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Geschichte Südosteuropas bis zum 20. Jahrhunderts

  • Rosi Krenn
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Part of the Frauen · Gesellschaft · Kritik book series (FGK)

Zusammenfassung

Bis ins 19. Jahrhundert veränderte sich der Grenzverlauf zwischen Habsburgerreich und Osmanischen Reich signifikant, um die Mitte des 14. Jahrhunderts begann die Osmanisierung Südosteuropas, 1878 wurde Rumänien, Montenegro und Serbien ihre volle Unabhängigkeit zugestanden, Bosnien-Herzegowina unter habsburgische Verwaltung gestellt und Bulgarien ein autonomer Status zugesichert, diese Grenzziehung bedingte eine Zivilisationsgrenze zwischen Christentum und Islam, die die zwei Hälften Südosteuropas unterschiedlich geprägt hat. Die Zentren lagen außerhalb oder am Rande Südosteuropas, es waren Wien und Istanbul, eine Zeitspanne hinweg Venedig und ab dem beginnenden 19. Jahrhundert Russland. (vgl. Kaser, Karl: 1999, 9f) Im Verlauf des 16. Jahrhunderts stieg das nordwestliche Europa zum Zentrum der kapitalistischen Wirtschaft auf, in Südost- und Osteuropa begannen sich hingegen die Feudalstrukturen zu vertiefen, damit geriet Südosteuropa an die Peripherie der kapitalistischen Weltwirtschaft und entwickelte sich ökonomisch weniger rasch als das Zentrum im Norden, zwischen 16. und 18. Jahrhundert verlor das Osmanische Reich den Charakter einer eigenen Weltwirtschaft, wurde als Peripheriegebiet in die europäische Weltwirtschaft einbezogen, und entwickelte sich zur rohstoffproduzierenden Region für die Märkte des europäischen Zentrums. (vgl. ebenda: 11ff) „Man könnte insgesamt festhalten, daß sich die makropolitischen und makroökonomischen Entwicklungen gerade an den Peripherien zumeist in ihren negativen Auswirkungen manifestieren: Migrationen, Phänomene der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, krasse soziale Ungerechtigkeiten.“

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  • Rosi Krenn

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