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Die Frage der Empfindungskonstitution

  • Guido Antônio de Almeida
Part of the Phaenomenologica book series (PHAE)

Zusammenfassung

Wir haben uns schon in unserer Einleitung auf Husserls Definition der Empfindung als eines Darstellungsinhaltes bezogen. Zur vollständigen Definition fehlte aber noch der charakterisierende Zusatz: „reell” wodurch der fragliche Darstellungsinhalt vom „intentionalen” Inhalt unterschieden wird. Während der intentionale Inhalt den transzendenten Gegenstand einer Intention (entweder den Gegenstand als solchen, d.h. als „Substrat” oder „Pol” der Bestimmungen, oder den Gegenstand „im Wie” seiner Bestimmtheiten, also das Noema, den intentionalen Sinn als solchen) bedeutet, bezeichnet „reell” das, was in der Intention immanent ist. Man sieht daraus, daß „reell” keineswegs als identisch mit „real” zu verstehen ist, insofern „real” für Husserl die dinghafte Transzendenz eines Gegenstandes bedeutet.1

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Literature

  1. 1.
    „,Real’ würde neben ,intentional’ sehr viel besser klingen, aber es führt den Gedanken einer dinghaften Transzendenz, der gerade durch die Reduktion auf die reelle Erlebnisimmanenz ausgeschaltet werden sollte, sehr entschieden mit sich. Wir tun gut, dem Worte ,real’ die Beziehung auf das Dinghafte vollbewußt beizumessen” (LU II, S. 399).Google Scholar
  2. 2.
    Und zwar, wenn Husserl dazu kommt, von der Wahrnehmung als einer Auffassung von Empfindungsdaten zu sprechen. Vgl. EU, S. 100 und S. 109 (entsprechende Stelle in HUS. XI, vgl. S. 34).Google Scholar
  3. 3.
    „Was es (das erlebende Bewußtsein) in sich findet, was in ihm reell vorhanden ist, das sind die betreffenden Akte des Wahrnehmens, Urteilens usw. mit ihrem wechselnden Empfindungsmaterial, ihrem Auffassungsgehalt, ihren Setzungscharakteren usw.” (LU II, S. 352).Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Asemissen, Strukturanalytische Probleme ..., S. 24.Google Scholar
  5. 5.
    Erscheinung ist im prägnanten Sinne für Husserl entweder der erscheinende Gegenstand selbst oder das „konkrete Erlebnis der Anschauung” (LU III, S. 233 f.), d.h. das, was im Wahrnehmungsakt dem Gegenstand als einem erscheinenden und nicht nur gemeinten entspricht. „Erscheinung” bezeichnet also die rein intuitiven Repräsentanten ungeachtet ihrer Setzungsqualität. Die rein intuitiven Repräsentanten mit ihrer Auffassungsform nennt Husserl auch „Repräsentation.” (Vgl. LU III, § 26, S. 90 f.)Google Scholar
  6. 6.
    Dieselbe Verwechslung von Empfindung und erscheinender Qualität wird in Ideen I (§ 52, S. 128) abgewehrt, allein daß sie diesmal dem „Realismus” zugeschrieben wird, während es hier um die Zurückweisung der idealistischen Thesis Schopenhauers (die Welt als meine Vorstellung) geht. „Dabei verwechselt man aber im gewöhnlichen Realismus die sinnlichen Erscheinungen, d.i. die erscheinenden Gegenstände als solche (die selbst schon Transzendenzen sind), vermöge ihrer „bloßen Subjektivität” mit den sie konstituierenden absoluten Erlebnissen des Erscheinens, des erfahrenden Bewußtseins überhaupt” (Ideen I, S. 128). Vgl. auch Ideen I, § 41, S. 94 f.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. z.B. HUS. X, S. 6: „Das empfundene Rot ist ein phänomenologisches Datum, das, von einer gewissen Auffassungsfunktion beseelt, eine objektive Qualität darstellt; es ist nicht selbst eine Qualität. Eine Qualität im eigentlichen Sinne, d.h. eine Beschaffenheit des erscheinenden Dinges, ist nicht das empfundene, sondern das wahrgenommene Rot.” Vgl. auch Ideen II, § 18c, S. 71.Google Scholar
