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Zusammenfassung

„[M]it einer Rohheit und Kraft, in der Paracelsus noch von keinem Reformator übertroffen, von einigen neueren kaum erreicht worden ist, erklärte er sich überall gegen die herrschende Humoralpathologie und gegen die daher geleiteten Behauptungen und Heilmethoden. Das wollte in einer Zeit wo die ganze medicinische Welt fest an ihrem Galen und an den vier Qualitäten hieng, viel sagen! Die ganze medicinische Gelehrsamkeit seiner Zeit, die so sehr in sinnlose Scholastik ausgeartet war, machte er verächtlich, und zeigte, daß Beobachtung der äußeren Einflüsse auf den Körper und ihrer Wirkung auf den selben, der einzige Weg sey, auf welchem man in der Medecin wahre Fortschritte machen könne. Damit war denn das alte System mächtig erschüttert; und wenn Paracelsus auch kein besseres an seine Stelle setzte, so war doch schon viel dadurch gewonnen, daß er die Autorität der herkömmlichen Lehre angriff, und wenigstens durch ein bisher unerhörtes Beispiel bewies, daß man an Dingen zweifeln könne, die Jahrhunderte lang als ausgemachte Wahrheiten gegolten hatten.“1

Mit diesen Zeilen beschreibt August Friedrich Hecker (1763–1811) die Paracelsus (1493/94–1541) zugeschriebene Bedeutung für die Entwicklung der Medizin in seinem medizinhistorischen Werk Die Heilkunst auf ihren Wegen zur Gewissheit oder die Theorien, Systeme und Heilmethoden der Aerzte seit Hippokrates bis auf unsere Zeiten.2

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© Centaurus Verlag & Media UG 2012

Authors and Affiliations

  • Natalia Bachour
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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