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Weitere Einflußfaktoren einer Aufwertung

  • Robert Kecskes
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Part of the Soziologische Studien book series (SST)

Zusammenfassung

Wir haben gesehen, daß Aufwertungsprozesse aufgrund einer veränderten Nachfrage zwar wahrscheinlich sind, der Prozeßverlauf jedoch relativ langsam vonstatten gehen wird, da die geringen Auszugswahrscheinlichkeiten der sozial schwächeren und älteren Bevölkerungsgruppen die Konsequenz haben, daß die Pioniere und die Gentrifier sich zu einem großen Teil selbst austauschen. Es ist auch wenig wahrscheinlich, daß die Jungen, Gesetzten und Alten bei einem vermehrten Zuzug junger und einkommensstarker Haushalte ausziehen werden, weil ihnen die soziale Zusammensetzung der Bewohnerschaft nicht mehr gefallt. Wie gezeigt werden konnte, stehen sie dem Zuzug dieser Gruppen sehr aufgeschlossen gegenüber. Ganz im Gegenteil, man könnte sogar annehmen, die schon sehr niedrigen Auszugswahrscheinlichkeiten würden weiter abnehmen, bedeutet doch für die einkommensschwächeren Gruppen eine Aufwertung ihres Wohngebietes durch den Zuzug einkommensstarker Haushalte einen Statusgewinn, denn ihre ‘Wohnadresse’ erlangt ein höheres Ansehen. Um von einer über eine normale Rate des Wandels hinausgehende Aufwertung sprechen zu können, muß es also zusätzliche Einflußfaktoren geben, die den Prozeß beschleunigen. Es liegt nahe, als erstes nach der Rolle weiterer Akteure im Interdependenzsystem zu fragen. Damit sind die Anbieter von Wohnungen angesprochen. Betrachten wir also ihre Möglichkeiten, in den Prozeß einzugreifen und die Wahrscheinlichkeit, mit der sie bestimmte aufwertungsfördernde Maßnahmen ergreifen.

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© Centaurus Verlag & Media UG 1997

Authors and Affiliations

  • Robert Kecskes

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