  8. 8.
    Wie die Rede von „konstituieren” bezeugt, handelt es sich um den umgearbeiteten Text der zweiten Auflage. Der Text der ersten Auflage sagt aber im wesentlichen dasselbe. Vgl. erste Ausgabe, S. 707, oder, wenn diese nicht zugänglich ist, die Gegenüberstellung des ursprünglichen mit dem umgearbeiteten Textes in der französischen Übersetzung von H. Elie (Paris: Presses Universitaires de France, 1963; 3. Band, S. 298).Google Scholar
  9. 9.
    A.a.O. Vgl. auch Ideen I, § 43, S. 98 f. und § 90, S. 224.Google Scholar
  10. 10.
    Ideen J, § 80, S. 195. Für die Affektion als eine „Tendenz vor dem cogito,” s. unten S. 68 f. und EU, S. 81 f.Google Scholar
  11. 11.
    Leib, Seele, Leben ... in dieser Gedankenkonstellation finden wir den Horizont, aus dem heraus die Frage des Empfindens in Ideen II ausgeht.Google Scholar
  12. 12.
    Der alte Empfindungsbegriff scheint gelegentlich in den späteren Werken hervor. So in FTL: „In dieser Sphäre tritt dann notwendig als radikaler Unterschied der zwischen hyletischen Daten und intentionalen Funktionen auf” (S. 253). „Diese Sphäre” ist die Problemsphäre, die in Ideen I durch die Ausschaltung der Probleme des Zeitbewußtseins eröffnet wurde. In EU ist die Rede von Empfindungsdaten ohne diese Einschränkung an zwei Stellen, in denen es um die Auffassung von einem Gegebenen als etwas geht. „Ein und derselbe Bestand an Empfindungsdaten ist die gemeinsame Unterlage von zwei übereinander gelagerten Auffassungen” (S. 100). (In der entsprechenden Stelle in den A nalysen zur passiven Synthesis (HUS. XI S. 34) heißt es anstelle von „Empfindungsdaten” „hyletische Daten.”) „Abgewandelte oder völlig neue Empfindungsdaten, die auftreten, fordern unter der gegebenen intentionalen Lage Auffassungen” (EU, S. 109). Dasselbe wird in den entsprechenden Stellen in HUS. XI ausgesagt, nur daß da von „hyle tischen Daten” gesprochen wird, was aber dasselbe bedeutet. Zuvor dagegen wurden die Felder passiver Gegebenheiten als kein bloßes „Gewühl” von Daten bestimmt (EU, S. 75).Google Scholar
  13. 13.
    Zu diesem Begriff vgl. Ideen IS. 212 und S. 215.Google Scholar
  14. 14.
    FTL. § 85, S. 183 ff.Google Scholar
  15. 15.
    Andere Benennungen des Raumphantoms: „Schema,” „Dingschema,” „Appa-renz,” „originale Gegebenheit” (vgl. Ideen II, S. 35 f.). Das Wort „Schema” ist ohne Zweifel der Kritik der reinen Vernunft entnommen worden. Tatsächlich fällt das, was Husserl „Raumphantom” oder „Dingschema” nennt, gewissermaßen mit Kants Begriff der extensiven und intensiven Größe — der Raumzeitfülle — zusammen, welche für Kant die Schemata zu den Kategorien der Quantität und der Qualität bilden. Im Gegenzug zu Kants Sprachgebrauch dehnt Husserl die Bedeutung dieses Terminus nicht auf die Kategorien der Relation und der Modalität aus. Der „kausalen Materialität” entspricht nach dem auf S. 37 Gesagten kein Schema; das bedeutet für Husserl, sie ist der Gegenstand einer reinen Auffassung; sie wird nämlich nicht in der „Apparenz” oder „originalen Gegebenheit” des Dinges aufgefaßt. „Dingschema” und „Raumphantom” bedeuten dasselbe, obwohl unter verschiedenen Gesichtspunkten. Man könnte sagen, das Dingschema ist das Raumphantom, sofern dieses auf einen Gegenstand, auf ein Ding bezogen