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Theoretische und empirische Aspekte zum earnings management

Auszug

Die Agency-Theorie beschäftigt sich mit der Analyse und Gestaltung von Vertragsbeziehungen zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragnehmer (Agent).17 Das Grundmodell einer Agency-Beziehung stellt sich regelmäßig wie folgt dar: Der Agent als Entscheidungsträger über die ihm anvertraute Ressource wählt eine Handlung aus seinem Aktionsraum, die sowohl den Nutzen des Agenten als auch den des Prinzipals beeinflusst. Der Prinzipal legt ex ante eine Vergütungsfunktion fest, welche an die vom Prinzipal ex post beobachteten Ergebnisse aus den Handlungen des Agenten anknüpft.18 Zwischen diesen beiden (begrenzt) rational und opportunistisch handelnden, nutzenmaximierenden Akteuren besteht in der Regel ein Zielkonflikt bzw. ein Konflikt divergierender Bedürfnisse.19 Als ursächlich für die Interessendivergenz wird zum einen die in den Grundmodellen angenommene Arbeitsaversion des Agenten angesehen, der z.B. durch Informationsbeschaffungsaktivitäten oder anderweitiges Tätigwerden Arbeitsleid bzw. Disnutzen erfährt.20 Zum anderen ist der Prinzipal im Wesentlichen am finanziellen Erfolg seiner Ressource (z.B. eine Investition bzw. ein Unternehmen) interessiert, während der Agent neben den finanziellen Aspekten noch nach weiteren nicht finanzielle Vorteile wie der Steigerung seiner Reputation sowie Karrierechancen und dem privaten Konsum von Ressourcen strebt.21 Zu diesen sog. fringe benefits zählt im Wesentlichen die Maximierung der organizational slack.22 Unterschiedliche Zeithorizonte der Beteiligten führen dazu, dass der Agent bei seinen gegenwärtigen Handlungen weniger Wert auf künftige Auswirkungen legt, da er künftig entweder nicht länger für den entsprechenden Prinzipal tätig ist oder er gegenwärtig für Verhandlungen über künftige Entlohnungen eine gute Diskussionsgrundlage benötigt.23

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References

  1. 17.
    Vgl. Jensen/ Meckling (Theory, 1976), S. 308; Spremann (Agent, 1987), S. 3; Levinthal (Agency, 1988), S. 155; Eischen (Agency-Theorie, 1991), S. 1004; Laux (Risiko, 1990), S. 11 bezeichnet den Prinzipal als „Instanz“ und den Agenten als „Entscheidungsträger“. Bei der normativen Agency-Theorie steht die Frage im Vordergrund, wie die Vertragsbeziehung zwischen dem Agenten und dem Prinzipal ausgestaltet sein sollte, damit der Agent im Interesse des Prinzipals handelt, wohingegen das zentrale Anliegen der positiven Agency-Theorie auf der Beschreibung und Erklärung von realen Vertragsbeziehungen liegt. Vgl. Jensen (Organization, 1983), S. 320. „An einer strengen Trennung von normativer und deskriptiver [bzw. positiver; Anm. d. Verf.] Theorie kann man … nicht mehr festhalten.“ Hax (Rationalität, 2003), S. 305. Vgl. auch Jensen (Organization, 1983), S. 335 der feststellt, dass ein Großteil der auf der normativen Theorie basierenden Literatur als Art und Weise einer positiven Theorie interpretiert werden kann.Google Scholar
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    Vgl. Arrow (Agency, 1985), S. 37.Google Scholar
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    Vgl. Holmström/ Ricart i Costa (Incentives, 1986), S. 837. Fringe benefits können als Sozialnutzen oder nicht-finanzielle Nebeneinkünfte wie z.B. luxuriöse Büroeinrichtungen und Dienstwagen bezeichnet werden. Vgl. Jensen/Meckling (Theory, 1976), S. 312 und Ewert (Agency-Probleme, 1986), S. 10.Google Scholar
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    Vgl. Lambert (Contracting, 2001), S. 6.Google Scholar
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    Vgl. Arrow (Agency, 1985), S. 38 und Lambert (Contracting, 2001), S. 8.Google Scholar
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    Vgl. Hartmann-Wendels (Principal-Agent-Theorie, 1989), S. 714.Google Scholar
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    Elschen (Shareholder Value, 1991), S. 210. So auch Levinthal (Agency, 1988), S. 156 mit der Feststellung, dass „shareholders cannot be sure if poor performance stems from bad management or bad luck.“Google Scholar
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    Vgl. Levinthal (Agency, 1988), S. 155; Elschen (Agency-Theorie, 1991), S. 1004.Google Scholar
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    Vgl. Spremann (Stakeholder-Ansatz, 1989), S. 743.Google Scholar
  13. 29.
    Vgl. Arrow (Agency, 1985), S. 39.Google Scholar
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    Vgl. Hartmann-Wendels (Principal-Agent-Theorie, 1989), S. 715; Eischen (Agency-Theorie, 1991), S. 1005.Google Scholar
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    Vgl. Jensen/ Meckling (Theory, 1976), S. 308. Neben den Anreizen und der Überwachung nennen Jensen/ Meckling die Hingabe einer Kaution oder Sanktionen des Agenten.Google Scholar
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  19. 35.
    Dies ist darin begründet, dass der Prinzipal sein persönliches Beteiligungsportfolio diversifizieren kann, während die Arbeitskraft des Agenten nicht in dieser Weise teilbar ist. Vgl. u.a. Eisenhardt (Agency, 1989), S. 60–61; Wenger/Knoll (Management-Anreize, 1999), S. 570.Google Scholar
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    Vgl. Eischen (Shareholder Value, 1991), S. 212. Je unsicherer das Ergebnis ist, desto eher bevorzugt der Agent verhaltensorientierte Anreize.Google Scholar
  21. 37.
    Asymmetrische Informationsverteilungen zwischen dem Prinzipal und dem Agenten, die bereits vor Vertragsabschluss bestehen und bei denen der „besser Informierte“ opportunistisches Verhalten aufweist, werden als Gefahr bzw. als Gefahr der Auswahl unerwünschter Vertragspartner bezeichnet. Vgl. Richter/ Furubotn (Institutionenökonomik, 1998), S. 165; Picot (Organisation, 1991), S. 152; Milgrom/Roberts (Economics, 1992), S. 149.Google Scholar
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    Vgl. Breid (Ansätze, 1995), S. 825; Spremann (Information, 1990), S. 566.Google Scholar
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    Vgl. Spremann (Information, 1990), S. 566; Picot (Organisation, 1991), S. 152.Google Scholar
  24. 41.
    So ist Opportunismus auch als Verfolgung des Eigeninteresses mit List und Tücke zu verstehen. Vgl. Schmidtchen (Analyse, 2001), S. 5 sowie Williamson (Trust, 1993), S. 458.Google Scholar
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  32. 49.
    Vgl. Baiman/ Lewis (Equivalence, 1989), S. 14. Der Laborversuch wurde zweimal mit 48 Probanden durchgeführt, die als Arbeitnehmer unter verschiedenen Arbeitgebern aufzutreten hatten. In der ersten Phase des Versuchs wurde die Validität des Probandenverhaltens mit den Annahmen des Agency-Modells geprüft. In dieser Phase bestand kein Anreiz zur falschen Berichterstattung. Erst in der zweiten Phase wurden monetäre Anreize zur falschen Berichterstattung induziert. Der in der zweiten Phase angebotene und nutzenmaximale Vertrag konnte nur auf Grund einer nicht wahrheitsgemäßen Berichterstattung erreicht werden. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass sowohl in Phase 1 als auch in Phase 2 ein nutzenmaximierender Vertrag ausgewählt wurde und damit ein möglicherweise auftretender Disnutzen einer falschen Berichterstattung die Optimierung des Probandenverhaltens nicht beeinflusste. Selbstverständlich ist kritisch anzumerken, dass die Probanden keinen realen Nutzenverlust bei aufgedeckter falscher Berichterstattung zu erleiden hatten und damit die Schwelle hierzu möglicherweise zu gering ermittelt wurde.Google Scholar
  33. 50.
