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Die kulturgestaltende Bedeutung der kulturellen Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen

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Auszug

Während politikwissenschaftliche Untersuchungen sich ausführlich mit der Frage auseinandersetzen, wie und unter welchen Bedingungen Kulturpolitik auf kommunaler Ebene betrieben wird und welche Rolle dabei die verschiedenen Akteure aus Politik, Verwaltung, Interessensgruppierungen etc. spielen (vgl.Gau 1990,Hug 1986,Klein 2003,Pohlmann 1994), werden die zugrunde liegenden kulturellen und kulturpolitischen Einstellungen der an diesem Prozess beteiligten Akteure — mit wenigen Ausnahmen (vgl. Kapitel 1.3 und Kapitel 3.2.2.3) — kaum zum Forschungsgegenstand gemacht. Dieser Forschungsmangel ist umso verwunderlicher, wenn man bedenkt, dass kulturelle, kulturpolitische und kulturmanageriale Diskussionen und Entscheidungen neben den strukturellen Bedingungen immer auch von den spezifischen kulturellen Einstellungen der beteiligten Akteure beeinflusst werden, auch wenn der jeweilige Einflussgrad der Einstellungen der verschiedenen Akteure für den kulturellen „Out-put“ einer Kommune nicht bestimmbar ist. Im Folgenden wird gezeigt, inwiefern die leitenden Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen — womit hier ausschließlich Kulturamtsleiter, Fach-/Sachbereichsleiter Kultur, Leiter von Kulturbüros etc. gemeint sind und nicht Beigeordnete oder Kulturdezernenten — von besonderer Bedeutung für kulturpolitische und kulturmanageriale Entscheidungen auf kommunaler Ebene sind und es damit sinnvoll erscheint, deren kulturellen Einstellungen eine eigene empirische Untersuchung zu widmen.

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Literatur

  1. 2.
    Verwiesen sei in diesem Zusammenhang darauf, dass auch im Rahmen der zweiten wichtigen Kommunalverfassung, der so genannten dualen Rat-Burgermeister-Verfassung mit Doppelspitze, dem Ratsvorsitzenden — trotz der Bezeichnung Doppelspitze — eher eine schwache Rolle im Vergleich zum Bürgermeister zugesprochen wird (Knemeyer 1998: 115).Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. auch Bandelows Kritik an Wecks Vorgehensweise, auf der Grundlage einiger Interviews mit Mitarbeitern zweier Berliner ‚Kunstämter ‘Rückschlüsse auf die Wirksamkeit staatlicher Kulturförderung in Deutschland vorzunehmen (Bandelow 1997: 142).Google Scholar
  3. 4.
    Vgl. beispielsweise die Untersuchungen von Sievers (1988) und Wolf-Csanady (1996).Google Scholar

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2006

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