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Zwei Exkurse

  • Karin Dollhausen
Part of the Soziologische Studien book series (SST)

Zusammenfassung

Die übliche Konzeptualisierung von Kommunikation im alltagsweltlichen wie im wissenschaftlichen Bereich zeigt Kommunikation als zeichenvermitteltes Handeln von Akteuren mit dem Ziel der Verständigung83. Das Handeln ist ein Mitteilen, d.h. es werden Botschaften gesendet und empfangen, ver- und entschlüsselt. Der Stoff, aus dem die Botschaften gefertigt sind, ist das eindeutige, iterative und allgemeine Zeichen84. In diesem Bild von Kommunikation muß man, will man über Kommunikation reden, über die Akteure, über den im Zeichen fixierten Sinn und über das, was zwischen den Akteuren passiert, reden. Der klassische Schlüssel zum Verständnis von Kommunikation lautet hier: ‘Who says what in which channel to whom with what effect?’ (Laswell 1948, 37)85. Im Rahmen dieses Bildes von Kommunikation ist der Akt der Mitteilung im Raum zwischen Kommunikator und Rezipient lokalisiert; es gilt diesen Zwischen-Raum zu überbrücken und der Brückenschlag wird in den Metaphern der Übertragung und des Austausches gedacht86. Dieses verbreitete Kommunikationsmodell, das “Kommunikation als Transport von wie auch immer gearteter Materie von einem Raumzeitpunkt zu einem anderen Raumzeitpunkt” (Merten 1977, 43) begreift, ist insbesondere in der mathematischen Informationstheorie ausgearbeitet worden (vgl. Shannon/Weaver 1949) und kann als allgemeines Leitbild von Kommunikation gelten. Von sozialwissenschaftlicher Seite wird dieses Kommunikationskonzept weiterhin eingebunden in eine Theorie gesellschaftlicher Herrschafts- und Machtverhältnisse.

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© Centaurus Verlag & Media UG 1997

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  • Karin Dollhausen

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