    Vgl. Chow/ Cooper/ Waller (Budgeting, 1988), S. 120. Auch Chow/Cooper/Waller führten einen Laborversuch mit 40 Studenten durch. In diesem Experiment waren bestimmte Schriftsätze zu erfassen. In einer Trainingsphase wurde die Leistung der Probanden in der Gruppe der Informationsasymmetrien von diesen selbst und in der Gruppe der Informationssymmetrien von einem Mitarbeiter gemessen. In einem Treffen mit dem Manager wurden folgend Budgets der abzuarbeitenden Schriftsätze festgelegt. Dort hatten die Probanden einen angemessenen, zu ihrer Leistung passenden Vergütungsvertrag auszuwählen. In der Gruppe der Informationsasymmetrien wurden erhebliche Differenzen zwischen der erbrachten Leistung und dem festgelegten Budget festgestellt.Google Scholar
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    Vgl. Evans III/ Hannan/ Krishnan et al. (Reporting, 2001), S. 542. Das hier erwähnte und 10 mal wiederholte Laborexperiment wurde mit 28 Studenten durchgeführt, die die Rolle eines Managers einnahmen. Es wurde jeweils ein Budget vom Manager vorgegeben. Die Differenz der Budgetanfrage an die fiktive Zentrale und der tatsächlichen Produktionskosten konnte vom Manager unerkannt einbehalten werden und diente als Maß einer falschen Berichterstattung.Google Scholar
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    Vgl. Baiman/ Lewis (Equivalence, 1989), S. 14; Evans III/Hannan/Krishnan et al. (Reporting, 2001), S. 545.Google Scholar
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    Vgl. Evans III/ Hannan/ Krishnan et al. (Reporting, 2001), S. 554.Google Scholar
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    Vgl. Moxter (Grundsätze, 2003), S. 3–7. Zur Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Betrags auch Hommel/Berndt (Transformation, 2002), S. 92.Google Scholar
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    Vgl. Baetge/ Kirsch/ Thiele (Bilanzen, 2003), S. 93. Vgl. zum Wandel des Jahresabschlusses vom Instrument des Gläubigerschutzes zum umfassenden Informationsinstrument, Hommel (Fortschritte, 2001), S. 1207.Google Scholar
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    Vgl. Busse von Colbe (Informationsinstrument, 1993), S. 13–14 und Böcking (Verhältnis, 1998), S. 25.Google Scholar
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    Vgl. Böcking/ Sittmann-Haury (Auswirkungen, 2002), S. 183 zur Rechnungslegung als Element der Corporate Governance. Ähnlich auch Moxter (Jahresabschlussaufgaben, 1979), S. 141. Soll der Abschluss des Unternehmens seiner Schutzfunktion gerecht werden, „muß er ein den ‚ tatsächlichen Verhältnissen ‘entsprechendes Bild vermitteln; die[se] ‚Generalnorm ‘wird dann zur‚Zielnorm ‘“.Google Scholar
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    Vgl. Busse von Colbe (Informationsinstrument, 1993), S. 14.Google Scholar
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    Durch § 91 Abs. 1 AktG wird das öffentliche Interesse an der Pflicht zur Buchführung für alle Vorstandsmitglieder betont und muss deshalb als wesentliches Element der Corporate Governance für den Kapitalmarkt angesehen werden. Vgl. Hefermehl/ Spindler (Kommentar, 2004), § 91 AktG, Tz. 4–12.Google Scholar
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    Der Ersatzanspruch der Gesellschaft kann auch von den Gläubigern geltend gemacht werden, wenn der Vorstand „die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters gröblich verletzt“ hat (§ 93 Abs. 5 AktG). Eine unterlassene oder nicht ordnungsmäßige Buchführung fällt unter § 93 Abs. 5 AktG. Vgl. Hefermehl/ Spindler (Kommentar, 2004), § 93 AktG, Tz. 17.Google Scholar
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    Eine unrichtige Widergabe ist als Tat schon vollendet, wenn der Abschluss aufgestellt wurde und nicht erst mit dessen Vorlage an den Abschlussprüfer oder dessen Offenlegung. Vgl. Ruß (Kommentar, 2002), § 331 HGB, Tz. 2.Google Scholar
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    Die SEC legt eben diesen „average prudent investor“ zu Grunde. Vgl. Regulation S-X, Reg. § 210.1-02 (o). Das Handelsrecht unterstellt die Kenntnisse eines sachverständigen Abschlussadressaten (§ 238 Abs. 1 S. 2 HGB).Google Scholar
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    Vgl. Rutledge/ Karim (Self-interest, 1999), S. 174.Google Scholar
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    Vgl. Trueman (Managers, 1986), S. 54–55.Google Scholar
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    Eine mittelstrenge Informationseffizienz liegt dann vor, wenn „current prices ‚fully reflect ‘all obviously publicly available information“ Fama (Marktes, 1970), S. 404. Hierzu zählen insbesondere offengelegte Zahlen aus der Rechnungslegung. Vgl. Wagenhofer/Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 108, 134.Google Scholar
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    Nach Caneghem (Earnings, 2002), S. 174 werden Gewinne im Regelfall aufgerundet. Mit statistischer Signifikanz ließ sich feststellen, dass der Gewinn vor Steuern in der zweiten Stelle eine höhere (geringere) Anzahl an Nullen (Neunen) aufwies, als es nach Benford’s Law (eine Verteilungshypothese auftretender Ziffern) zu erwarten gewesen wäre. Ein Betrag von beispielsweise 10 Mio GE wirkt psychologisch wesentlich höher als ein Betrag von 9,8 Mio GE. Vgl. zu den kognitiven Referenzpunkten und zu weiteren Nachweisen Caneghem (Rounding, 2004), S. 771–772. Vgl. zur Methodik Quick/Wolz (Benford, 2003), S. 211 und Mochty (Benford, 2002), S. 725–728.Google Scholar
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    Vgl. Kahneman/ Tversky (Prospect, 1979), S. 277.Google Scholar
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    Vgl. Kahneman/ Tversky (Prospect, 1979), S. 279. Die Tatsache, Verluste höher als Gewinne zu werten, wird auch als loss aversion bezeichnet. Zuzüglich ist für die Empfindung der Stärke der loss aversion die Häufigkeit der auftretenden Verluste entscheidend. Siehe hierzu Tversky/ Kahneman (Aversion, 1991), S. 1039 und Kahneman/Knetsch/Thaler (Anomalies, 1991), S. 199.Google Scholar
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    Vgl. Tversky/ Kahneman (Aversion, 1991), S. 1045; Kahneman/Knetsch/Thaler (Anomalies, 1991), S. 199–200. Empirischen Schätzungen zu Folge werden Verluste doppelt so stark gewichtet wie Gewinne. Aus diesen Überlegungen resultiert eine Wertfunktion, die (durch Abweichungen vom Referenzpunkt definiert), einen konkaven Verlauf für Gewinne und einen konvexen Verlauf für Verluste aufweist und steiler für Verluste als für Gewinne verläuft (S-förmige Wertfunktion). Vgl. Kahneman/Tversky (Prospect, 1979), S. 279.Google Scholar
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    Vgl. Baiman/ Lewis (Equivalence, 1989), S. 1.Google Scholar
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    Vgl. Lambert (Contracting, 2001), S. 37.Google Scholar
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    Vgl. Eischen (Shareholder Value, 1991), S. 216 mit der Forderung, die Gestaltung von Anreizsystemen vollständig von den Konventionen der Rechnungslegung zu lösen. Ob eine solche Abkopplung möglich ist, erscheint zweifelhaft vor dem Hintergrund, da Rechnungslegungsnormen ausschließlich als Abbildungsnormen des realen betrieblichen Geschehens anzusehen sind.Google Scholar
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    Vgl. Wagenhofer/ Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 183.Google Scholar
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    Vgl. Dye (Earnings, 1988), S. 201–202.Google Scholar
  103. 123.
