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Die Flussschlange als Element der Landschaft, Ihre Erhaltung und Pflege

  • Reinhold Weimann
Chapter
Part of the Berichte Über die Internationalen Symposia der Internationalen Vereinigung für Vegetationskunde book series (TUEN, volume 7)

Zusammenfassung

Das Wort Flußschlange meint hier in Erinnerung an älteste Fluß-, Wasser- und Weltschlangen möglichst umfassend nicht nur echte und unechte (Tal = Zwangs = Gleitmäander u.s.w.), sondern ganz allgemein das freizügige, chaotisch nur erscheinend e, un — regelmäßige, oft schäumende Umherschweifen und Fließen der Flüsse mit allen Schönheiten etwa der schroffen Prall- und sanften Gleithänge. Das alles aber gehört so elementar zur Landschaft, daß ich es von vornherein nicht von ihr zu trennen vermag. Landschaft läßt sich nun einmal nicht rein rational verstehen. Wenn man die Mosel in Stauteiche zerstückelt, so ist das doch ohne jede rationale Begründung eine landschaftliche Unmöglichkeit, nämlich ein Verbrechen der Zerstückelung des Flußgottes. (Im Gegenteil, das Wesen des reinen Verstandes ist ja gerade genauestens der Mosel-Kanalisierung entsprechend : wenn ich so sagen darf, die Stauregulierung der freien mäandrischen Gedankenflüsse oder deren Begradigung Verkantung und Perfektionierung) . Ich kann daher von vornherein nicht verstehen, wenn sogar Landschaftsvorkämpfer wie z.B. Alwin Seifert sagen, die Mosel würde schöner als sie war, oder sogar die bayerischen Staukettenkanäle würden wieder zu „echten Flüssen“, — also trotz der fürchterlichen Stauwehre und walzen. Echte Flüsse, die nicht fließen?

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© Springer Science+Business Media Dordrecht 1968

Authors and Affiliations

  • Reinhold Weimann
    • 1
  1. 1.(Düsseldorf) HeisterbacherrottDeutschland

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