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Imperativenlehre

Juli bis August 1909
  • Herbert Spiegelberg
  • Eberhard Avé-Lallemant
Chapter
Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 84)

Zusammenfassung

Der Anhang von Pfäders Abhandlung über „Motive und Motivation“ von 1911 endet mit dem folgenden Absatz:

Eine besondere Art von Voluntarien [d.h. von praktischen Vorsätzen] bilden die Imperative. Eine Lehre von den Imperativen, von der ich eine noch unveröffentlichte Skizze entworfen habe, könnte meiner Meinung nach eine Grundwissenschaft für die Ethik, die Rechtsphilosophie und die Pädagogik bieten. Hier kann ich jedoch diese Idee nicht witer verdeutlichen, sondern muß mich mit dem bloßen Hinweis darauf begnügen.

Auch später hat Pfänder diesen Hinweis in seinen Veröffentlichungen nicht weiter unterbaut. In der Einleitung zu seiner Logik (3. Auflage, S. 11) findet sich lediglich eine Aufzählung einer Gruppe von Gedankengebilden „imperativen Charakters“ wie „Aufrufe, Aufforderungen, Vorschriften, Verfügungen, Gebote, Verbote, Befehle und Gesetze“, zusätzlich zu den traditionellen Themen wie Begriff, Urteil und Schluß, ohne daß das Wort „Imperative“ benützt wird. Auch in der posthumen Ethik in kurzer Darstellung ist von „Imperativen“ nur im Zusammenhang mit Kants Ethik die Rede, aber um so mehr von „Ethischer Sollenslehre“ oder der Lehre von den ethischen Forderungen. Mein erster Eindruck war deshalb, daß es sich hier um eine für Pfänder überholte Sache handelte.

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Literatur

  1. Eine besondere Art von Voluntarien [d. h. von praktischen Vorsätzen] bilden die Imperative. Eine Lehre von den Imperativen, von der ich eine noch unveröffentlichte Skizze entworfen habe, könnte meiner Meinung nach eine Grundwissenschaft fur die Ethik, die Rechtsphilosophie und die Pädagogik bieten. Hier kann ich jedoch diese Idee nicht weiter verdeutlichen, sondern muß mich mit dem bloßen Hinweis darauf begnügen.Google Scholar
  2. Siehe Karl Schuhmann, Husserl über Pfänder, S. 70, und H. Spiegelberg, „Neues Licht auf die Beziehungen zwischen Husserl und Pfander“, Tijdschrift voor Filosofie, XXXVI (1974), S. 569.Google Scholar

Copyright information

© Martinus Nijhoff Publishers, The Hague / Boston / London 1982

Authors and Affiliations

  • Herbert Spiegelberg
  • Eberhard Avé-Lallemant

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