    Vgl. zum Verhältnis Abschlussprüfer/Aufsichtsrat, insbesondere auch zur Unterstützungsfunktion des Abschlussprüfers Böcking/ Orth (Kontrolle, 1999), S. 432–433. Teilweise wird kritisiert, dass der Aufsichtsrat auf Grund der Nähe des Abschlussprüfers zum Vorstand nicht ausreichend unterstützt würde. Vgl. hierzu Theisen (Unternehmensüberwachung, 2004), S. 484.Google Scholar
  104. 124.
    Böcking (Prüfungsausschuss, 2004), S. 572. Vgl. weiterhin zur Unternehmensüberwachung durch den Aufsichtsrat, Böcking/Dutzi (Aufsichtsratsvergütung, 2004), S. 393.Google Scholar
  105. 125.
    Vgl. Böcking (Prüfungsausschuss, 2004), S. 588. Zum Anlegerschutz durch einen Prüfungsausschuss vgl. Böcking/Dutzi/Müßig (Funktion, 2004), S. 433.Google Scholar
  106. 126.
    Vgl. Böcking/ Dutzi/ Müßig (Funktion, 2004), S. 436.Google Scholar
  107. 128.
    Baetge/ Thiele/ Matena (Prüfungsqualität, 2004), S. 205.Google Scholar
  108. 130.
    Vgl. Böcking/ Herold/ Wiederhold (Modernisierung, 2003), S. 404, die die Auffassung vertreten, dass durch Änderung der 4. und 7. EU-Richtlinie die Angabe dieser Information künftig durch den Vorstand zu erfolgen hat.Google Scholar
  109. 131.
    Hense/ Poullie (Bilanzkommentar, 2003), § 321 HGB, Rz. 61.Google Scholar
  110. 132.
    Pfitzer/ Oser/ Orth (TransPubG, 2002), S. 164.Google Scholar
  111. 133.
    Vgl. IDW (TransPuG, 2002), S. 151.Google Scholar
  112. 134.
    Vgl. Scheffler (Berichterstattung, 2002), S. 1298, der vom Interesse des Unternehmens spricht.Google Scholar
  113. 135.
    Vgl. hierzu auch Ewert (Beratung, 2003), S. 538 im Kontext zur Diskussion der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bei gleichzeitiger Erbringung von Beratungsleistungen. Nach § 318 Abs. 1 S. 1 HGB wird der Abschlussprüfer von den Gesellschaftern (Aktionären) gewählt. Vorschläge zur Beschlussfassung im Zusammenhang mit der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung sind dem Aufsichtsrat gem. § 124 Abs. 3 S. 1 AktG und den Aktionären (§ 127 AktG) vorbehalten. Bei Aktiengesellschaften erteilt der Aufsichtsrat gem. § 111 Abs. 2 S. 3 AktG dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag (nach der Wahl durch die Hauptversammlung).Google Scholar
  114. 136.
    Eine wirksame Unternehmensüberwachung durch den Prüfungsausschuss bedingt u.a. unabhängige Mitglieder. Vgl. Böcking (Prüfungsausschuss, 2004), S. 588.Google Scholar
  115. 137.
    Vgl. Klein (Audit, 2000), S. 7. Klein konnte einen negativen Zusammenhang zwischen der Unabhängigkeit des Boards und Gewinnmanipulation feststellen.Google Scholar
  116. 138.
    Vgl. hierzu die Untersuchung von DeZoort/ Salterio (Audit, 2001), S. 35,43 auch mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  117. 139.
    Modigliani/ Perotti (Markets, 2000), S. 84.Google Scholar
  118. 140.
    Die Bundesregierung definiert Enforcement als „Überwachung der Rechtmäßigkeit konkreter Unternehmensabschlüsse durch eine außerhalb des Unternehmens stehende, nicht mit dem gesetzlichen Abschlussprüfer (Wirtschaftsprüfer) identische unabhängige Stelle“; Bundesregierung (Maßnahmenkatalog, 2003), Abschnitt 6.Google Scholar
  119. 141.
    Vgl. Kiefer (Kapitalmarktregulierung, 2003), S. 22.Google Scholar
  120. 142.
    Böcking (Audit, 2003), S. 692.Google Scholar
  121. 143.
    Vgl. Böcking (Enforcement, 2004), S. 269 insbesondere zur Herausforderung bezüglich der Unabhängigkeit von „privaten“ Prüfern. Für eine behördliche Lösung spricht sich weiterhin der AKEU (Enforcement, 2002), S. 2173 aus. Positiver zu einer privaten Prüfstelle äußern sich HommelhofïMattheus (Enforcement, 2004), S. 100.Google Scholar
  122. 144.
    Mattheus/ Schwab (Rechtsschutz, 2004), S. 1976.Google Scholar
  123. 145.
    Vgl. Baetge/ Thiele/ Matena (Prüfungsqualität, 2004), S. 212 zur reaktiven Prüfung.Google Scholar
  124. 146.
    Vgl. Baetge/ Thiele/ Matena (Prüfungsqualität, 2004), S. 212–213 zu den Voraussetzung einer proaktiven Aufdeckung wie z.B. die Auswahl der Unternehmen durch Stichproben und die Intensität der Untersuchungen. Vgl. ebenfalls zur Forderung eines proaktiven Vorgehens Küting/Wohlgemuth (Enforcement, 2002), S. 276.Google Scholar
  125. 148.
    Vgl. Dechow/ Sloan/ Sweeney (Manipulation, 1996), S. 27.Google Scholar
  126. 149.
    Vgl. Feroz/ Park/ Pastena (SEC, 1991), S. 124.Google Scholar
  127. 150.
    Vgl. Pellens/ Detert/ Nölte et al. (Enforcement, 2004), S. 3.Google Scholar
  128. 151.
    Vgl. Aboody (Recognition, 1996), S. 30. Die Untersuchung erstreckte sich allerdings ausschließlich auf den US-amerikanischen Kapitalmarkt.Google Scholar
  129. 152.
    Vgl. Espahbodi/ Espahbodi/ Rezaee et al. (Stock, 2002), S. 366.Google Scholar
  130. 153.
    Vgl. Davis-Friday/ Folami/ Liu et al. (Relevance, 1999), S. 420.Google Scholar
  131. 154.
    Vgl. Barth/ Clinch/ Shibano (Market, 2003), S. 581–609 zur theoretischen Begründung unterschiedlicher Kapitalmarkteffekte bei recognition oder disclosure.Google Scholar
  132. 155.
    Vgl. Bowen/ DuCharme/ Shores (Claims, 1995), S. 261–262.Google Scholar
  133. 156.
    Scheffler (Bilanzpolitik, 2002), Sp. 186. Die Aussage von Scheffler ist dann zutreffend, wenn mit den allgemeinen Untemehmenszielen die vom Management verfolgten Ziele gemeint sind. Auch Baetge/ Ballwieser (Bilanzpolitik, 1978), S. 515 sind der Auffassung, dass eine „rationale Bilanzpolitik … nicht unbedingt an der gleichen Zielvorschrift-wie die gestaltenden Unternehmenspolitiken — ausgerichtet sein“ muss.Google Scholar
  134. 157.
