Computer Related Occupational Deviance

Auszug

Bei der Rekonstruktion des Mehr-Ebenen-Modells wurde im zweiten Kapitel das zu erklärende Makrophänomen auf den Bereich der unternehmensschädigenden Handlungen eigener Mitarbeiter (Occupational Crime) beschränkt. Für sich genommen beschreibt Occupational Crime jedoch keine ausreichend homogene Deliktkategorie, wenn das Ziel in einer gehaltvollen Erklärung der Ursachen und Entstehungsbedingungen besteht.1 Demzufolge bietet es sich an, eine weitere Eingrenzung des Gegenstandsbereichs über den Kontext vorzunehmen, in dem sich heutzutage ein Großteil devianter Handlungen abspielt. Im dritten Kapitel wurde in diesem Zusammenhang gezeigt, dass infolge der stetig ansteigenden Durchdringung unserer Lebenssphären mit Informations- und Kommunikationstechnologien seit den siebziger Jahren ein immer größer werdender Anteil delinquenter Verhaltensweisen einen Bezug zur EDV aufweist. Dieser neu entstandene Handlungskontext strukturiert den Rahmen, innerhalb dessen der Täter agieren kann, und gibt bezogen auf das zugrunde gelegte Akteursmodell Motive, Gelegenheiten, Methoden sowie Rationalisierungsmöglichkeiten vor. Verschiedenartige organisatorisch, technisch und menschlich bedingte Schwachstellen, die einen direkten Bezug zu Informations- und Telekommunikationssystemen aufweisen, bieten dem im Umgang mit neuen Technologien versierten Mitarbeiter zahlreiche Gelegenheiten für unternehmensschädigendes Fehlverhalten.

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© Deutscher Universitäts-Verlag | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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