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Das Berliner Modell und seine Entstehungsbedingungen

  • Gabriele Bindel Kögel
  • Manfred Heßler
Chapter
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Part of the Hamburger Studien zur Kriminologie book series (HSK, volume 26)

Zusammenfassung

Die Berliner Praxis der Vermeidung von U-Haft in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe unterscheidet sich von der Praxis afler anderen Bundesländer und Großstadte55 durch das Zusammenwirken verschiedener Bedingungen. Es besteht ein zentrales Bereitschaftsgericht, an dem alle haflrichterlichen Prufungen für Berlin stattfinden. Die Jugendgerichtshilfe hat eigene Räuralicnkeiten vor Ort und 1st parallel zum Bereitschaftsgericht nachmittags, abends und am Wochenende tätig. Wenn Jugendliche und Heranwachsende richterlich vorgeführt werden, wird die Jugendgerichtshilfe grundsätzlich vom Haftrichter zur Haftentscheidung hinzugezogen. Zwei Träger der Jugendhilfe sind bereit, unter Beriicksichtigung einiger weniger Ausschlußkriterien56, Jugendliche, die von einem Haftbefehl bedroht sind, sofort abzuholen und stationär in offenen Einrichtungen zu betreuen. Über die Aufhahmekriterien der Einrichtungen ist die Jugendgerichtshilfe informiert. Mit der Schaffung solch organisatorischer Voraussetzungen konnten gängige Blockaden der U-Haftvermeidung abgebaut werden und es bestanden bzw. bestehen damit auch alle notwendigen Voraussetzungen zur unmittelbaren Vermeidung von U-Haft. Deren Umsetzung ist dariiber hinaus jedoch auch mit spezifischen lokalen Bedingunggen verknüpft.

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© Centaurus Verlag & Media UG 2003

Authors and Affiliations

  • Gabriele Bindel Kögel
  • Manfred Heßler

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