    Zur Definition des Begriffs Rechnungslegungspolitik vgl. Sieben (Rechnungslegungspolitik, 1998), S. 5 sowie Scheffler (Bilanzpolitik, 2002), S. 186. Nach Lücke (Bilanzstrategie, 1969), S. 2287, „kann die Bilanzpolitik … nur solche Ziele und Maßnahmen umfassen, die [der; Anm. d. Verf.] Rechtsordnung entsprechen“. Gleicher Ansicht unter dem Gesichtspunkt der Konzernbilanzpolitik ist Greth (Konzernbilanzpolitik, 1996), S. 8.Google Scholar
  135. 158.
    Zur Definition des Begriffs Rechnungslegungspolitik vgl. Sieben (Rechnungslegungspolitik, 1998), S. 5 sowie Scheffler (Bilanzpolitik, 2002), S. 186. Nach Lücke (Bilanzstrategie, 1969), S. 2287, „kann die Bilanzpolitik … nur solche Ziele und Maßnahmen umfassen, die [der; Anm. d. Verf.] Rechtsordnung entsprechen“. Gleicher Ansicht unter dem Gesichtspunkt der Konzernbilanzpolitik ist Greth (Konzernbilanzpolitik, 1996), S. 8.Google Scholar
  136. 159.
    Vgl. Hoffmann (Jahresabschlusspolitik, 1994), S. 20.Google Scholar
  137. 161.
    Vgl. Mulford/ Comiskey (Numbers, 2002), S. 3 zur Abgrenzung der Begriffe. Vgl. auch Wagenhofer/Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 197.Google Scholar
  138. 162.
    Veit (Bilanzpolitik, 2002), S.U.Google Scholar
  139. 163.
    Vgl. Hinz (Jahresabschlusspolitik, 1994), S. 68. Ein Beispiel für eine sachverhaltsgestaltende Maßnahme ist, eine im nächsten Jahr geplante Investition auf das aktuelle Geschäftsjahr vorzuziehen; und zwar aus dem Grund, die Finanzberichterstattung entsprechend darzustellen.Google Scholar
  140. 164.
    Vgl. Dutta/ Gigler (Effect, 2002), S. 632; Fischer/Haller (Bilanzpolitik, 1993), S. 39.Google Scholar
  141. 166.
    Vgl. Sieben (Rechnungslegungspolitik, 1998), S. 23.Google Scholar
  142. 167.
    Vgl. Schulte (Bilanzpolitik, 1986), S. 8–9; Hofmann (Vergleich, 1997), S. 40.Google Scholar
  143. 168.
    Vgl. Hilke (Bilanzpolitik, 2002), S. 11, Wöhe (Bilanzierung, 1997), S. 673.Google Scholar
  144. 169.
    Vgl. Bauer (Rechnungspolitik, 1981), S. 66.Google Scholar
  145. 170.
    Vgl. Pfleger (Bilanzpolitik, 1991), S. 35. Spielräume entstehen zum einen dadurch, dass ein bestimmter Sachverhalt nicht ohne Auslegung des Abschlusserstellers unter eine Tatbestandsvoraussetzung subsumierbar ist und zum anderen aus den aus einem Tatbestand hervorgehenden, mehrdeutigen und anwendbaren Rechtsfolgen. Vgl. Bauer (Rechnungspolitik, 1981), S. 66 und Pfleger (Bilanzpolitik, 1991), S. 34.Google Scholar
  146. 171.
    Vgl. Sankar/ Subramanyam (Discretion, 2001), S. 366.Google Scholar
  147. 172.
    Schiff (Accounting, 1966), S. 62.Google Scholar
  148. 173.
    Schipper (Commentary, 1989), S. 92.Google Scholar
  149. 174.
    Healy/ Wahlen (Review, 1999), S. 368.Google Scholar
  150. 175.
    Vgl. Küting/ Weber/ Pilhofer (Umsatzrealisation, 2002), S. 1, die earnings management mit Gewinnmanagement gleichsetzen. Dutta/Gigler bezeichnen earnings management als Unterform des window dressing. Nach ihnen findet earnings management statt, wenn „the reported earnings differ from the true earnings, that is, when the agent dishonestly communicates his private information.“ Dutta/Gigler (Effect, 2002), S. 633.Google Scholar
  151. 176.
    Wagenhofer/ Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 212. Periodenabgrenzungen sind beispielsweise Forderungen, Verbindlichkeiten oder Rückstellungen.Google Scholar
  152. 177.
    Vgl. Healy (Bonus, 1985), S. 94.Google Scholar
  153. 178.
    Vgl. Chan/ Jegadeesh/ Sougiannis (Accrual, 2004), S. 98.Google Scholar
  154. 179.
    Vgl. Healy (Bonus, 1985), S. 94–96.Google Scholar
  155. 180.
    Vgl. DeAngelo (Accounting, 1986), S. 409. Das Modell von DeAngelo kann daher als Spezialfall des Healy Modells interpretiert werden, wenn die Schätzperiode für die nicht diskretionären Periodenabgrenzungen auf die Beobachtungen des vorangegangenen Jahres beschränkt werden. Vgl. hierzu Dechow/Sloan/Sweeney (Detecting, 1995), S. 198.Google Scholar
  156. 181.
    Working capital ist definiert als „change in current assets other than cash and short-term investments less current liabilities other than current maturities of long-term liabilities and income taxes payable“, Jones (Earnings, 1991), S. 207.Google Scholar
  157. 182.
    Vgl. Kaplan (Comments, 1985), S. 111. Werden die nicht diskretionären Periodenabgrenzungen z.B. als Funktion von Umsatzerlösen dargestellt, so kann der Rückgang der gesamten Periodenabgrenzungen durch den Rückgang der Umsatzerlöse und damit durch die nicht diskretionären Periodenabgrenzungen begründet werden. Vgl. Jones (Earnings, 1991), S. 210.Google Scholar
  158. 183.
    Vgl. Jones (Earnings, 1991), S. 211–212. Zur relativen Vorteilhaftigkeit des Jones-Model siehe auch Guay/Kothari/Watts (Evaluation, 1996), S. 103.Google Scholar
  159. 184.
    Vgl. Jones (Earnings, 1991), S. 212.Google Scholar
  160. 185.
    Vgl. Dechow/ Sloan/ Sweeney (Detecting, 1995), S. 199.Google Scholar
  161. 186.
    Vgl. Dechow/ Richardson/ Tuna (Explanation, 2003), S. 359.Google Scholar
  162. 187.
    Vgl. Chan/ Jegadeesh/ Sougiannis (Accrual, 2004), S. 104.Google Scholar
  163. 188.
    Vgl. Dechow (Accruals, 1994), S. 36.Google Scholar
  164. 189.
    Vgl. McNichols (Research, 2000), S. 329 und Dechow/Richardson/Tuna (Explanation, 2003), S. 359.Google Scholar
  165. 190.
    Vgl. McNichols/ Wilson (Evidence, 1988), S. 5. Zu weiteren Nachweisen von earnings management anhand spezifischer Periodenabgrenzungen siehe McNichols (Research, 2000), S. 334.Google Scholar
  166. 191.
    Vgl. ausführlich hierzu McNichols (Research, 2000), S. 333.Google Scholar
  167. 192.
    Vgl. Wagenhofer/ Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 214.Google Scholar
  168. 193.
    Vgl. insbesondere Healy (Bonus, 1985), S. 90 sowie Wagenhofer/Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 217–220.Google Scholar
  169. 194.
