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Exemplarisch: Das „weibliche Arbeitsvermögen“. Zur Entwicklung eines Konzeptes und seiner Bedeutung

  • Petra Küchler
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Part of the Aktuelle Frauenforschung book series (AFG)

Zusammenfassung

Mit der These vom „weiblichen Arbeitsvermögen” wird der Versuch unternommen, sich gegen die biologisch determinierte Zuweisung geschlechtsspezifischer Eigenschaften und Verhaltensweisen zu wenden. Insofern geht das Konzept von einer gender-Perspektive aus, auch wenn Beck-Gernsheim und Ostner es nicht explizit so benannt haben. Neben der zentralen Bedeutung des geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktes (s.u.) ist für das Konzept von Beck-Gernsheim und Ostner der Begriff der Sozialisation von Wichtigkeit. Sozialisation wird begriffen als „historisch-soziokultureller Formungsprozeß” (Brück u.a. 1992, S. 73), durch den weibliche Kinder zu Frauen und männliche Kinder zu Männern werden. Hierunter lassen sich alle Erziehungsprozesse subsumieren:

„Sozialisation meint mehr als der klassische pädagogische Begriff der ‘Erziehung’… . (…) Vielmehr schließt Sozialisation den Vorgang der Erziehung mit ein und umfaßt darüber hinaus auch jene ungeplanten, aber persönlichkeitsprägenden Lernvorgänge, die sowohl das Kleinkind wie auch später noch der Erwachsene durch eigene Erfahrungen machen kann.” (Henecka 1985, S. 66.)

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© Centaurus Verlag & Media UG 2001

Authors and Affiliations

  • Petra Küchler
    • 1
  1. 1.Fachbereich Soziale DiensteBerufsakademie ThüringenDeutschland

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