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Zusammenfassung

In den 70er und 80er Jahren des 18. Jahrhunderts geht der deutschsprachige Moraljournalismus seinem Ende entgegen. Das Genre, das aus England auf den Kontinent gekommen war, hatte in seinem Erfolgszug durch die deutschsprachigen Länder seine angelsächsischen Vorläufer bei weitem übertroffen. Die Moralischen Wochenschriften haben Mediengeschichte gemacht und die Entwicklung der nachfolgenden Publikationsformen geprägt. Die englischen “moral weeklies”, schon der Name macht es deutlich, waren die direkten Vorläufer der Moralischen Wochenschriften und gelten weithin als ihre einzigen Ursprünge. Die Vorstellung jedoch, daß die “moral weeklies” im deutschsprachigen Kulturraum gleichsam in ein mediengeschichtliches Vakuum stießen, spiegelt sich in der Medien- und Literaturentwicklung nicht wider. Als 1713 der Hamburger vernünfftler den Auftakt zum deutschsprachigen Moraljournalismus machte, konnte das neue Genre bereits auf Ansätze in der deutschsprachigen Medien- und Literaturlandschaft zurückgreifen: Die Popularisierung gelehrter Inhalte, die Ablehnung des Lateinischen zugunsten des Deutschen als Publikumssprache und schließlich die ganzheitliche Lebensberatung waren Zielvorstellungen, die im deutschen Kulturraum bereits in den Vorläufern des Moraljournalismus zu finden waren und ohne die die rasche Ausbreitung der Moralischen Wochenschriften kaum denkbar gewesen wäre.

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Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 1995

Authors and Affiliations

  • Elke Maar

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