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Language Theory and Curriculum Revision

  • K Edgington
Chapter
Part of the Aktuelle Frauenforschung book series (AFG)

Keywords

Female Athlete Sexual Object Language Practice Lightning Flash Plural Pronoun 
These keywords were added by machine and not by the authors. This process is experimental and the keywords may be updated as the learning algorithm improves.

Zusammenfassung

Als ich an der Towson State University an einem Leitfaden zur Revision des Curriculums mitarbeitete, wurde mir klar, daß die moderne Sprachtheorie und die feministische Sprachwissenschaft als interdisziplinäre Werkzeuge verstanden werden können, um Fragen wie ‘Was unterrichten wir?’ und ‘Wie unterrichten wir?’ zu beantworten.

Theoretikerinnen gehen davon aus, daß Sprache nicht Realität widerspiegelt, sondern Ideologie. In wissenschaftlichen Disziplinen und im Berufsleben dominiert die Ideologie des Patriarchats, die vor allem weiß, männlich und heterosexuell ist. Sprachtheorie kann Lehrenden helfen, zu erkennen, daß unsere Kategorien des Studiums, der historischen Periodisierung oder des künstlerischen Stils linguistische Konstruktionen sind, die Erfahrungen und Kultur einer weitgehend privilegierten, elitären Klasse widerspiegeln — einer Klasse, die im allgemeinen Frauen ausgeschlossen hat. Diese Kategorien haben nicht notwendigerweise eine autonome Existenz, sie sind erfunden worden.

In vergleichbarer Weise belegen feministische Studien über Sprachanwendung, daß sowohl syntaktisch als auch semantisch die englische Sprache das Männliche zur Norm erhebt, während sie das Weibliche abwertet und falsche, stereotype Vorstellungen von Geschlechterrollen fördert. Die Anwendung männlicher Pronomen, wenn die Bezugsperson weiblich sein könnte, “-man” als Suffix von Nomen zur Bezeichnung von Macht- oder Fachpositionen, “man” als Begriff für die menschliche Rasse, Pejorationen zur Bezeichnung von Frauen, nichtparallele Beschreibungen sowie die idiomatische Segregation der Geschlechter, all dies zielt in Kombination darauf ab, Frauen von der Menschheit auszuschließen und ihre Leistungen herabzusetzen oder zu ignorieren. Verbale Kommunikation reflektiert ähnliche Praktiken.

Die Veränderung von Sprache hat sich als schwierig erwiesen. Obwohl zahlreiche amerikanische Lehrbuchherausgeber inzwischen Leitfäden zur nicht-sexistischen Sprachanwendung benutzen, werden männliche Formen immer noch im gesamten Bildungssystem als korrekt vermittelt. Presse und Fernsehen waren nur sehr zögerlich bereit, die einfachsten Regeln nicht-sexistischen Sprachgebrauchs zu befolgen. Die subtilen, strukturellen Vorurteile und die durchgängige nicht-parallele Anwendung erschweren es all denen, die nicht speziell dafür ausgebildet sind, das Problem überhaupt zu erkennen.

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© Centaurus Verlag & Media UG 1994

Authors and Affiliations

  • K Edgington

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