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Das Projekt vom Jahre 1745 und Toze’s Besprechung der Friedenspläne

  • Jacob Ter Meulen

Zusammenfassung

Justi nennt in seiner „Untersuchung, ob Europa in eine Staatsverfassung gesetzt werden könne, wobei ein immerwährender Friede zu hoffen ist?”1) u. a. zwei internationale Organisationsprojekte, welche in der Literatur keine Beachtung gefunden haben. Zuerst erwähnt er den Vorschlag des berühmten Gundling zu Halle ein hohes Tribunal für alle Prinzen und Republiken zu errichten, das alle vorkommenden Streitigkeiten entscheiden soll. Mit dem Verfasser dieser unbekannten Schrift ist wohl der bekannte Jurist Nikolaus Hieronymus Gundling gemeint2). Dann erzählt uns Justi, wie der Friedensgedanke in seinen Tagen wieder neu belebt worden sei durch eine Schrift, welche den Entwurf eines Staatensystems von Europa enthalte, das dem System des Gleichgewichts zwischen den Häusern Frankreich und Oesterreich vorzuziehen wäre. Er fügt hinzu, dass diese Schrift dem durchlauchtigsten Kurfürsten zu Mainz zugeeignet sei. Dieses von Justi nicht genauer bezeichnete Friedensprojekt ist zweifelsohne eine kleine Schrift, welche 1745 anonym erschien unter dem Titel: „Projet d’un nouveau système de l’Europe, préférable au système de l’Equilibre entre la Maison de France et celle d’Autriche.”

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Literatur

  1. 1).
    Justi, Untersuchung, in seinen Histor. und Jurist. Schriften, T. I. S. 171 f. 2) Ich habe aber unter den zahlreichen Werken dieses fruchtbaren Autors bis jetzt keine solche Schrift entdecken können.Google Scholar
  2. 1).
    Projet d’un nouveau système, S. 6 f.Google Scholar
  3. 2).
    Insbesondere nimmt er Deutschland als Beispiel. Vgl. a. a. O. S. 19 f.Google Scholar
  4. 3).
  5. 1).
    S. 10 f. Vgl. auch article III (S. 14): l’Union comme la Tutrice et Protectrice née, envoyera dans cet état des Commissaires exprès, pour s’informer de la vérité des faits et fournir tous les coupables, selon toute la rigueur des loix.Google Scholar
  6. 1).
    S. 18 spricht er von Sénat d’Europe.Google Scholar
  7. 1).
    S. 22 f. 2) S. 24 f.Google Scholar
  8. 1).
  9. 2).
    Toze’s öfters genannte, aber wenig gelesene, seltene Schrift erschien 1752 in Göttingen. Nun nennen die Bibliographen von demselben Verfasser noch eine Schrift, welche gleichfalls ohne dessen Namen 1763 in Göttingen erschien und den Titel führt: „Der ewige und allgemeine Friede in dem durch ein beständiges Bündnis in einem Staatskörper zu vereinigenden Christlichen Europa nach den Entwürfen Henrichs des Vierten, Königs von Frankreich, des Abts von St. Pierre und anderer vorgestellet. Nebst einigen Betrachtungen über dessen Möglichkeit und Folgen”. Tatsächlich gehören aber beide Werke, auch die Vorreden, zu derselben Ausgabe und hat das letztere nur ein anderes Titelblatt. Kayser, Bücherlexikon gibt den Titel vom Jahre 1763 unter „Friede” (T. II. S. 265) und erwähnt dabei den Namen des Verfassers, während er diesen bei dem Titel vom Jahre 1752 unter „Republik” (T. IV. S. 491) verschweigt.Google Scholar
  10. 3).
    Vgl. oben im Vorwort.Google Scholar
  11. 4).
    (Toze), a. a. O. S. 150–180.Google Scholar
  12. 5).
  13. 1).
  14. 2).
  15. 3).
  16. 4).
  17. 5).
  18. 6).
  19. l) s. 325.Google Scholar
  20. 2).
  21. 3).
  22. 4).
  23. 5).

Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1968

Authors and Affiliations

  • Jacob Ter Meulen

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