wird, nämlich sofern es als Unterlage für die Dingauffassung betrachtet wird (daher der zusammengesetzte Ausdruck: Dingschema). Dagegen ist das Raumphantom ein Schema, insofern von der real-kausalen Auffassung abgesehen wird, so daß nur die im Räume ausgebreitete Erscheinung in den Blick tritt (daher nun der Ausdruck Raumphantom). Es ist auch zu beachten, daß in dieser Gleichsetzung von Dingschema und Raumphantom allein der Raum als konstitutive (in Husserls und Kants Wortsinn) Regel in Frage kommt, (nicht aber die Zeit). Husserl spricht dementsprechend von Raumphantom in der regressiven abbauenden Analyse und von Dingschema in der aufbauenden konstitutiven Enthüllung der Erkenntnissynthesen.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. außer dem schon erwähnten Buch von Asemissen unter anderen E. Tugendhat, Der Wahrheitsbegriff ..., S. 71, und R. Boehms Einleitung zu HUS. X.Google Scholar
  17. 17.
    Asemissen, Strukturanalytische Probleme ..., S. 25.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Ideen I, S. 270 f. und FTL, S. 252 f.Google Scholar
  19. 19.
    Die Phänomenologie unterscheidet sich nach Husserl vom Sensualismus, weil Bewußtsein „kein Titel für ,psychische Komplexe’ ist, für zusammengeschmolzene »Inhalte’, für ,Bündel’ oder ,Ströme’ von ,Empfindungen,’ die, in sich sinnlos, auch in beliebigem Gemenge keinen ,Sinn’ hergeben könnten,” sondern etwas, dessen Wesen ist, „Sinn ... in sich zu bergen.” Bewußtsein ist also für die Phänomenologie in erster Linie die noetische Funktion, die die an sich sinnlosen Empfindungsdaten beseelen, und somit „Seele,” „Geist” und „Vernunft.” „Bewußtsein ist also toto coelo verschieden von dem, was der Sensualismus allein sehen will, von dem in der Tat an sich sinnlosen, irrationalen — aber freilich der Rationalisierung zugänglichen — Stoffe” (Ideen I, S. 213 f.).Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. FTL. S. 252 f.Google Scholar
  21. 21.
    In: „Der Weg der Phänomenologie,” S. 111–123. Asemissen, auf dessen Kritik wir oben Bezug genommen haben, glaubt in diesem Aufsatz die Richtlinien zur Lösung der Frage zu finden. Vgl. Asemissen, Strukturanalytische Probleme ..., S. 34, Anm. 51.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. z.B. Sokolowski, der diese Frage auch in seinem Buch The Formation of Husserl’s Concept of Constitution (vgl. S. 62) aufgreift. „Such questions arise because Husserl distinguishes so radically between sense data and the intentions that animate them” (S. 62). Sokolowski hat aber selber versucht, nachzuweisen, daß Husserl auch die Empfindung als ein intentionales prozeßhaftes Bewußtsein und nicht bloß als „Inhalt” angesehen hat. Dazu griff er, wie wir jetzt auch, zu der Theorie der Zeitkonstitution. Wir schlagen aber dazu eine von der seinigen sich unterscheidende Interpretation vor. Für Sokolowski ist die Empfindung im phänomenologischen Verstände ein zeitlicher Akt, dessen Teilintentionen identisch sind mit den Zeitphasen selbst (S. 86 f.). Wir lehnen diese Identifizierung ab, und zeigen, daß für Husserl die Zeit, — nicht nur die transzendente Weltzeit, sondern auch die immanente — ein Konstituiertes ist, und daß die konstituierende Subjektivität mit ihren Akten ein zeitloser Fluß ist. Dabei bemerken wir, daß, weil Sokolowski den konstituierenden Akt selbst mit den objektivierten Zeitphasen selbst identifiziert hat, sich die unlösbare Frage stellt, wie sich verschiedenartige