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Das Erscheinen als das Absolute Medium. Anschein und Vorschein in der Modellvorstellung Einer Ontischen Bewegung Nicht Fassbar

  • Eugen Fink
Chapter
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Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 1)

Zusammenfassung

Der Doppelsinn im Begriffe des Erscheinens von Seiendem ist ein überaus schwieriges Problem. Es handelt sich dabei nicht um eine künstliche Distinktion eines müßigen Scharfsinnes, sondern um fundamentale Grundstellungen des abendländischen Denkens zum Seinsproblem überhaupt. Das Seiende erscheint — wir sind als die endlichen Menschen, die „Sein” dunkel und dämmerhaft verstehen, je schon versetzt in das universelle Erscheinen von Seiendem vielfältiger und doch analogisch verbundener Art. Hier inmitten des unablässigen Erscheinens ist der Weltaufenthalt des Menschen, ist der Ort seines Wesens. Die ursprünglichste „Begebenheit”, in der wir mit allem, was ist, mit Himmel und Erde, mit Stein und Stern, mit Wolke und Wind, mit Getier und Gewächs, mit Menschen und übermenschlichen Mächten verflochten sind, ist das Erscheinen. Durch. es allein und einzig in ihm haben wir jegliches Sein von Seiendem. Aber was ist das Erscheinen, — was ist das, wodurch wir seiende Dinge im weitesten Sinne haben? Haben wir das Sein der Erscheinung auch im Erscheinen und als eine besonderte Erscheinung? Zunächst kann man wohl sagen, das Erscheinen ist das alldurchwaltende Medium, worin alle Bezüge des Seienden untereinander und auch zwischen den Dingen und dem Menschen spielen, — es ist der Spielraum aller Bezüge überhaupt.

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© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1958

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  • Eugen Fink

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