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Die dem Kardinal Alberoni Zugeschriebenen Projekte

  • Jacob Ter Meulen

Zusammenfassung

Kein Staatsmann wird wohl so schwere Schicksale erlitten haben als Giulio Alberoni.

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. Die Lebensgeschichte des Kardinals Alberoni in Bourgeois, Lettres intimes de J. M. Alberoni. Préface S. 1 f.Google Scholar
  2. l) Vesnitch, Le Cardinal Alberoni pacifiste in der Revue d’histoire diplomatique, (1912), S. 332 f. und Vesnitch, Il Progretto del Cardinal Alberoni per la divisione dell’impero Turco e per 1’arbitrato internazionale in der Ri vista di diritto internazionale, (1913), S. 3f., wo das italienische Manuskript (S. 20–36) veröffentlicht ist. Weil dieses Manuskript aus den Archiven von Venedig höchst wahrscheinlich eine Kopie ist, setzt Vesnitch seine Untersuchungen noch weiter fort; wir werden deshalb hier auf das, was schon über den Ursprung des italienischen Dokuments bekannt geworden ist, nicht eingehen.Google Scholar
  3. 1).
    Der Titel der deutschen Schrift lautet: „Des Weltberühmten Cardinals Alberoni Vorschlag das Türkische Reich unter der Christlichen Potentaten Botmässigkeit zu bringen.... Aus dem Italienischen nach dem Original, welches in eines vornehmen Ministers Händen ist, übersetzt. Frankfurth und Leipzig, 1736”. Diese Schrift ist die deutsche Uebersetzung, während auch eine englische existiert mit dem Titel: Cardinal Alberonis Scheme for reducing the Turkish Empire to the Obedience of Christian Princes and for a Partition of the Conquests: Together with a Scheme of a Perpetual Dyet for establishing the public Tranquility. Translated from the Italian Manuscript... London, 1736; eine zweite englische Ausgabe erschien im selben Jahre in Dublin. Der englische Uebersetzer sagt, dass das Manuskript sich im Besitze des Prinzen De la Torella, des Botschafters von Sizilien am französischen Hofe, befinde.Google Scholar
  4. 2).
    Mercure historique et politique, Band XCIX (1735), S. 467–476. Auch diesen Plan gibt Vesnitch in der Revue, a. a. O. S. 364 und in der Revista, a. a. O. S. 6 f.Google Scholar
  5. 1).
    Vesnitch, Revue, a. a. O. S. 368 und Revista, a. a. O. S. 10.Google Scholar
  6. 2).
    Bourgeois, a. a. O. Préface, S. IV.Google Scholar
  7. 3).
    Mercure, a. a. O. S. 475.Google Scholar
  8. 4).
    Vgl. für den italienischen Text Alberoni, Revista, a. a. O. S. 25 und für den deutschen die schon erwähnte deutsche Uebersetzung vom Jahre 1736, S. 11.Google Scholar
  9. 1).
    Alberoni, a. a. O. S. 30.Google Scholar
  10. 2).
    Alberoni, a. a. O. S. 34 und die deutsche Schrift, S. 39.Google Scholar
  11. 1).
    Wirckau macht dazu die Bemerkung: „Diese Bestimmung ist nicht recht verständlich, da doch die Organisation des ständisch gegliederten deutschen Reichstages mit seinen drei Kollegien der Kurfürsten, Fürsten und Städte, von denen jedes Kollegium für sich gesondert beriet und beschloss, für den hiergedachten internationalen Kongress nicht passen konnte.” Vgl. Wirckau, Zur Geschichte des völkerrechtlichen Schiedsgedankens, in der Zeitschrift für internationales Recht (1914), S. 35.Google Scholar
  12. 1).
    Die ganze Welt kennt es, schreibt Lessing von dem Projekt des Abbé de Saint-Pierre. Vgl. Briefe die neueste Litteratur betreffend, Brief V. in Lessing’s, Werke, Band VII. S. 164.Google Scholar
  13. 2).
    Emile Bourgeois in einem Brief an Vesnitch. Vgl. Vesnitch, Revue d’histoire diplomatique a. a. O. S. 369 und Revista di diritto internazionale a. a. O. S. 10.Google Scholar
  14. 1).
    Ranke in seiner Preussischen Geschichte (Band I. S. 419), Droysen in seinem akademischen Vortrag im Jahre 1869 (historischer Beitrag zu der Lehre von den Congressen, S. 653 f.), Lehmann in seinem Werke „Preussen und die Katholische Kirche” (S. 437) und andere namhafte Historiker nennen noch ein anderes Projekt aus derselben Zeit, das, 1878, Droysen (Zur Geschichte Friedrichs I. und Friedrich Wilhelms von Preussen S. 416 f.) nach der im Kgl. Geheimen Staatsarchiv, Berlin, befindlichen Abschrift veröffentlicht hat. Vgl. den Titel in meinem Literaturverzeichnis (unter „Denkschrift”). Dieses Dokument wurde laut einer mir von dem Staatsarchiv gemachten Mitteilung dort am 23. Januar 1742 vom französischen Oberdirektorium durch den Hofrat Ruppert eingesandt, der es von einem ausländischen Freunde erhalten haben wollte. Diese Denkschrift, welche die heilige Kongregation der Kardinäle zu Rom im Jahre 1735, dem kaiserlichen Hof zu Wien überreicht haben soll, empfiehlt eine Vereinigung aller katholischen Mächte zu einer heiligen Liga unter dem Kaiser zur Vernichtung oder Rekatholisierung aller ketzerischen Staaten und zur Bekämpfung der Ungläubigen. Graf Manteuffel, Graf Brühl und auch der König von Preussen, Friedrich Wilhelm I. sollen sich sehr geringschätzig über das Aktenstück geäussert haben. Manteuffel soll seinem König gesagt haben, er stimme diesem ganz bei „que c’était un livre sot, mais qu’il me semblait d’ailleurs que l’auteur avait puisé une partie de ses principes dans un livre publié par un Abbé St. Pierre, expliquant un projet pareillement fort idéal, attribué communément à Henri IV.”. Nun ist der geistige Zusammenhang dieses ungeheuren und törichten Projektes mit den Friedensideen unsres Abbés wohl sehr oberflächlich; ausserdem ist diese sog. Kardinalsdenkschrift von modernen Geschichtsforschern schon längst als eine grosse Fälschung bezeichnet worden. So Erdmanndörffer, Deutsche Geschichte, II. S. 392 f. Hiltebrandt, Die röm. Kurie (S. 136). Vgl. auch Duhr, Jesuitenfabeln, S. 810 f. Der wirkliche Ursprung der Schrift ist, soweit mir aus der einschlägigen Literatur bekannt geworden ist, noch unsicher.Google Scholar

Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1968

Authors and Affiliations

  • Jacob Ter Meulen

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