Akte im Fluß unterscheiden lassen. Nach Sokolowski hätte Husserl nicht erklären können, was einen Akt als einen bestimmten Akt, z.B. eine Empfindung als die bestimmte Rot-Empfindung qualifiziert (vgl. S. 92 f.). Die Bestimmung der Akte, d.h. ihre Gegenstandsbezogenheit kann nur etwas Faktisches (vgl. S. 98) und somit Irrationales sein. Indem wir aber den konstituierenden Aktfluß von den konstituierten Zeitgestalten und -gebilden unterscheiden, und die noetisch-noematische Korrelation für die konstituierenden Akte nicht außer acht lassen, ergibt sich für uns diese Schwierigkeit nicht.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. V. Logische Untersuchung (LU II), § 14, S. 381 f. Vgl. auch Ideen I: „Es braucht ja nur daran erinnert zu werden, daß in den Stoffen selbst, ihrem Wesen nach, die Beziehung auf die objektive Einheit nicht eindeutig vorgezeichnet ist, vielmehr derselbe stoffliche Komplex mehrfache, diskret ineinander überspringende Auffassungen erfahren kann, denen gemäß verschiedene Gegenständlichkeiten bewußt werden” (S. 247).Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Ideen I, § 132, S. 323 und Beilage XXIV, S. 212.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Ideen I, S. 320.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Ideen I, S. 230.Google Scholar
  27. 27.
    „So ist auch der Wahrnehmungsakt allzeit eine homogene Einheit, die den Gegenstand in einfacher und unmittelbarer Weise gegenwärtigt. Die Einheit der Wahrnehmung erwächst also nicht durch eigene synthetische Akte. ... Der Artikulierung und somit auch der aktuellen Verknüpfung bedarf es nicht. Die Wahrnehmungseinheit kommt als schlichte Einheit, als unmittelbare Verschmelzung der Partialintentionen und ohne Hinzutritt neuer Aktintentionen zustande” (LU III, S. 148).Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. HUS. X, Einleitung des Herausgebers, S. XXXV.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. HUS. X, S. XXXV.Google Scholar
  30. 30.
    S. Anm. 12 oben.Google Scholar
  31. 31.
    Zur Rekonstruktion dieses Textes vgl. HUS. X, textkritischer Anhang. Für unsere Zwecke kommen folgende Texte in Frage : Einleitung und §§ 1–7, Ergänzende Texte Nr. 29, 30, 33, 31 § 11 (2. Absatz), Ergänzender Text Nr. 32. Zur Darstellung des Umbruches in Husserls Theorie der Zeitkonstitution benutzen wir außer dem dritten Abschnitt der „Vorlesungen,” die alle auf späteren Manuskripten fußen, die Ergänzenden Texte Nr. 48–50.Google Scholar
  32. 32.
    „Das Apriori der Zeit suchen wir zur Klarheit zu bringen, indem wir das Zeitbewußtsein durchforschen, seine wesentliche Konstitution zutage fördern und die ev. der Zeit spezifisch zugehörigen Auffassungsinhalte und Aktcharaktere herausstellen, zu welchen die apriorischen Zeitgesetze essentiell gehören” (HUS. X, S. 10).Google Scholar
  33. 33.
    Was diese fehlenden Unterscheidungen sind, hatten wir schon erfahren: „Brentano scheidet nicht zwischen Akt, Auffassungsinhalt und aufgefaßtem Gegenstand. Wir müssen uns aber klar werden, auf wessen Rechnung das Zeitmoment zu setzen ist” (S. 17).Google Scholar
  34. 34.
    Dalier die Rede von der Erfassung eines „Bewußtseinsbands” im dauernden Akte. Die Dauer wird nicht in den sukzessiven Momentanwahrnehmungen erfaßt, sondern in einem psychischen „Band,” das die Momentan Wahrnehmungen verknüpft (wie z.B. in der Wahrnehmung einer Zahlenreihe). Vgl. HUS. X, S. 21. Vgl. auch Husserls Begriff von „psychischem Band” in der Theorie der kategorialen Wahrnehmung.Google Scholar
