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Zusammenfassung

François de la Noue war ein Edelmann aus der Bretagne und ein eifriger Verteidiger der Partei der Hugenotten, sowohl in Frankreich wie in den Niederlanden. Er führte den Beinamen Bras de Fer (seitdem er in einer Schlacht den linken Arm verloren hatte und dieser durch einen eisernen ersetzt worden war). Am io. Mai 1580 wurde er in der Nähe des Dorfes Iseghem (nicht weit von Courtrai) von den Spaniern gefangen genommen. Man führte ihn nach dem einsamen Schloss Limburg, wo er ungefähr fünf Jahre in barbarischer Gefangenschaft verbringen musste, trotz der vielfältigen Bemühungen des Prinzen von Oranien ihn zu befreien. Auch sein Anerbieten, mit einigen Freunden während vier Jahren auf eigene Kosten in Ungarn die Türken zu bekriegen, wurde abgelehnt1). Endlich wurde er 1584 besonders auf Verwendung des Königs Heinrich IV., in dessen Dienste er trat, gegen den spanischgesinnten Grafen von Egmont ausgewechselt. Aber schon sieben Jahre später starb er2). Als der König die Todesnachricht erhielt, soll er ausgerufen haben3): „Nous perdons un grand homme de guerre et encore plus un grand homme de bien“.

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Literatur

  1. 1).
    Amirault, De la Noue, S. 280.Google Scholar
  2. 2).
    Kervyn de Volkàersbeke, Correspondence De la Noue.Google Scholar
  3. 3).
    Nouvelle Biographie générale, XXIX. in voce la Noue. Janet, Histoire de la Science politique II. S. 105 f. rechnet de la Noue zu den s. g. „politiques“; er sagt: „après le mouvement révolutionnaire de la Ligue, qui fut un instant sur le point d’introduire en France par fanatisme le gouvernement de l’étranger, il se forma un parti moyen composé de sages et de philosophes qui s’élevait au-dessus des deux partis par le double principe de la tolérance réligieuse et du respect de l’autorité royale.“Google Scholar
  4. 1).
    Amifault, a. a. O. S. 284.Google Scholar
  5. 2).
    Es erschienen viele Ausgaben der Schrift. Ich zitiere aus De la Noue, Discours politiques et militaires, s. 1. 1596; vgl. dort, S. 570 f.Google Scholar
  6. 1).
    S. 650 f. Unter denjenigen, die sich mit diesem Kreuzzugsplan beschäftigten, ist François Savary de Bréves, der bekannte Gesandte König Heinrichs IV. in Konstantinopel, zu nennen. In seinem „Discours abrégé“wünschte dieser (S. 14 f.) eine „Union générale des forces chrétiennes“und einen Teilungsplan (S. 47 f) für das türkische Gebiet. Von einer dauernden Organisation der christlichen Welt ist bei ihm aber nicht die Rede. Vgl. für De Brèves auch Djuvara, Cent projets de partage de la Turquie, S. 202 f.Google Scholar

Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1968

Authors and Affiliations

  • Jacob Ter Meulen

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