Familienbriefen der Jahre 1809 bis 18, mitgeteilt von Charlotte Broicher in Kölnische Zeitung vom 24. bis 28. Juni 1913.Google Scholar
  3. S. 7 und 12ff. Elberfeld-Barmen in Engels’ Jugendzeit. Zeitschrift und Monatsschrift des Bergischen Geschichtsvereins passim. Von zeitgenössischen Schilderungen waren nützlich: die Korrespondenzen des Wuppertaler Dichters Adolf Schults an das Stuttgarter Morgenblatt, neu abgedruckt von Hanns Wegener in der Monatsschrift des Bergischen Geschichtsvereins 1913 unter dem Titel: Elberfeid in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Ferner: Elberfeid im Jahre 1839 in Zeitung für die elegante Welt 1839, Nr. 60ff, Gustav Kühne, Das deutsche Manchester, Europa 1847, 2. und 9. Oktober, E. Beurmann, Deutschland und die Deutschen, Altona 1839, Band III, Kap. 32. Für die Industrie im besonderen: Alfons Thun, Die Industrie am Niederrhein und ihre Arbeiter, Leipzig 1879, für die Arbeiterverhältnisse: H. J. A. Körner, Lebenskämpfe in der alten und neuen Welt, Leipzig 1865, Bd. I, Kap. 8 und Der Gesellschaftsspiegel, redigiert von M. Heß, Elberfeid 1845 und 46, für die kirchlichen Zustände namentlich F.W. Krummachers Selbstbiographie, Berlin 1869.Google Scholar
  4. S. 8ff. Die Kindheit. Das Gedicht an den Großvater van Haar vom 20. Dezember 1833 findet man in Schriften des jungen Engels und in M. E. G. A. abgedruckt. Den Brief des Vaters (S. 9), der vom 27. August 1835 datiert ist, den Denkspruch zur Einsegnung und manche andere Einzelheit verdankte ich Herrn Emil Engels ¡un. Das Abgangszeugnis vom Gymnasium sowie hübsche Stereoskopbilder des Hauses und des Gartens, wo Engels aufwuchs, lagen mir vor. Wenig ergiebig für die Frühzeit sind die sehr zahlreichen Nekrologe, welche die Familie gesammelt hat. Einige Einzelheiten bieten die Nekrologe in der Freien Presse von Elberfeld-Barmen 16. August 1895 und in der Illustrierten Zeitung vom 17. August 1895. Etwas inhaltsreicher, aber von Fehlern nicht frei ist Eleanor Marx-Aveling, Friedrich Engels in Sozialdemokratische Monatsschrift, Wien, 30. November 1890.Google Scholar
  5. S. 12. Für den Alkoholismus der Arbeiterbevölkerung vgl. Engels in Volksstaat 1876, Nr. 23–25, Preußischer Schnaps. (Auch separat erschienen.)Google Scholar
  6. S. 13. Für Engels’ Berufswahl. Engels’ Schwägerin Charlotte, die Witwe von Emil Engels, schrieb ihm am 30.12.1884 als Äußerung ihres verstorbenen Mannes: „Wenn man Dir den Willen zum Studium gelassen, wärst Du nicht auf diese Bahn gekommen.“ Orig. Sozialdemokratisches Parteiarchiv, Berlin [künftig abgekürzt: SPD-Archiv]. S. 15. Freiligrath in Barmen. Buchner, Ferdinand Freiligrath, Lahr 1882, Bd. I, S. 70ff., 265ff.; Schleußner, Ferdinand Freiligrath in Monatsschrift des Bergischen Geschichtsvereins September-Oktober 1903; wichtiger als dieser Aufsatz ist die dort angegebene Literatur.Google Scholar

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© Springer Science+Business Media Dordrecht 1934

Authors and Affiliations

  • Gustav Mayer

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