  35. 35.
    Die Rede von Impression wie von Retention und Protention wäre streng genommen bei diesem Stand der phänomenologischen Forschung noch ein Anachronismus. Diese Termini werden erst Jahre später eingeführt, wie wir für die Retention noch sehen werden. Soweit spricht Husserl nur von „Jetztwahrnehmung” und „primärer Erinnerung,” die der Impression und Retention entsprechen, (aber keineswegs dasselbe sind!). Die protentionale Intentionalität kommt überhaupt nicht in Frage, auch nicht in der Gestalt der Erwartung.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. HUS. X, § 19, S. 45 ff.: Der Text dieses Paragraphen fußt auf dem des Vorlesungsms. von 1905.Google Scholar
  37. 37.
    HUS. X, Ergänzender Text Nr. 48, S. 318 f.Google Scholar
  38. 38.
    HUS. X, S. 318–323.Google Scholar
  39. 39.
    HUS. X, aus dem Ergänzenden Text Nr. 50, der Ende 1908 oder 1909 redigiert wurde), S. 333. Wir erleben hier das bei Husserl erstmalige Aufleuchten der neuen Theorie der Zeitkonstitution (in Hinblick auf die Retention).Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. HUS. X, § 39, S. 80 ff. und Ergänzenden Text Nr. 54, 368 ff. (Ende 1911 oder später).Google Scholar
  41. 41.
    A.a.O., S. 82. Vgl. auch HUS. XI, S. 316 f.Google Scholar
  42. 42.
    „Diese phänomenale, präimmanente Zeit konstituiert sich intentional als Form des zeitkonstituierenden Bewußtseins” (HUS. X, S. 83).Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. HUS. X, § 24, S. 53. Der Text dieses Paragraphen fußt auf einem Ms. von 1917!Google Scholar
  44. 44.
    Zum Begriff des Horizontes in Ideen I, vgl. z.B. S. 58 und 100.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. z.B. HUS. XI, S. 376 (aus 1922/23). Daß dabei die Rede ist von einem echten retentionalen Horizont und nicht von einer Antizipationsstruktur in der Wiedererinnerung, wird klar, wenn wir die Kennzeichnung dieses Horizontes als eines „unterschiedslosen” und „leeren” beachten. Retention und retentionaler Horizont werden hier als eine „Leergestalt” d.h. als Form behandelt. Vgl. zum Begriff der Leere: „genetisch gehen aller Art Anschauung, aller wahrnehmungsmäßig Konstitution von Gegenständlichkeiten in allen Erscheinungsmodis Leergestalten vorher. Nichts kann zur Anschauung kommen, was nicht vorher leer vorstellig war und was in der Anschauung zur Erfüllung kommt” (HUS. XI, S. 326).Google Scholar
  46. 46.
    L. Landgrebe, „Welt als phänomenologisches Problem,” in Der Weg der Phänomenologie, S. 59.Google Scholar
  47. 47.
    Für die Kennzeichnung der Impression als einer erzeugenden Spontaneität und der Rentention als einer bloß empfangenden, nichts „Neues” schaffenden Spontaneität vgl. Beilage I zu HUS. X, S. 1100.Google Scholar
  48. 48.
    Nach I. Kern, Husserl und Kant, S. 270.Google Scholar
  49. 49.
    „Wir, in unserer Betrachtung unterster genetischer Stufe, stellen das Problem in der für eine systematische Genesis notwendiger Abstraktion : Wir tun so, als ob die Welt des Ich nur die impressionale Gegenwart wäre” (S. 150). (HUS. XI, S. 150).Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. Ideen II, § 36, S. 144 ff.Google Scholar

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© Springer Science+Business Media Dordrecht 1972

Authors and Affiliations

  • Guido Antônio de Almeida

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