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Bewusstseinsforschung Und Bewusstsein in Pfänders Phänomenologie Des Wollens

  • Karl Schuhmann
Chapter
Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 84)

Zusammenfassung

Alexander Pfänders Frühwerk, die Phänomenologie des Wollens von 1900, scheint sich auf die Untersuchung eines eng begrenzten Sondergebiets zu beschränken: es gehört nach Ausweis seines Untertitels („Eine psychologische Analyse“) einer speziellen Wissenschaft, der Psychologie, an, greift aus ihr ein Detailproblem, das Wollen, heraus und behandelt es in einer bloß vorläufigen Weise, mit der sich die Psychologie nach Pfänders eigenen Worten „schließlich doch nicht begnligen“ (10)1 darf. Doch führt dieser Eindruck leicht in die Irre. Denn einmal ist fraglich, ob das, was Pfänder Psychologie nennt, unbesehen mit der traditionellen psychologischen Wissenschaft gleichgesetzt warden darf (vgl. 4). Des weiteren würde Pfander zufolge „eine umfassende… Behandlung des Willensproblems… zum Resultat eine fast vollständige Psychologie überhaupt haben“ (11). Und schließlich und vor allem ist die Vorläufigkeit, die Pfänder seiner Analyse der Wollensphänomene zuerkennt, keineswegs unproblematisch; besteht doch zumindest seit der Zeit des Deutschen Idealismus der Verdacht, das bloß Anfängliche könne sich am Ende als das wahre, das letztabschließende Ende erweisen.

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Literatur

  1. Von H. Spiegelbergm München, 1973, S. 146 (im weiteren zitiert als: Philosophie)Google Scholar
  2. H. Spiegelberg, „‘Epoche’ without Reduction: Some Replies to my Critics“, Journal of the British Society for Phenomenology K (1974), S. 256–261Google Scholar
  3. E. Husserl, Ideen I, S. 192, Anm. 1Google Scholar

Copyright information

© Martinus Nijhoff Publishers, The Hague / Boston / London 1982

Authors and Affiliations

  • Karl Schuhmann

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