    Vgl. Healy (Bonus, 1985), S. 90–91. Gaver/Gaver/Austin (Additional, 1995), S. 18 kommen durch Anwendung des modifizierten Jones-Model zu dem Ergebnis, dass „the proportion of positive and negative discreationary accruals does not differ significantly between portfolios“ die vor der Bonuseintrittsschwelle oder bereits im Bonusbereich liegen. Big bath accounting wird zugunsten der Annahme von Gewinnglättungen verneint.Google Scholar
  170. 195.
    Vgl. Francis/ Hanna/ Vincent (Write-Offs, 1996), S. 127 zu unterschiedlichen Auswirkungen von Abschreibungen abhängig von deren Art (Vorratsvermögen, Goodwill, Restrukturierung).Google Scholar
  171. 196.
    Vgl. Holthausen/ Larcker/ Sloan (Annual, 1995), S. 55, die feststellten, dass die diskretionären Periodenabgrenzungen im Bonusbereich wesentlich höher ausfielen als bei schon maximal ausgenutzten Bonusbeträgen.Google Scholar
  172. 197.
    Vgl. Healy (Bonus, 1985), S. 91. 198 Zu gleichen Ergebnissen und damit die Bonus-Maximierungs-Hypothese bestätigend, gelangen Guidry/Leone/Rock (Bonus, 1999), S. 127–131 bei der Untersuchung des Verhaltens von Geschäftsbereichsmanagern. Vgl. auch McNichols/Wilson (Evidence, 1988), S. 29.Google Scholar
  173. 199.
    Vgl. DeFond/ Park (Smoothing, 1997), S. 115–139.Google Scholar
  174. 200.
    Zur Gewinnglättung siehe auch Coenenberg/ Schmidt/ Werhand (Entscheidungen, 1983), S. 342 und Coenenberg (Gewinnregulierungspolitik, 1985), S. 124.Google Scholar
  175. 201.
    Vgl. Fudenberg/ Tirole (Theory, 1995), S. 76–77.Google Scholar
  176. 202.
    Vgl. Kirschenheiter/ Melumad (Earnings, 2002), S. 763–764 m.w.N. zu Anreizen über die Glättung von Gewinnen durch das Management.Google Scholar
  177. 203.
    Vgl. Gordon (Postulates, 1964), S. 262.Google Scholar
  178. 204.
    Als Motivation für Gewinnglättungen nennt bereits Hepworth (Smoothing, 1953), S. 33 steuerliche Gründe sowie in der Beziehung des Managements zu den Investoren und Arbeitnehmern liegende Gründe.Google Scholar
  179. 205.
    In Anlehnung an DeFond/ Park (Smoothing, 1997), S. 126.Google Scholar
  180. 206.
    Vgl. DeFond/ Park (Smoothing, 1997), S. 137.Google Scholar
  181. 207.
    Vgl. De Albornoz/ Alcarria (Smoothing, 2003), S. 452–453, die ebenfalls in Anlehnung an DeFond/Park das Jones-Model anwenden.Google Scholar
  182. 208.
    Vgl. De Albornoz/ Alcarria (Smoothing, 2003), S. 445.Google Scholar
  183. 209.
    Vgl. DeFond/Park (Smoothing, 1997), S. 129.Google Scholar
  184. 210.
    Vgl. De Albornoz/ Alcarria (Smoothing, 2003), S. 446–447.Google Scholar
  185. 211.
    Vgl. De Albornoz/ Alcarria (Smoothing, 2003), S. 452.Google Scholar
  186. 212.
    Vgl. Bartov (Timing, 1993), S. 850 zum income smoothing durch Veräußerungen von Vermögenswerten.Google Scholar
  187. 213.
    Vgl. Kirschenheiter/ Melumad (Earnings, 2002), S. 762.Google Scholar
  188. 214.
    Siehe beispielsweise Archibald (Depreciation, 1997), S. 168–169 zu Gewinnglättungen durch Änderung der Abschreibungsmethoden. Vgl. auch Copeland (Smoothing, 1968), 101–116 m.w.N.Google Scholar
  189. 215.
    Vgl. Beidleman (Smoothing, 1973), S. 666. Beidleman legt sowohl über die Gewinne als auch über die zur Gewinnglättung verwendeten Posten einen linearen Trend. Zum Test der Gewinnglättungshypothese wird der Korrelationskoeffizient der Abweichung beider Trends berechnet. Zu Grunde gelegt wird die Annahme, dass die normale Höhe der Gewinne und Glättungsvariablen mit ihren jeweiligen Trendwerten in jedem Zeitpunkt zusammenfallen. In Perioden der Gewinnglättung korrelieren die Zeitreihenabweichungen des Gewinntrends mit den diskretionären Aufwendungen positiv und die Zeitreihenabweichungen des Gewinntrends mit den diskretionären Erlösen negativ.Google Scholar
  190. 216.
    Vgl. Pourciau (Earnings, 1993), S. 318.Google Scholar
  191. 217.
    Vgl. Pourciau (Earnings, 1993), S. 330–333; Murphy/Zimmerman (Financial, 1993), S. 283–284; Wells (CEO, 2002), S. 191.Google Scholar
  192. 218.
    Vgl. Erickson/ Wang (Earnings, 1999), S. 163.Google Scholar
  193. 219.
    Vgl. Teoh/ Welch/ Wong (Earnings, 1998), S. 79. So auch Rangan (Earnings, 1998), S. 111, 115. Hierzu kritisch Shivakumar (Overstating, 2000), S. 340–341. Shivakumar unterstellt kein opportunistisches Verhalten des Managements vor dem Börsengang. Die hohen Periodenabgrenzungen werden als Reaktion des Unternehmens darauf angesehen, dass die potenziellen Investoren bei allen Unternehmen bereits zu hoch ausgewiesene Gewinne vermuten und Abschläge nach der Bekanntgabe eines Börsengangs auf den Kaufpreis vornehmen. Die Situation des earnings management stellt demnach das Nash-Gleichgewicht in einem Gefangenendilemma zwischen dem Emittenten und dem potenziellen Investor dar. Aharony/Lin/Loeb (IPO, 1993), S. 77–78 finden nur einen schwachen Beleg dafür, dass das Management die Gewinne vor einem Börsengang durch Rechnungslegungspolitik steigert. Allerdings bedienen sie sich den Modellen von Healy und DeAngelo, welche dem von Teoh/Welch/Wong und von Rangan angewendeten Jones-Model technisch unterlegen sind (vgl. zu den einzelnen Modellen Kapitel II.2.1.2.1, S. 32). Roosenboom/Van der Goot/Mertens (Earnings, 2003), S. 263 kommen zu dem Ergebnis, dass noch im ersten Jahr nach dem IPO gewinnerhöhende Rechnungslegungspolitik betrieben wird.Google Scholar
  194. 220.
    Vgl. Perry/ Williams (MBO, 1994), S. 168–171. DeAngelo (Accounting, 1986), S. 418–419 konnte im Jahr 1986 noch keine signifikanten Hinweise zur Einflussnahme des Managements auf die Rechnungslegung bei MBOs feststellen. Sie verwendete jedoch ein dem Jones-Model technisch unterlegenes random walk model und gab als mögliche, aber später verworfene Erklärung an, dass „the accrual methodology is simply not powerful enough to detect systematic income manipulation.“ Als mögliche Erklärung zog sie heran, dass vor einem MBO die Anteilseigner erhöhte Ressourcen zur Aufdeckung von gewinnmindernden Praktiken aufwenden.Google Scholar
  195. 221.
    Vgl. Wu (Management, 1997), S. 384–385 und Denis/Denis (Performance, 1995), S. 1055.Google Scholar
  196. 222.
