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Traditionelle Finanzintermediation und Ihre Regulierung

  • Felix A. Zimmermann
Part of the Schriften zur Geldtheorie und Geldpolitik book series (SCHGG)

Zusammenfassung

Kennzeichen einer arbeitsteiligen Wirtschaft ist es, daß die Entstehung und die Verwendung von Einkommen nicht notwendigerweise zeitgleich erfolgt. Vielmehr ist zu beobachten, daß eine zeitliche Diskrepanz zwischen beiden Ereignissen existiert. Bei Haushalten ist dies zum Beispiel dann der Fall, wenn sie durch Konsumverzicht Ersparnisse schaffen, von deren Verwendung sie sich in der Zukunft einen höheren Nutzen versprechen als in der Gegenwart. Dagegen ist es für Unternehmen typisch, daß sie im Rahmen ihrer Invesritionstärigkeit auf Kredite angewiesen sind, da die Produktion von Gütern zur Erzielung von Einkommen eine vorherige Bindung von Finanzmitteln notwendig macht. Im Ergebnis stehen sich damit ein Anlagebedarf der Wirtschaftseinheiten, bei denen die Einzahlungen die Auszahlungen in einer Periode übersteigen (Geldgeber), und ein Finanzierungsbedarf der Wirtschaftseinheiten, bei denen die Auszahlungen die Einzahlungen übersteigen (Geldnehmer), in einer Volkswirtschaft gegenüber.1

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Anmerkungen

  1. 41.
    Vgl. aaaa Coase (1937), S. 336. Die Bedeutung dieser Erkenntnis wird bei der Vorstellung deutlich, welche Konsequenzen kostenneutrale Transaktionsmöglichkeiten bewirken würden. Alle Vereinbarungen könnten von den Vertragspartnern so lange ausgehandelt werden, bis alle Seiten zufriedengestellt sind. In der Folge gäbe es dann auch kein Organisationsproblem bei der Koordinierung wirtschaftlicher Aktivitäten.Google Scholar
  2. Vgl. aaa Picot (1982), S. 270. 42 Der Versuch, den Begriff Transaktionskosten zu umschreiben, ist häufig vorgenommen worden: Arrow umschreibt die Transaktionkosten in einer sehr weiten Form als “Betriebskosten des Wirtschaftssystems”,Google Scholar
  3. vgl. aaaa Arrow (1969), S. 48. Williamson bezeichnet Transaktionskosten als “Kosten für Entwurf, Verhandlung und Absicherung einer Vereinbarung”. Dabei differenziert er zwischen ex ante und ex post Transaktionskosten.Google Scholar
  4. Vgl. aaaa Williamson (1990), S. 22. Die hier verwendete Definition geht zurück auf Coase (1960), S. 15. Vereinzelt werden zu diesen Kosten der Anbahnung, Aushandlung und Kontrolle noch die Kosten der Anpassung hinzugefügt. Diese entstehen z.B. bei der Durchsetzung von Termin-, Qualitäts- oder Preisänderungen, die aufgrund von veränderten Bedingungen während der Laufzeit einer Vereinbarung nötig werden können.Google Scholar
  5. Vgl. Picot (1982), S. 270. 43 Vgl. aaaa Coase (1937), S. 338: “The most obvious cost of “orgaazrizing” production through the price mechanism is that of discovering what the relevant prices are.”Google Scholar
  6. 46.
    Vgl. aaaa Coase (1937), S. 392f. Will man diesen Vergleich der Kostenarten und -höhen durchfiihren, erfordert dies eine Operationalisierung oder gar Monetarisierung der Transaktions- und Organisationskosten. Dies bereitet jedoch erhebliche Schwierigkeiten, da diese Kostenarten aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung nicht mit einem Maßstab bewertbar sind. Insofern muß im Zusammenhang mit den genannten Kostenarten der geläufige Kostenbegriff, der in der Regel in Geldeinheiten bewertet wird, erweitert werden. Dazu bietet sich im Rahmen des Vergleichs der Höhe von Transaktions- und Organisationskosten das ordinale Meßkonzept an, welches im folgenden auch angewendet wirdGoogle Scholar
  7. 83.
    Williamson umschreibt den Ort der Unternehmung auch als Beherrschungs- und Überwachungssytem. Vgl. aaaa Williamson (1979), S. 233ff.Google Scholar
  8. 88.
    Vgl. zur Übertragung des Problems asymmetrischer Infonnationen auf den Finanzmarkt auch: aaaa Zimmer (1993), S. 87.Google Scholar
  9. 93.
    Die Frage, welcher Teil der Gesamtaufgabe unternehmensintem und welcher unternehmensextern abzuwickeln ist, kann auch als Problem der Bestimmung des effizienten, horizontalen und vertikalen Integrationsgrades aufgefaßt werden. Vgl. aaaa Picot (1982)S.275.Google Scholar
  10. 124.
    Vgl. aaaa Reishauer/aaaa Kleinhans (1991), § 1. Danach sind Bankgeschäfte, die innerhalb einer Rechtseinheit abgeschlossen werden, keine Bankgeschäfte im Sinne des KWG, da es sich hierbei um eine Eigenbedarfsdeckung handelt.Google Scholar
  11. 189.
    Vgl. aaaa Francke (1985), S. 509. Es ist hervorzuheben, daß die Deutsche Bundesbank mit ihrer Geldpolitik tatsächlich eine mittelfristige Politik betreibt, da sie de facto nicht in der Lage wäre, auf kurzfristige Entwicklungen sofort angemessen, wirkungsvoll und ohne große Irrtumsgefahr zu reagieren.Google Scholar

Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 1996

Authors and Affiliations

  • Felix A. Zimmermann

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