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Urteilslehre und Widerspruchsfreiheit bei Husserl

Die verschiedenen Schichten möglicher Thematisierung logischer Konsequenz
  • Reinald Klockenbusch
Chapter
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Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 117)

Zusammenfassung

Die sogenannte “Dialektik”1 bei Cohn setzt ein bei dem Problem, daß sich in bezug auf bestimmte Objekte wissenschaftlichen Bemühens widersprüchliche Aussagen angeblich nicht vermeiden lassen, aber doch in irgendeiner Weise Auflösung, Aufhebung oder zumindest Aufklärung verlangen 2. Wenn wir also im folgenden Husserls Position mit derjenigen Cohns vergleichen können wollen, müssen wir untersuchen, wie Husserl dem Fragenkomplex “Widerspruchsfreiheit von Urteilen in einem philosophischen Sachzusammenhang” gegenübersteht.

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. unten, 4.1.Google Scholar
  2. 3).
    Die Interpretation berücksichtigt in vorliegendem Kapitel nur den ersten Absclinitt der FTL, zieht im folgenden Kapitel EU hinzu und widmet sich dem zentralen Problem des zweiten Teils von FTL in Kapitel 6.Google Scholar
  3. 4).
    Vgl. vorgreifend die “Grundfrage der Analytizität”, FTL, 69.Google Scholar
  4. 5).
    FTL, 145. — Es sei auch für das folgende angemerkt, daß die Hervorhebimgen Husserls in den Zitaten aus FTL von uns fortgelassen werden.Google Scholar
  5. 6).
    Vgl. FTL, § 33, 102ff. — Zur “wirklichen formalen Mathematik” vgl. unten, die letzte Anmerkung in 2.2.Google Scholar
  6. 7).
    Vgl. das oben angeführte Zitat, FTL, 81, sowie Husserls Klärung des Begriffs “Operation” für den Bereich der Logik (als reiner Formenlehre) FTL, 57f. — Vgl. dazu auch ausführlich SCHMIT 1981, passim.Google Scholar
  7. 8).
    Vgl. das Beispiel, FTL, 54: “wenn S p ist, so ist Q r” Siehe die folgende Anmerkung.Google Scholar
  8. 9).
    FTL, 75. — Wir haben nur einen, allerdings den folgenschwersten dieser Unterschiede genannt. Unterschiede der Form liegen z.B. auch da vor, wo einmal kleine, woanders große algebraische Buchstaben genommen werden.Google Scholar
  9. 10).
    Vgl. unten, Kapitel 6, wo die Probleme der Evidenz, der “Vollzugsmodi” behandelt werden.Google Scholar
  10. 11).
    Vgl. den Satz vom Widerspruch, FTL 200, auf den (unten, Kapitel 3) noch ausführlich eingegangen wird.Google Scholar
  11. 12).
    Vgl. die Passagen über das Problem der richtigen Formulierung und Interpretation des modus tollens und modus ponens, FTL, 72.Google Scholar
  12. 13).
    Dies ist der Sinn der Rede vom Ausgeschlossen- bzw. Beschlossensein.Google Scholar
  13. 14).
    Frei nach Nietzsche ließe sich dann fragen: Warum überhaupt Widerspruchslosigkeit?Google Scholar
  14. 15).
    Vgl. FTL, 54, wo Husserl so die Tätigkeit des traditionellen Logikers beschreibt.Google Scholar
  15. 16).
    Um dies zu zeigen, hat vorliegende Interpretation bei Husserl “aufgeräumt” und die Bestimmung des “deutlichen Urteils” zunächst aufgeschoben.Google Scholar
  16. 18).
    Vgl. FTL, 127 ff. — Wir werden noch ausfölirlich darauf eingehen.Google Scholar
  17. 19).
    Wir werden auf diesen Gesichtspunkt in den Kapiteln 7 und 8 zurückkommen.Google Scholar
  18. 20).
    Husserl drückt die Problemstellung formaler Walirheitslogik so aus: sie habe “als Thema diejenigen Urteilsgestalten, die wesensgesetzliche Bedingungen möglicher Adäquation an Seiendes selbst sind” (FTL, 136).Google Scholar
  19. 21).
    Vgl. Husserl zur “äußeren Erfahrung”, FTL, 66(f.), Anm. 1. Hervorziilieben ist, daß die Evidenz für diese Unendliclikeit in der Form “ding”bezüglicher Anschauung selbst liegen soll (ebd.). Auf diese Unendlichkeit werden wir in Kapitel 7 zurückkommen.Google Scholar
  20. 26).
    Vgl. den Titel des hier untersuchten Abschnitts (FTL, 52): “Die Strukturen und der Umfang der objektiven Logik”.Google Scholar
  21. 27).
    Vgl. FTL, 83, Z. 9ff., insbes.: “Schließlich treten doch alle Formen von Gegenständen […] in der formalen Apophantik selbst auf, wie ja wesensmäßig Beschaffenheiten […] nur sind als in Urteilen auftretende.”Google Scholar
  22. 28).
    An anderer Stelle (FTL, 2. Abschnitt, S. 173) heißt es explizit: “Erfahrung ist die Urstiftung des Für-uns-seins von Gegenständen ihres gegenständlichen Sinnes.”Google Scholar
  23. 29).
    Es geht hier nicht um eine bereits fertige Disziplin, sondern um die Idee einer Wissenschaft, die man aus prinzipiellen Gründen “etablieren” können soll (Vgl. FTL, 145, Z. 9ff.).Google Scholar
  24. 30).
    Das Subjektive gehört nicht selbst zum objektiven Gebiet, steht aber mit ihm “in Wesenszusammenhang” (vgl. FTL, 2. Abschnitt, 181, Z. 15–18), indem es über die Objektivität dieses Gebietes, d.h. über das Gebiet als Gebiet befindet.Google Scholar
  25. 31).
    FTL, 162f.: “Die jeweiligen bildenden Denkprozesse sind zeitlich […] Nicht aber die im Denken gedachten Gedanken.”Google Scholar

Copyright information

© Kluwer Academic Publishers 1989

Authors and Affiliations

  • Reinald Klockenbusch
    • 1
  1. 1.Wiesbaden/MainzDeutschland

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