Advertisement

Ansätze zur Durchführung. Der Theoretische Aspekt

  • Ulrich Claesges
Chapter
  • 29 Downloads

Zusammenfassung

Das movens der Geschichte des Selbstbewußtseins ist eine Wechselwirkung von realer und idealer Tätigkeit. Durch unsere Interpretation der praktischen Wissenschaftslehre hat sich das dahingehend präzisiert, daß die als ein Trieb ein für allemal festgestellte Tätigkeit (reale Tätigkeit) die ideale Tätigkeit nicht nur zur Reflexion, sondern auch nach außen treibt, wodurch sie auf dem Grund des in der ersten Reflexion gesetzten Gefühls die Welt der Objekte konstituiert.1 Die Grundfunktion der idealen Tätigkeit ist das Anschauen und Weiterbestimmen dessen, was als Grund des Gefühls mit der ersten Reflexion durch unbewußte Produktion gesetzt wurde: als durch sich selbst völlig bestimmtes Nicht-Ich. Diese durch den Trieb nach außen getriebene ideale Tätigkeit muß nun als vorstellende Tätigkeit unter rein theoretischem Aspekt betrachtet werden. Unsere Aufgabe ist im folgenden eine doppelte:
  1. 1)

    Auch in der theoretischen Wissenschaftslehre haben wir die „Geschichte des Selbstbewußtseins“ genannte Entwicklung des Ich aufzuzeigen.

     
  2. 2)

