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Zusammenfassung

Im englischen Strafrecht wird bei der Begehung einer Straftat zwischen „Unrechtstatbestand“ (actus reus) und „Unrechtsbewußtsein“ (mens rea) unterschieden. Der „Unrechtstatbestand“ (actus reus) umfaßt das objektive Geschehen der Tat, also die Tathandlung am entsprechenden Tatobjekt sowie die sonstigen objektiv notwendigen Umstände und Merkmale einschließlich des nötigen Erfolges1309. Demgegenüber fallen unter den Begriff des „Unrechtsbewußtseins“ (mens rea) die subjektiven Anforderungen an die Strafbarkeit: Die englischen Autoren formulieren, daß das „Unrechtsbewußtsein“ (mens rea) das „mentale Element“ der Straftat sei bzw. das „Bewußtsein“ (state of mind) des Täters umschreibe1310. Darunter fallen neben den Vorsatzerfordernissen eines Tatbestandes zum Teil auch Umstände, die in Deutschland die Schuld des Täters betreffen. Neben diesen beiden Hauptelementen der Straftat ist für eine Strafbarkeit des Täters Voraussetzung, daß diesem keine „Verteidigung“ in der Form einer sogenannten defence zur Seite steht. Darunter fallen die Strafausschließungsgründe, die in Deutschland Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründe sind. Diesbezüglich besteht in England aber keine Einigkeit darüber, ob diese neben den beiden Elementen des „Unrechtstatbestandes“ (actus reus) und des „Unrechtsbewußtseins“ (mens rea) grundsätzlich ein drittes Element darstellen oder ob sie zum „Unrechtstatbestand“ (actus reus) oder zum „Unrechtsbewußtsein“ (mens rea) gehören, so daß bei Vorliegen einer „Verteidigung“ diese Elemente entfallen1311.

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© Centaurus Verlag & Media UG 2002

Authors and Affiliations

  • Henrike Stein
    • 1
  1. 1.Amtsgericht KrefeldDeutschland

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