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Die Lehre von dem Politischen Gleichgewicht und ihre Juristische Konstruktion in Bezug auf die Internationale Organisation

  • Jacob Ter Meulen

Zusammenfassung

Die Politik der schwächeren Staaten, sich einander anzuschliessen, um der drohenden Uebermacht einen stärkeren Widerstand leisten zu können, ist eine natürliche Folge des Daseinskampfes, welchen wir sowohl zwischen den Menschengemeinschaften als zwischen den Menschen beobachten, so dass man diese Politik von der Zeit an, wo eine Mehrheit von Staaten sich nebeneinander entwickelt hatte, leicht nachweisen kann. Als dann im achtzehnten Jahrhundert die Wissenschaft des Naturrechts dieses System wie ein völkerrechtliches Institut theoretisch zu untersuchen anfing, erschienen bald Werke, welche die ganze politische Geschichte, mit Ausnahme der Zeiten, in denen von keinem kräftigen nationalen Staat die Rede sein konnte, als eine Geschichte des Gleichgewichts betrachteten.

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Literatur

  1. 1).
    Machiavell sagt nämlich in seinem „Il Principe“(cap. XVIII): Sendo adunque uno principe necessitato sapere bene usare la bestia, debbe di quelle pigliare la golpe et il lione; perché il lione non si difende da’ lacci, la golpe non si difende da’lupi. Bisogna adunque essere golpe a conoscere e’ lacci, e lione a sbigottire e’ lupi“. Vgl. die Ausgabe von Giuseppe Lisio, S. 80.Google Scholar
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Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1968

Authors and Affiliations

  • Jacob Ter Meulen

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