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Das Verhältnis der Staatenverbindungen zu den Internationalen Friedensentwürfen

  • Jacob Ter Meulen
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Zusammenfassung

Als sich im Anfange der Neuzeit eine Reihe nationaler Staaten entwickelt hatten und im Gegensatz zu der föderalistischen Staatstheorie des Mittelalters der Staat als selbständiges Gemeinwesen anerkannt wurde, schien die Zeit für eine Lehre von den Staatenbünden sehr ungünstig. Aber die Wirklichkeit der christlich-europäischen Internationalität hatte die abgestorbene Idee der Weltmonarchie durch den fruchtbaren Gedanken der völkerrechtlichen Gemeinschaft neu belebt und so mussten auch die tatsächlichen Staatenverbindungen des Deutschen Reiches, der Schweiz, der Vereinigten Niederlande und später Amerikas auf die absolute Staatstheorie ihren Einfluss ausüben.

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Literatur

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    Aegidi in seinem „Fürstenrath nach dem Luneviller Frieden“S. 164 f: „Während die übrigen Staaten und Völker, immer fester und nationaler gegliedert, sich dem System des Romanismus nach dessen politischer Seite entzogen, blieb Deutschland und teilweise Italien für die Rechtssphäre des Dominus Mundi d. h. als völkerrechtlich umschlossenes Gebiet übrig: die deutschen und einzelne italische Fürsten machten zuletzt den Bestand der christlichen Herrscher aus, die durch das christliche Völkerrecht unter Kaiser und Papst geeinigt wurden. Das Staatensystem, welches über den Erdkreis reichen sollte, umfasste schliesslich nur noch Deutschland und so war dieses Deutschland aus einem Staate nahezu selbst ein Staatensystem geworden.’*Google Scholar
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    Unter den Universalisten ist vor allem der in dem Motto genannte Schweizer Johannes von Müller zu nennen, der 1787 in seiner anonymen Schrift „Darstellung des Fürstenbundes“die bestehende Verfassung des Reiches als eine Gewährleistung für den Frieden in Europa bezeichnet. Vgl. auch Spahn, Der Friedensgedanke in der Entwicklung des deutschen Volkes zur Nation, S. 5. f. In diesem Vortrag, den der Verfasser am ersten Verbandstag des Verbandes für internationale Verständigung in Heidelberg gehalten hat, bekämpft Spahn u.m. die Ansicht Meineckes (Weltbürgertum und Nationalstaat), dass die kosmopolitischen Friedensideen der Deutschen des 18. Jahrhunderts nur aus der unpolitischen, jeden Staat auflösenden, weltbürgerlichen Gesinnung der Aufklärung zu erklären seien. Nach Spahns Ansicht wären dieseAeusse-rungen und Friedensideale hauptsächlich aus dem jahrhundertealten christlichen Ideal des deutschen Volkes hervorgegangen.Google Scholar
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Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1968

Authors and Affiliations

  • Jacob Ter Meulen

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