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Zusammenfassung

Wenn moderne Jagd angewandter Naturschutz ist und wir in möglichst gesunder Landschaft eine möglichst gesunde und artenreiche Tierwelt erhalten wollen, so haben wir auch dafür Sorge zu tragen, daß unser Rehwild an Körper und Gehörn gesund und stark bleibt, um nachhaltige Nutzung zu erzielen, wobei forstwirtschaftliche Schäden tunlichst einzudämmen sind. Denn was beim Rotwild, das von sachkundigen Forstleuten und erfahrenen Berufsjägern betreut wird, binnen weniger Dezennien gelang, blieb beim Rehwild aus: seine Qualität sank in erschreckender Weise ab. Hohe Vermehrungsquote, ungeheuerlicher Ausdehnungsdrang und seine schlechthin nicht mehr zu überbietende Anpassungsfähigkeit haben es bewirkt, daß unser gutes deutsches Reh von einem Bewohner des Waldes oder der Waldrandzone zu einer in jedem Kartoffelund Rübenacker herumstehenden Schalenwildart der sog. „Kulturlandschaft“ geworden ist. Bestenfalls imponiert unser Rehwild also noch durch sein durchweg massenhaftes Auftreten. In früheren Jahrhunderten war das anders: Die norddeutsche Landschaft westlich der Elbe und nördlich des Harzes war zu Zeiten, als Luchs und Wolf das Rehwild noch kurz hielten, mit dichten Laubwäldern bedeckt, in denen Eiche und Buche die vorherrschenden Baumarten waren.

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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1968

Authors and Affiliations

  • E. Schäfer
    • 1
  1. 1.HannoverDeutschland

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