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Das Verhältnis des Menschen zur Wissenschaft und — zur Philosophie

  • Eugen Fink
Chapter
Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 1)

Zusammenfassung

Bei einer akademischen Vorlesung über „Grundbegriffe” einer Wissenschaft erwartet man leicht zuwenig oder zuviel. Man mag sich fragen: handelt es sich nur um eine propädeutische Hinleitung zu einem Forschungsbezirk einer bereits betriebenen und anerkannten Wissenschaft, um eine vorläufige Orientierung über Gegenstand und Methode, um einen Überblick über die Probleme, Begriffe und die Terminologie, um einen bloß didaktischen Weg, — oder sucht man den inneren sachlichen Aufbau einer Wissenschaft im Rückgang auf die Fundamente, im Rückgriff auf die tragenden Prinzipien? Jedenfalls ist der Sprachgebrauch, in dem wir heute von „Grundbegriffen” reden, vieldeutig, schillernd und unklar Die hemmungslose Popularisierung aller Produkte geistiger Produktion hat in unserem papierenen Zeitalter schon groteske Formen angenommen In zahllosen Traktätchen werden wir über die Grundfragen und Grundbegriffe aller möglichen, auch der schwierigsten Wissenschaften „aufgeklärt” Es gibt kaum noch einen Hinterwäldler, der nicht irgendwie Bescheid weiß. Aber mit der Hohlheit dieses angeblichen „Wissens” werden wir sofort bekannt, sobald wir uns einmal ernsthaft um eine Wissenschaft bemühen, wahrhaftig lernen.

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Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1958

Authors and Affiliations

  • Eugen Fink

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