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Wirtschaftskriminalität

Auszug

Mit der Rekonstruktion des Mehr-Ebenen-Modells zur Erklärung von CROD wird in diesem Kapitel begonnen. Auf der Mesoebene, in deren Mittelpunkt soziale Gebilde und damit Individuen als Mitglieder eines sozialen Kontextes stehen, wird der Fokus auf Wirtschaftsunternehmen gerichtet. Unter einer Unternehmung wird dabei im Weiteren ein „wirtschaftlichrechtlich organisiertes Gebilde (verstanden), in dem auf nachhaltig ertragbringende Leistung gezielt wird“.1 Den Schwerpunkt stellt in der logischen Folge die Beschäftigung mit einer speziellen Form devianten Verhaltens dar, das auf der Makroebene als Wirtschaftskriminalität wahrgenommen wird. Diese umfasst im weitesten Sinne alle sozial schädlichen Verhaltensweisen im Wirtschaftsleben. Ein Verständnis dieser Kriminalitätsform setzt im ersten Schritt (Kapitel 2.1) eine Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Hintergründen voraus. Anschließend (Kapitel 2.2) werden spezifische tat und täterbezogene Merkmale sowie Möglichkeiten der Rationalisierung wirtschaftskrimineller Handlungen bei der Entstehung von Verbrechen erläutert. Bedingt durch die Verschiedenartigkeit der unter dem Begriff der Wirtschaftskriminalität subsumierten Bedeutungsinhalte erfolgt im dritten Schritt (Kapitel 2.3) eine exaktere Eingrenzung auf ‚Occupational Crime‘ als einer ihrer wesentlichen Hauptformen und eine Veranschaulichung der bei ihrer Emergenz als Makrophänomen wirksamen Transformationsregeln auf den vorgelagerten Ebenen des Erklärungsmodells. Abschließend (Kapitel 2.4) wird die gesellschaftliche Relevanz der Kriminalitätsform beschrieben.

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© Deutscher Universitäts-Verlag | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007

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