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Thomas Morus’ „Utopia“ — Anfang vom Ende des utopischen Denkens?

  • Leo Kreutzer
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Part of the Transatlantik, Afrika · Lateinamerika book series (TAL)

Zusammenfassung

Kommt man gegenwärtig mit dem 1516 erschienenen „wahrhaft goldenen Büchlein von der besten Staatsverfassung und von der neuen Insel Utopia“ daher, dann scheint das nichts anderes bedeuten zu können, als daß man vom Ende einer halbtausendjährigen Tradition auf deren Anfang zurückblicken möchte. Thomas Morus hat mit seiner phantasievollen Reaktion auf die europäische Entdeckung Amerikas das neuzeitliche politische Hoffnungsdenken begründet. Er hat dieses Denken mit dem von ihm erfundenen Namen für die in die Neue Welt projizierte Trauminsel ein für allemal auf den Begriff gebracht. Aber erklärt nicht das jetzt allenthalben verkündete Ende eines „utopischen Denkens“ auch das „erste neuere Gemälde demokratisch-kommunistischer Wunschträume“, als das Ernst Bloch die „Utopia“ gefeiert hat,1 zu einer definitiv vergangenen Zukunft?

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Anmerkungen

  1. 1.
    Ernst Bloch. Freiheit und Ordnung. Abriß der Sozialutopien. Mit Quellentexten. Reinbek 1969. S.61Google Scholar
  2. 2.
    Norbert Elias. Thomas Morus’ Staatskritik. Mit Überlegungen zum Begriff Utopie. In: Wilhelm Voßkamp (Hg.). Utopieforschung. Interdisziplinäre Studien zur neuzeitlichen Utopie. Stuttgart 1982. Bd. 2. S. 103Google Scholar
  3. 5.
    Vgl. zum folgenden Jack H. Hexter. Einleitung zu: The Complete Works of St. Thomas More. Vol.4: Utopia, ed. by E. Surtz and J.H. Hexter. New Haven/London 1965Google Scholar
  4. 7.
    Michail Bachtin. Die Ästhetik des Wortes. Hg. v. Rainer Grübel. Frankfurt a.M. 1979. S. 205Google Scholar
  5. 11.
    Vgl. dazu: T.S. Dorsch, Sir Thomas Morus und Lukian. Eine Interpretation der Utopia. In: Englische Literatur von Thomas Morus bis Laurence Sterne. Interpretationen Bd. VII, hg. v. Willi Erzgräber. Frankfurt a.M. 1970. S. 16ff.Google Scholar

Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 1996

Authors and Affiliations

  • Leo Kreutzer

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