    Zur Bestätigung früherer Thesen haben wir die Grundbestimmungen des Bewußtseins, die Resultat der Entwicklung des Ich sind, zu betrachten. Insofern ist nun auch das Ergebnis der Entwicklung des Ich für unsere systematische Aufgabe relevant.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. § 29 d.A.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. I, 355.Google Scholar
  3. 3.
  4. 4.
    Der Rückgriff wird notwendig, da sich die bisherigen Erörterungen im Grundriβ bei der Erklärung des Unterschiedes von realer und idealer Tätigkeit in einen Zirkel verwickelten. Dieser Zirkel hat folgende Gestalt: „Das Ich setzt die reale Tätigkeit als die begrenzte, und die ideale als die unbegrenzte. Wohl, und welche setzt sie denn als die reale? Die begrenzte; und die unbegrenzte als die ideale“. (I, 358). — Einen „unabhängigen Unterscheidungsgrund’, (a.a.O.) zwischen realer und idealer Tätigkeit kann eben nur in der pr. WL aufgezeigt werden.Google Scholar
  5. 5.
  6. 6.
  7. 7.
  8. 8.
    Vgl. I, 293 und § 26 d.A.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. § 26 d.A.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. z.B. I, 347.Google Scholar
  11. 111.
  12. 12.
    Vgl. I, 295.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. I, 369. — Das Selbstgefühl ist erst auf Grund der zweiten Reflexion.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. I, 360.Google Scholar
  15. 15.
    I, 360. — Dies geschieht nach der Wechselbestimmung der Wirksamkeit (Kausalität). Vgl. I, 134.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. I, 367.Google Scholar
  17. 17.
  18. 18.
    Vgl. I, 366.Google Scholar
  19. 19.
  20. 20.
    Vgl. § 27 d.A.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. I, 359.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. I, 367.Google Scholar
  23. 23.
  24. 24.
  25. 25.
    Vgl. I, 367; I, 297.Google Scholar
  26. 26.
    I, 367. — Vgl. dazu unsere Bestimmung des dunklen Bewußtseins in §§ 8 u. 9 d.A.Google Scholar
  27. 27.
  28. 28.
    I, 323. — Vgl. dazu die „Deduktion der Empfindung“, I, 335 ff.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. I, 303 und § 28 d.A.Google Scholar
  30. 30.
  31. 31.
    Vgl. I, 307.Google Scholar
  32. 32.
    I, 368; vgl. I, 308 ff. und 317.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. I, 302.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. I, 309.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. I, 307.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. I, 309 f.Google Scholar
  37. 37.
  38. 38.
  39. 39.
  40. 40.
    Vgl. I, 305 u. 306 f.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. I, 301.Google Scholar
  42. 42.
  43. 43.
    Vgl. I, 369.Google Scholar
  44. 44.
  45. 45.
  46. 46.
  47. 47.
    Vgl. I, 370.Google Scholar
  48. 48.
  49. 49.
  50. 50.
  51. 51.
  52. 52.
  53. 53.
  54. 54.
  55. 55.
  56. 56.
    Vgl. I, 372.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. I, 372 f.Google Scholar
  58. 58.
  59. 59.
  60. 60.
    Vgl. I, 371.Google Scholar
  61. 61.
  62. 62.
    Vgl. I, 374.Google Scholar
  63. 63.
  64. 64.
  65. 65.
  66. 66.
  67. 67.
  68. 68.
  69. 69.
    I, 376. — Diese Mittelanschauung, die notwendig unbewußt ist, ist für das abzuleitende Bewußtsein von entscheidender Bedeutung. Sie entspricht der dunklen Vorstellung oder dem dunklen Bewußtsein bei Reinhold. — Vgl. § 8 d.A.Google Scholar
  70. 70.
    Dieses Beziehen und Unterscheiden konnte Reinhold nicht erklären; hier wird es abgeleitet. — Vgl. I, 6.Google Scholar
  71. 71.
  72. 72.
    Daß die Verwendung des Begriffes „Ich“ hier doppeldeutig ist, er also einmal das, worin das Bild ist, zum anderen das, welches das Bild produziert, bedeutet, ist letztlich eine Konsequenz der Doppeldeutigkeit des ersten Grundsatzes. — Vgl. § 16 d.A.Google Scholar
  73. 73.
  74. 74.
    Vgl. I, 378.Google Scholar
  75. 75.
  76. 76.
    Vgl. I, 215 ff.Google Scholar
  77. 77.
    Vgl. I, 381 ff. — Die bisher erzielten. Ergebnisse reichen für unsere Zwecke voll aus; deshalb sei auf eine weitere Interpretation des Grundrisses verzichtet.Google Scholar
  78. 78.
    Welche Bedeutung diesem Resultat über den Nachweis „historischer Abhängigkeit“ hinaus für das Problem einer Geschichte des Selbstbewußtseins zukommt, wird später gezeigt werden. — Vgl. Kapitel 10 d.A.Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. I, 411.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. I, 217.Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. I, 229.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. I, 231 f.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. I, 237. — Dies zeigt, daß auch die „Deduktion der Vorstellung“ in methodischer Hinsicht nicht eindeutig ist.Google Scholar
  84. 84.
    Vgl. I, 237.Google Scholar
  85. 85.
    Vgl. I, 237.Google Scholar
  86. 86.
    Vgl. I, 241.Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. I, 244.Google Scholar
  88. 88.
  89. 89.
  90. 90.
    Vgl. I, 371, wo Fichte sagt, das Wesen des Ich bestehe in der absoluten Spontaneität; werde aber über diese reflektiert, so höre sie auf, Spontaneität zu sein.Google Scholar
  91. 91.
    Dieter Henrich, Fichtes ursprüngliche Einsicht, a.a.O.Google Scholar
  92. 92.
    A.a.O., S. 193. — Dieser Zirkel besteht, kurz gesagt, darin, daß in der Erklärung des Selbstbewußtseins durch die Reflexion des Ich-Subjektes auf sich selbst entweder a) das Ich-Subjekt schon Selbstbewußtsein ist — dann ist vorausgesetzt, was erklärt werden soll, oder b) das Selbstbewußtsein überhaupt nicht zustande kommt, dann nämlich, wenn das Ich-Subjekt noch nicht Selbstbewußtsein ist.Google Scholar
  93. 93.
    A.a.O., S. 197.Google Scholar
  94. 94.
    A.a.O., S. 197.Google Scholar
  95. 95.
    Henrich gibt die Stelle an: WW I, S. 98.Google Scholar
  96. 96.
  97. 97.
    Vgl. § 13 d.A.Google Scholar
  98. 98.
    Vgl. I, 97.Google Scholar
  99. 99.
    Im § 1 der Grundlage vollzog Fichte den Überschritt vom Ich = Ich (Ich bin) als Tatsache zum Ich = Ich als Tathandlung. Da das Ich = Ich als Tatsache das empirische Selbstbewußtsein ist, hat das Ich im Übergang zur Tathandlung, also zum Erklärungsprinzip, den Charakter des Selbstbewußtseins verloren. In der neuen Darstellung der WL ab 1797 ist das Ich dagegen von vornherein als Selbstbewußtsein gedacht. Vgl. dazu H. Edelmann, Der Begriff des Ich. Zum Problem des Selbstbewußtseins in Fichtes Wissenschaftslehre. Diss. Köln 1971.Google Scholar
  100. 100.
    Das Resultat dieser Reihe bestätigt auch unsere These, es sei Aufgabe der WL, die Grundstruktur des Bewußtseins gemäß dem Satz Reinholds abzuleiten. Die Aufgabe, die Fichte sich schon in der Rezension stellte (vgl. I, 8), ist gelöst.Google Scholar

Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1974

Authors and Affiliations

  • Ulrich Claesges

There are no affiliations available

Personalised recommendations