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Amsterdam, der Mittelpunkt des Europäischen Geldmarktes

  • Julius Grossmann

Zusammenfassung

Es machte sich nun ganz von selbst, dass Amsterdam der ausschliessliche Sitz dieses Geldhandels wurde. Der kaiserliche Gesandte Lisola nannte in seinen Relationen diese Stadt das „primum mobile“ der Provinz Holland, dem „Herzen“ der Vereinigten Niederlande, und er hatte nicht Unrecht; es war die reichste Stadt des nördlichen Europa. Von den 69 %, welche die Provinz Holland als Quote zu den Gesammtlasten des Staates beizutragen hatte, trug Amsterdam allein fast die Hälfte 1, d. h. soviel als die übrigen drei von den Feinden nicht besetzten Provinzen zusammengenommen. Hatte Antwerpen im Jahre 1583 die erste Bank im nördlichen Europa gegründet, so legte Amsterdam im Jahre 1608 den Grundstein zur „Börse“ und gründete im folgenden Jahre eine Bank nach dem Muster der Venetianischen. Alle nur denkbaren Geschäfte des Welthandels wurden auf der „Börse“ verhandelt und geschlossen. Rasch blühte sie empor; und obwol sehr bald verschiedene Zweige des Handels — so die Schifferbörse und die Kornbörse — sich abtrennten, musste sie bereits nach fünfzigjährigem Bestehen — 1669 — wieder bedeutend erweitert werden.

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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1876

Authors and Affiliations

  • Julius Grossmann
    • 1
  1. 1.Königlichen Haus-ArchivBerlinDeutschland

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