    Zum Literaturüberblick vgl. McNichols (Research, 2000), S. 339–343. Matsumoto (Avoid, 2002), S. 506 weist beispielsweise nach, dass Unternehmen earnings management betreiben, um negative Gewinnüberraschungen zu vermeiden.Google Scholar
  197. 223.
    Vgl. Burgstahler/ Dichev (Earnings, 1997), S. 101 mit einer Untersuchung US-amerikanischer Unternehmen. Die von Burgstahler/Dichev gewählte Vorgehensweise ist ein aussagekräftiger Test, um Diskontinuitäten in Verteilungen festzustellen. Vgl. hierzu auch Takeuchi (Method, 2004), S. 110.Google Scholar
  198. 224.
    Vgl. Barth/ Elliott/ Finn (Market, 1999), S. 410.Google Scholar
  199. 225.
    Vgl. DeAngelo/ DeAngelo/ Skinner (Reversal, 1996), S. 359.Google Scholar
  200. 226.
    Vgl. Hayn (Information, 1995), S. 132.Google Scholar
  201. 227.
    Vgl. Daske/ Gebhardt/ McLeay (Distribution, 2003), S. 23–25.Google Scholar
  202. 228.
    Vgl. Burgstahler/ Dichev (Earnings, 1997), S. 103–105. Degeorge/Patel/Zeckhauser (Earnings, 1999), S. 19 „provide evidence that earnings from 1 year ago constitute an important threshold for earnings reports“.Google Scholar
  203. 229.
    Vgl. Burgstahler/ Dichev (Earnings, 1997), S. 109. Zum gleichen Ergebnis gelangen Degeorge/Patel/Zeckhauser (Earnings, 1999), S. 21–22.Google Scholar
  204. 230.
    Degeorge/ Patel/ Zeckhauser (Earnings, 1999), S. 23–24 stellen auf Grund der Verteilungsfunktionen der earnings per share fest, dass es Unterschiede hinsichtlich der Bedeutung des Ausweises eines positiven Ergebnisses, des Ausweises von mindestens gleich hohen Gewinnen im Vergleich zur Vorperiode und dem Erfüllen von Analystenerwartungen gibt. Die Bedeutung nimmt in der genannten Reihenfolge ab.Google Scholar
  205. 231.
    Vgl. Burgstahler/ Dichev (Earnings, 1997), S. 115–116.Google Scholar
  206. 232.
    Vgl. Burgstahler/ Dichev (Earnings, 1997), S. 117–120.Google Scholar
  207. 233.
    Vgl. Degeorge/ Patel/ Zeckhauser (Earnings, 1999), S. 20.Google Scholar
  208. 234.
    Vgl. Dechow/ Richardson/ Tuna (Explanation, 2003), S. 381.Google Scholar
  209. 235.
    McNichols (Discussion, 2003), S. 390 sieht wenige Hinweise dafür, dass Unternehmen mit gering ausgewiesenen Gewinnen Einfluss auf die Rechnungslegung nehmen.Google Scholar
  210. 237.
    Vgl. Beatty/ Ke/ Petroni (Earnings, 2002), S. 557.Google Scholar
  211. 238.
    Vgl. Beatty/ Ke/ Petroni (Earnings, 2002), S. 560.Google Scholar
  212. 239.
    Vgl. Beatty/ Ke/ Petroni (Earnings, 2002), S. 565.Google Scholar
  213. 240.
    Vgl. Evans III/ Sridhar (Accounting, 1996), S. 47.Google Scholar
  214. 241.
    Vgl. zur Rolle des Abschlussprüfers in Zusammenhang mit fraud, Schruff (Fraud, 2003), S. 902–906.Google Scholar
  215. 242.
    Vgl. Copeland (Smoothing, 1968), S. 101, der Manipulation als „ability to increase or decrease reported net income at will“ bezeichnet. Copeland betrachtet den Begriff der Manipulation in den Bandbreiten der zulässigen Anwendung von Rechnungslegungsnormen.Google Scholar
  216. 243.
    Vgl. Association of Certified Fraud Examiners (Fraud, 2002), S. 2. Das IDW differenziert bei Verstößen („als falsche Angaben im Abschluss und … Lagebericht“) zwischen Täuschungen und Vermögensschädigungen. Vgl. IDW PS 210.2.Google Scholar
  217. 244.
    Accounting fraud wird auch als cooking the books bezeichnet. Cooking the books ist nicht mit cookbook accounting zu verwechseln. Letzteres ist ein Synonym für einen rules based approach, der die Vorgehensweise bei der Rechnungslegung unter Einbezug aller Details regelt. Vgl. Parfet (Commentary, 2000), S. 482.Google Scholar
  218. 245.
    Übersetzt von National Association of Fraud Examiners (Books, 1993), S. 12, zitiert nach Dechow/Skinner (Earnings, 2000), S. 238. Eine ähnliche Definition erfolgt durch die National Commission on Fraudulent Financial Reporting (Report, 1987), S. 2: „fraudulent financial reporting as intentional or reckless conduct, whether act or omission, that results in materially misleading financial statements. Fraudulent financial reporting can involve many factors and take many forms. It may entail gross and deliberate distortion of corporate records, such as inventory count tags, or falsified transactions, such as fictitious sales or orders. It may entail the misapplication of accounting principles“. Kerwin (Fraud, 1995), S. 36 definiert fraud, als „a materially false statement, which is knowingly made, relied upon by the victim, and which gives rise to damages.“ Nach ISA 240.4 ist fraud definiert als „intentional act by one or more individuals among management, those charged with governance, employees, or third parties, involving the use of deception to obtain an unjust or illegal advantage.“Google Scholar
  219. 246.
    Vgl. Hansen/ McDonald/ Messier et al. (Model, 1996), S. 1023.Google Scholar
  220. 247.
    Vgl. Wells (Fraud, 1990), S. 82.Google Scholar
  221. 248.
    Vgl. Wells (Fraud, 1990), S. 82.Google Scholar
  222. 249.
    Vgl. McKendall/ Wagner (Motive, 1997), S. 625–626 mit weiteren Nachweisen zu empirischen Untersuchungen. So auch die Untersuchung der National Commission on Fraudulent Financial Reporting (Report, 1987), S. 112, „Forty-four percent of the cases against public companies occurred in industries that were experiencing, or about to experience, a general economic decline.“Google Scholar
  223. 250.
    Vgl. McKendall/ Wagner (Motive, 1997), S. 626.Google Scholar
  224. 251.
    Vgl. National Commission on Fraudulent Financial Reporting (Report, 1987), S. 51, 112 und Levitt (Numbers, 1998), S. 4.Google Scholar
  225. 252.
    Vgl. Beasley/ Carcello/ Hermanson et al. (Reporting, 2000), S. 447–450.Google Scholar
  226. 254.
    Vgl. Dechow/ Skinner (Earnings, 2000), S. 240.Google Scholar
  227. 255.
    Vgl. Brody/ Lowe/ Pany (Income, 2003), S. 154 zu den qualitativen und quantitativen Wesentlichkeitsbetrachtungen.Google Scholar
  228. 258.
    Vgl. Lev (Facts, 2003), S. 34.Google Scholar
  229. 260.
    Vgl. Böcking/ Kiefer (Finanzaufsichtsbehörde, 2002), S. 28.Google Scholar
  230. 261.
    Vgl. Powers/ Troubh/ Winokur (Report, 2002), S. 3–17.Google Scholar
  231. 262.
    Vgl. o.V. (Worldcom, 2002), S. 15 und SEC LR-17866 vom 26.11.2002.Google Scholar
  232. 266.
