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Der Credit der Holländischen Regierung. Wieder-incourssetzung der Staats-Schuldscheine

  • Julius Grossmann

Zusammenfassung

So tröstlich es schien, dass dem fortschreitenden Verderben Einhalt gethan war, so konnte sich doch Niemand in Holland verhehlen, dass alle jene Ereignisse und Umstände, welche die Hoffnung auf eine mögliche Herbeiführung einer besseren Zukunft wiederum erweckt hatten, fast ausschliesslich mehr dem Zufall, als der eignen Thatkraft zu danken gewesen waren. Die Regierung, die nach den ersten Unglücksschlägen Allen voran den Mut verloren hatte, hatte darauf nichts eiligeres zu thun gehabt, als noch Ende Juni Deputationen an die beiden feindlichen Könige zu schicken, um in tiefster Demut von ihnen den Frieden zu erflehen. Dass diese Demut noch nicht notwendig gewesen war, musste ihr nur den letzten Rest von Ansehn rauben. Der kaiserliche Gesandte Lisola, welcher im Juli mit der Holländischen Regierung über einen Vertrag verhandelte, vermöge dessen der Kaiser gegen die Stellung einer Hilfsarmee bestimmte Subsidienzahlungen erhalten sollte, sprach in den Relationen an seine Regierung selbst die Befürchtung aus, dass der Holländischen Regierung weniger der Wille als die Fähigkeit fehlen werde, pecuniäre Verpflichtungen einzugehen, — aus Mangel an Credit bei den Kaufleuten.1

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Literatur

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    Rel. Lis. von 1 Sept. 1672: princeps subjunxit, Hollandos quidem omnino pecunia destitutes, donec res tantisper restitueretur, tunc enim non defuturum ipsis fidem apud negotiatores, etc. etc. —Google Scholar
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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1876

Authors and Affiliations

  • Julius Grossmann
    • 1
  1. 1.Königlichen Haus-ArchivBerlinDeutschland

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