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Wahrnehmung und Leib

  • Ullrich Melle
Chapter
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Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 91)

Zusammenfassung

Die phänomenologische Einstellung, in der wir eine Bestimmung des Wahrnehmungsbegriffs zu leisten versuchen, schloss für eine solche Bestimmung jeden Rekurs auf rein körperliche Vorgänge aus. Aller Bestimmung der Wahrnehmung als physikalisch-chemischem Geschehen voran sollte ihre Bestimmung als intentionales Bewusstsein liegen. Der epistemologische Begriff der Wahrnehmung als erfahrend-erkennender Zugang zu bewusstseinstranszendenten, an sich bestimmten Dingen und Ereignissen war zwar insofern ein philosophischer Begriff der Wahrnehmung, als er von keinerlei physikalischen Bestimmungen Gebrauch machte, gleichwohl beruhte er noch auf in phänomenologischer Reflexion nicht eingelösten Voraussetzungen und verwies dadurch auf einen grundsätzlicheren Begriff der Wahrnehmung. An Husserls Einsicht in die prinzipielle Unmöglichkeit adäquater Gegebenheit des Gegenstandes oder eines seiner Momente sowie die damit verbundene Einführung des Begriffs des Interesses anknüpfend, soll jetzt gezeigt werden, wie die Frage nach diesem grundlegenderen Begriff der Wahrnehmung auf eine Leiblichkeit des Wahrnehmungsbewusstseins führt.

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© Martinus Nijhoff Publishers, The Hague 1983

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  • Ullrich Melle

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