    Vgl. o.V. (Xerox, 2002), S. 21 und SEC LR-17465 vom 11.04.2002.Google Scholar
  233. 267.
    Die in Deutschland spektakulärsten Manipulationen in der Finanzberichterstattung betrafen u.a. die Unternehmen Balsam, FlowTex und ComRoad. Als bisher bedeutendster europäischer Fall von Bilanzskandalen ist der niederländische Lebensmittelkonzern Ahold sowie der italienische Parmalat-Konzern anzusehen. Weitere Ermittlungen führte die US amerikanische Börsenaufsichtbehörde SEC z.B. bei Global Crossing, Tyco International, Quest Communications und Lucent Technologies durch. Zur Darstellung weiterer Fälle siehe Lüdenbach/ Hoffinann (Enron, 2002), S. 1169–1172.Google Scholar
  234. 268.
    Vgl. zu den Auswirkungen des SOA auf das deutsche Aktienrecht ausführlich und m.w.N. Gruson/ Kubicek (SOA, 2003), S. 338–339.Google Scholar
  235. 269.
    Vgl. Lanfermann/ Maul (Sarbanes-Oxley, 2002), S. 1725 und detailliert zur Auswirkung auf den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer vgl. Lenz (Sarbanes-Oxley, 2002), S. 2270.Google Scholar
  236. 270.
    Vgl. PriceWaterhouseCoopers (Litigation, 2002), S. 4. Demnach betreffen 68 % aller class action lawsuits Manipulationen der Rechnungslegung.Google Scholar
  237. 271.
    Vgl. Wu (Restatements, 2002), S. 13. Wu untersuchte an der SEC registrierte Unternehmen im Zeitraum von 1977 bis 2001 bezüglich nachträglicher Abschlusskorrekturen. Von den insgesamt 1211 Korrekturen führten 90 % zu einem geringeren Gewinnausweis.Google Scholar
  238. 272.
    Vgl. Lev (Facts, 2003), S. 39.Google Scholar
  239. 274.
    Vgl. dazu ausführlich Böcking (Audit, 2003), S. 697–700, Böcking (Enforcement, 2004), S. 272 sowie Kiefer (Kapitalmarktregulierung, 2003), S. 134–145.Google Scholar
  240. 275.
    Die Interpretation von § 264 Abs. 2 S. 1 HGB erfolgt durchweg uneinheitlich. Zuweilen wird der Generalnorm Vorrangigkeit vor den Einzelvorschriften bescheinigt, teilweise dient sie nur zur Auslegung von Lücken oder sie soll die Entwicklungstendenzen des Unternehmens zuverlässig widerspiegeln. Vgl. z.B. Adler/ Düring/ Schmaltz (Rechnungslegung, 2001), § 264 HGB, Rn 59.Google Scholar
  241. 276.
    Vgl. Biletzki (Gläubigerschutz, 1999), S. 538.Google Scholar
  242. 277.
    Vgl. Levitt (Commentary, 1998), S. 80. Auch in seiner Rede „The Numbers Game“kritisierte der ehemalige Chairman der SEC, Arthur Levitt, Handlungen zum earnings management.„Flexibility in accounting allows it to keep pace with business innovations. Abuses such as earnings management occur when people exploit this pliancy. Trickery is employed to obscure actual financial volatility“, Levitt (Numbers, 1998).Google Scholar
  243. 279.
    Vgl. Arya/ Glover/ Sunder (Revelation, 1998), S. 1.Google Scholar
  244. 280.
    Vgl. Arya/ Glover/ Sunder (Revelation, 1998), S. 6.Google Scholar
  245. 281.
    Vgl. Arya/ Glover/ Sunder (Earnings, 2003), S. 115, die dies befürworten.Google Scholar
  246. 282.
    Vgl. Moxter (Bilanztheorie, 1984), S. 164. Zur Kritik an der EntObjektivierung innerhalb der IFRS vgl. Hommel/Benkel/Wich (Unwägbarkeiten, 2004), S. 1270 sowie zur EntObjektivierung der US GAAP vgl. Hommel (Goodwillbilanzierung, 2001), S. 1943.Google Scholar
  247. 283.
    Vgl. Baetge/ Ballwieser (Bilanzpolitik, 1978), S. 522.Google Scholar
  248. 284.
    Stein (Konzernbilanzpolitik, 1993), S. 977.Google Scholar
  249. 285.
    Vgl. Parfet (Commentary, 2000), S. 485.Google Scholar
  250. 286.
    Vgl. insbesondere zum value reporting Böcking/ Wesner (Reporting, 2004), S. S102–S105 und zur Lageberichterstattung Böcking/Müßig (Bilanzrecht, 2002), § 289 HGB, Tz. 111.Google Scholar
  251. 287.
    A.A. Sunder (Rechnungslegung, 2003), S. 147.Google Scholar
  252. 288.
    Vgl. Dutta/ Gigler (Effect, 2002), S. 646; Demski (Performance, 1998), S. 277. Nach Demski stellt earnings management ein Substitut der Kommunikation dar. Vgl. auch Arya/Glover/Sunder (Earnings, 2003), S. 111–112 und Gaber (Bilanzpolitik, 2004), S. 350.Google Scholar
  253. 289.
    Vgl. Arya/ Glover/ Sunder (Earnings, 2003), S. 112; Arya/Glover/Sunder (Revelation, 1998), S. 1.Google Scholar
  254. 290.
    Vgl. Wagenhofer/ Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 246.Google Scholar
  255. 291.
    Vgl. Wagenhofer/ Ewert (Unternehmensrechnung, 2002), S. 275; Schipper (Commentary, 1989), S. 102.Google Scholar
  256. 292.
    Vgl. statt vieler Dechow/ Sloan/ Sweeney (Manipulation, 1996), S. 27 sowie Kapitel II. 1.3.4.5, S. 27.Google Scholar
  257. 293.
    Vgl. zu negativen abnormalen Renditen im Zusammenhang mit restatements Palmrose/ Richardson/ Scholz (Restatement, 2004), S. 61–62 und S. 72–73 für weitere Nachweise.Google Scholar
  258. 294.
    Vgl. Chan/ Jegadeesh/ Sougiannis (Accrual, 2004), S. 106.Google Scholar
  259. 295.
    Vgl. Demski (Performance, 1998), S. 277 zur impliziten negativen Unternehmenswertbeeinflussung.Google Scholar
  260. 296.
    A.A. Arya/ Glover/ Sunder (Earnings, 2003), S. 113, die der Auffassung sind, dass Manager, die earnings management betreiben, auch in der Prognose der künftigen Unternehmensentwicklung verlässliche Resultate liefern.Google Scholar
  261. 297.
    Vgl. Hax (Rationalität, 2003), S. 308.Google Scholar
  262. 298.
    Baetge/ Ballwieser (Bilanzpolitik, 1978), S. 524.Google Scholar
  263. 300.
    Vgl. Ballwieser/ Dobler (Bilanzdelikte, 2003), S. 450.Google Scholar
  264. 301.
    Vgl. Ballwieser/ Dobler (Bilanzdelikte, 2003), S. 451.Google Scholar
  265. 302.
    Vgl. Chaney/ Philipich (Reputation, 2002), S. 1237–1238.Google Scholar
  266. 303.
    Vgl. Ewert/ Wagenhofer (Unternehmensrechung, 2003), S. 13–17.Google Scholar
  267. 305.
    Hax (Integration, 2002), Sp. 766.Google Scholar
  268. 307.
    Vgl. Dechow/ Sloan/ Sweeney (Manipulation, 1996), S. 21.Google Scholar
  269. 308.
    Vgl. Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK, 2002), Präambel.Google Scholar
  270. 309.
