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Shakespeare’s Sisters: Women’s Studies and English Literature

  • Helen Wilcox
Chapter
Part of the Aktuelle Frauenforschung book series (AFG)

Keywords

Literary History Early Modern Period Woman Writer Stage Revival Male Writer 
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Zusammenfassung

Dieser Artikel wurde von einer Literaturexpertin verfaßt, richtet sich jedoch an Nicht-SpezialistInnen und stellt eine Reihe von Fragen, die sich auf die Konsequenzen von Women’s Studies für die Literaturwissenschaft beziehen. Der Artikel besteht aus drei Teilen. Im ersten werden einige allgemeine Aspekte der Beziehung zwischen Women’s Studies und dem Studium von literarischen Texten untersucht. Bedroht der Aufstieg von Women’s Studies die Autonomie etablierter Fächer wie der klassischen oder modernen Literaturwissenschaft? Falls ja, sollte das als positives Zeichen interpretiert werden?

Bedeutet der multidisziplinäre Charakter von Women’s Studies, daß ältere Einzeldisziplinen aus feministischer Sicht nicht mehr lebensfähig erscheinen oder kann innerhalb bestehender Fachgebiete konstruktiv gearbeitet werden? Wie kann die Spannung zwischen notwendiger Opposition und der Versuchung, sich zu integrieren, kreativ gestaltet werden?

Im zweiten und dritten Teil meines Vortrages geht es um spezifische Fragen der Vermittlung und Erforschung englischer Literatur aus der Perspektive von Women’s Studies. Schwerpunkt ist hierbei die bekannteste Periode der englischen Literaturgeschichte: das Zeitalter Shakespeares.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Bedeutung, die das Studium der frühen englischen Schriftstellerinnen, also “Shakespeares Schwestern” (ein Ausdruck, der von Virginia Woolf geprägt wurde) für Women’s Studies hat. Worüber schrieben Frauen in England während der Renaissance und warum haben wir erst vor so kurzer Zeit von den Werken z.B. Aemelia Lanyers erfahren? Wie kann die Erforschung des Lebens dieser Frauen, ihrer Sprache, ihrer Werke, ihrer Leserschaft eine Rolle in den Women’s Studies des 20. Jahrhunderts spielen?

Im dritten Teil wird dieses Thema aus der entgegengesetzten Perspektive beleuchtet: Welche Bedeutung können Women’s Studies für das Studium der Werke Shakespeares und seiner Zeitgenossen haben? Wie haben die Inhalte von Women’s Studies das traditionelle Bild der Literaturgeschichte und die Methoden der Literaturforschung verändert? Wie sollten Shakespeares Stücke selbst im Lichte von Women’s Studies gelesen, vermittelt und aufgeführt werden?

Ziel dieses Artikels ist es nicht, klare oder detaillierte Antworten auf diese wichtigen Fragen zu liefern, sondern das Potential aufzuzeigen, das für beide Fächer aus der beginnenden Beziehung zwischen Women’s Studies und englischer Literaturwissenschaft erwächst.

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Notes

  1. 1.
    Joanna Russ, How to Suppress Women Writers, Austin: University of Texas Press, 1983.Google Scholar
  2. 2.
    Virginia Woolf, A Room of One’s Own, London: Hogarth Press, 1929.Google Scholar
  3. 3.
    A fine examination of, and challenge to, this mode of thinking about women and writing is to be found in Susan Gubar, ’“The Blank Page” and the Issues of Female Creativity’, in Elaine Showalter, ed., The New Feminist Criticism, London: Virago, 1986, pp. 292–313.Google Scholar
  4. 4.
    See Germaine Greer, Jeslyn Medoff, Melinda Sansone and Susan Hastings, eds., Kissing the Rod: An Anthology of 17th Century Women’s Verse, London: Virago, 1988.Google Scholar
  5. 5.
    For further reading, see, for example, Elaine V. Beilin, Redeeming Eve: Women Writers of the English Renaissance, Princeton: Princeton University Press, 1987, or Barbara K. Lewalski in Silent But For the Word, ed. Margaret P. Hannay, Kent State, 1985.Google Scholar
  6. 6.
    William Shakespeare, Macbeth, I.v.38,41, in Complete Works, ed. Peter Alexander, London: Collins, 1951.Google Scholar

Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 1994

Authors and Affiliations

  • Helen Wilcox

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