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Das neu entdeckte Lesepublikum: Die zur Bildung unterhaltenen Leserinnen

  • Elke Maar
Part of the Bochumer Frühneuzeitstudien book series (BFS)

Zusammenfassung

Die Bildung ihrer Leserinnen war den Moralischen Wochenschriften ein Grundanliegen, das in allen Blättern betont wird. Hier unterscheiden sich die frühen Veröffentlichungen der 20er und 30er Jahre nicht von denen der zweiten Jahrhunderthälfte, und die Moralblätter der Habsburger Monarchie übernehmen das Anliegen von ihren Vorläufern aus der Hallenser Periode. Während in den Darstellungen zu den Themen aus Religion und Politik deutliche Differenzierungen zwischen den Ausführungen der pietistisch geprägten Magazine und jenen des Josephinismus erkennbar sind, ist die eingeschlagene Linie in der Frage, welchen Zugang die Moraljournalisten zu ihrem weiblichen Publikum wählen, weitgehend homogen. Dabei behalten alle Blätter ihren fortschrittlichen Impetus besonders im Hinblick auf einen Aspekt bei: Die Privatsphäre als Thema journalistischer Diskussion bleibt in allen Moralischen Wochenschriften ein Feld, das die Autoren in ihrem Genre erstmals in den Mittelpunkt einer öffentlichen Betrachtung rücken. Dieser innovative Programmpunkt der Moralischen Wochenschriften findet in der Literatur kaum besondere Beachtung, lediglich Robert Herrmann widmet diesem Aspekt ein eigenes Kapitel in seiner Arbeit über Wiener Moralblätter.1

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© Centaurus Verlag & Media UG 1995

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  • Elke Maar

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