    Vgl. Beasley/ Carcello/ Hermanson et al. (Reporting, 2000), S. 453.Google Scholar
  271. 310.
    Vgl. Feroz/ Park/ Pastena (SEC, 1991), S. 124; Healy/Wahlen (Review, 1999), S. 368.Google Scholar
  272. 311.
    Vgl. Dechow/ Sloan/ Sweeney (Manipulation, 1996), S. 27–30.Google Scholar
  273. 312.
    Zum Verhältnis zwischen bid-ask spread und Kapitalkosten vgl. Amihud/ Mendelson (Pricing, 1986), S. 224, 231.Google Scholar
  274. 313.
    Vgl. Hribar/ Jenkins (Restatements, 2003), S. 26. Die stärksten Kapitalkostensteigerungen treten auf, wenn der Abschlussprüfer die Abschlussberichtigung veranlasst. Dem folgen durch das Unternehmen selbst und dann durch die SEC initiierte Berichtigungen.Google Scholar
  275. 314.
    Vgl. Francis/ LaFond/ Olsson et al. (Quality, 2003), S. 18–19.Google Scholar
  276. 315.
    Vgl. Francis/ LaFond/ Olsson et al. (Quality, 2003), S. 19.Google Scholar
  277. 316.
    Der Beta-Faktor misst die Empfindlichkeit der Aktienrendite gegenüber allgemeinen Marktschwankungen. Vgl. statt vieler Kruschwitz (Finanzierung, 2002), S. 178–179.Google Scholar
  278. 317.
    Vgl. Francis/ LaFond/ Olsson et al. (Quality, 2003), S. 24.Google Scholar
  279. 318.
    Vgl. Beneish (Violation, 1997), S. 272.Google Scholar
  280. 319.
    Vgl. zum genannten Fall und zu weiteren Fällen sowie grundsätzlich zur Erhebung von punitive damages durch die SEC, Cutler (Speech, 2004).Google Scholar
  281. 321.
    Vgl. Griffin/ Grundfest/ Perino (Litigation, 2004), S. 33. Die Klagen wurden ausschließlich vor US-Gerichten geführt. Die Berechnung der abnormalen Renditen wurde innerhalb einer Dreitagesperiode um den Zeitpunkt des jeweiligen Ereignisses gemessen.Google Scholar
  282. 322.
    Vgl. beispielsweise Francis/ Philbrick/ Schipper (Litigation, 1994), S. 153 ermitteln eine negative abnormale Rendite von ca. 17 %.Google Scholar
  283. 323.
    Vgl. Erickson/ Hanlon/ Maydew (Earnings, 2004), S. 400. Die Unternehmen wurden entsprechend der Accounting and Auditing Enforcement Releases der SEC ausgewählt. Dabei wurde, vereinfacht ausgedrückt, die Veränderung des Steueraufwands mit der Veränderung der korrigierten überhöhten Gewinne betrachtet.Google Scholar
  284. 325.
    Vgl. Erickson/ Hanlon/ Maydew (Earnings, 2004), S. 388.Google Scholar
  285. 326.
    Vgl. Marquardt/ Wiedman (Earnings, 2004), S. 467–470 mit jeweils weiteren empirischen Nachweisen zu den einzelnen Aspekten.Google Scholar
  286. 327.
    Vgl. DeFond/ Park (Smoothing, 1997), S. 137 zur empirischen Untersuchung und Fudenberg/Tirole (Theory, 1995), S. 91–92 zur ökonomischen Analyse.Google Scholar
  287. 328.
    Vgl. Beneish (Penalties, 1999), S. 451, 453. Insbesondere sanktioniert die SEC Vorstände relativ höher, die bei einem Börsengang Manipulationen der Rechnungslegung betreiben.Google Scholar
  288. 329.
    Vgl. Ballwieser/ Dobler (Bilanzdelikte, 2003), S. 452.Google Scholar
  289. 334.
    Vgl. Hommel (Bilanzrechtskonzeptionen, 1997), S. 351 zum Spannungsverhältnis zwischen Entscheidungsverbundenheit und Manipulationsfreiheit sowie zur Notwendigkeit einer nicht beeinflussten Rechnungslegung. Ähnlich in Zusammenhang mit der Verlässlichkeit der vermittelten Informationen auch Plock (Ertragsrealisation, 2004), S. 61.Google Scholar
  290. 335.
    Vgl. stellvertretend zur Forderung eines Enforcement z.B. Böcking (Audit, 2003), S. 692–694; Böcking (Internationalisierung, 2004), S. 182; Böcking/Kiefer (Finanzaufsichtsbehörde, 2002), S. 28.Google Scholar
  291. 336.
    Vgl. Clemm (Ethik, 1998), S. 1229. Ähnlich auch Hommel (Bilanzierung, 1998), S. 21–25, der sich ebenfalls für eine Einschränkung der Einflussnahmen bzw. Manipulationsmöglichkeiten ausspricht. Zur Bilanzwahrheit und verlässlichen Objektivierung auch Berndt (Bilanzwahrheit, 2001), S. 380.Google Scholar
  292. 337.
    Vgl. Ewert/ Wagenhofer (Effects, 2005), S. 2.Google Scholar
  293. 338.
    Vgl. Schipper (Commentary, 1989), S. 97 und Ewert/Wagenhofer (Effects, 2005), S. 9 mit der Begründung, dass Sachverhaltsgestaltungen nicht von den gewöhnlichen Transaktionen des Unternehmens unterschieden werden können und teilweise sogar cashf lows generieren. So auch Fischer/Haller (Bilanzpolitik, 1993), S.55.Google Scholar
  294. 339.
    Vgl. Ewert/ Wagenhofer (Effects, 2005), S. 14.Google Scholar
  295. 340.
    Vgl. Ewert/ Wagenhofer (Effects, 2005), S. 14–15.Google Scholar
  296. 341.
    Vgl. Fudenberg/ Tirole (Theory, 1995), S. 76 und Ewert/Wagenhofer (Effects, 2005), S. 2.Google Scholar
  297. 342.
    Vgl. zur Wertrelevanz Fischer/ Verrecchia (Bias, 2000), S. 239–240 sowie Ewert/Wagenhofer (Effects, 2005), S. 21–23.Google Scholar
  298. 343.
    Vgl. Böcking (Betrachtungsweise, 1997), S. 102. Backing ist der zuzustimmenden Auffassung, dass gerade die wirtschaftliche Betrachtungsweise von Sachverhalten ein wesentliches Konvergenzkriterium der Rechnungslegungssysteme darstellt. Vgl. auch Oldenburger (Bilanzierung, 2000), S. 85 und Meyer (Framework, 1976), S. 80. Zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise bei US GAAP, vgl. Erickson/Mayhew/Felix (Audit, 2000), S. 179.Google Scholar
  299. 344.
    Nach US GAAP steht die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise im Vordergrund: „The quality of reliability and, in particular, of representational faithfulness leaves no room for accounting representations that subordinate substance to form“ (SFAC 2.160). Auch nach IFRS steht die wirtschaftliche vor der formalrechtlichen Betrachtungsweise (IAS 1.20 (b) (ii)). Zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise im Handelsrecht vgl. Böcking (Verbindlichkeitsbilanzierung, 1994), S. 7–31.Google Scholar
  300. 346.
    Vgl. Parfet (Commentary, 2000), S. 485. Nach Parfet ist ausschließlich reales earnings management als positiv zu beurteilen. Und zwar auch nur dann, wenn es in „reasonable and proper practices that are part of operating a well-managed business and delivering value to shareholders“ resultiert.Google Scholar
  301. 347.
    Vgl. Degeorge/ Patel/ Zeckhauser (Earnings, 1999), S. 5.Google Scholar

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