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Steuerungsfunktionen des Publizitäts-Controlling

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Eingangs wurde das controllingorientierte Funktionsverständnis von Investor Relations als externer Sekundärkoordination des Systems Unternehmung mit seinem Umsystem Investoren vorgestellt. Das Schrifttum leitet daraus teilweise eine eigene betriebswirtschaftliche Funktion der Investor Relations ab. Eine derart kompetitive Funktionsbeschreibung wird in der eigenen Konzeption des Publizitäts-Controlling nicht vertreten. Vielmehr ergibt sich eine übergeordnete systemtheoretische Betrachtung, in der Unternehmung und Akteure der Kapitalmarkt-Öffentlichkeit als Elemente eines Publizitätssystems identifiziert wurden. Die originäre Controlling-Funktion der Koordination kann damit auch für das Publizitäts-Controlling adaptiert werden, da der beschriebene Interaktionsbedarf der Elemente des Publizitätssystems im normativen Verständnis von Unternehmenspublizität zum Koordinationsbedarf mutiert.

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Literatur

  1. 348.
    Vgl. Huch, B./ Behme, W./ Ohlendorf, T. (2004), S. 229 f.; Hahn, D./Hungenberg, H. (2001), S. 32 ff.Google Scholar
  2. 349.
    In Anlehnung an Beckmann, D./ Huch, B. (2002), S. 153.Google Scholar
  3. 350.
    Vgl. zu Ursachen für die Instabilität von Regelkreisen Ulrich, H. (1970), S. 123.Google Scholar
  4. 351.
    Regelung erlaubt die Korrektur von Störeinflüssen ex post, während Steuerung alle Störgrößen ex ante berücksichtigen muss. Vgl. Huch, B./ Behme, W./ Ohlendorf, T. (2004), S. 228 f.Google Scholar
  5. 353.
    Vgl. Zitzmann, A./ Taubert, H. (2005), S. 55 f. Die gesetzlichen Wertpapierhandelsmarktsegmente Amtlicher Markt und Geregelter Markt werden durch die Öffnungsklauseln in §§ 42 und 54 S. 2 BörsG in öffentlich-rechtlichen Börsenordnungen der einzelnen Börsenplätze der Deutschen Börse in einen Prime Standard und einen General Standard untergliedert, aus dem sich weitere Publizitätspflichten ableiten.Google Scholar
  6. 359.
    Vgl. BGBl 2004 Teil I Nr. 69 vom 20. 12. 2004, S. 3408 ff. Vollständiger Name: „Gesetz zur Kontrolle von Unternehmensabschlüssen“.Google Scholar
  7. 363.
    Vgl. Süchting, J. (1986), S. 656.Google Scholar
  8. 364.
    Vgl. Link, R. (1991), S. 97.Google Scholar
  9. 365.
    Vgl. Nix, P. (2005), S. 313. Der Growth-Investor ist stark wertsteigerungsorientiert, sehr flexibel und risikobereit. Er investiert daher vornehmlich in Unternehmungen aus Wachstumsbranchen. Der Value-Investor zeichnet sich durch ein stabiles Anlageverhalten aus und verkauft ungeachtet weiterer Kurspotenziale bei Kursziel. Typische Betätigungsfelder des Income-Investors sind Unternehmungen in Umstrukturierungsphasen. Er ist langfristig orientiert und an Dividendenrenditen interessiert. Aufgrund seiner konservativen Einstellung investiert er z. B. in Versorgungsunternehmen. Der Index-Investor orientiert seine Portfoliostruktur an einem Aktienindex.Google Scholar
  10. 368.
    Vgl. Porák, V./ Fieseler, C. (2005), S. 24.Google Scholar
  11. 369.
    Vgl. Süchting, J. (1986), S. 654.Google Scholar
  12. 370.
    Vgl. Tiemann, K. (1997), S. 63.Google Scholar
  13. 371.
    Vgl. Harzer, T. (2005), S. 28 ff. Hierbei lassen sich in Anlehnung an die verhaltenstheoretischen Kommunikationsmodelle die vier Ebenen Aktiviertheit, Emotionen, Motiv und Einstellung unterscheiden. Als Motive kommen ein Transaktions-/Zwecksparmotiv (mittelfristige Konsumerfüllung), ein Vorsorgemotiv (Erhalt von Dividenden als Einkommen oder kontinuierliche Vermögensmehrung durch Kurssteigerung) oder ein Spekulationsmotiv (Realisierung kurzfristiger Kursgewinne) in Betracht. Vgl. Link, R. (1991), S. 87 f.; Paul, W. (1991), S. 935 f.Google Scholar
  14. 372.
    Vgl. Staab, P. (2004), S. 288 f.Google Scholar
  15. 373.
    Vgl. Drill, M. (1995), S. 112.; Täubert, A. (1998), S. 81.Google Scholar
  16. 374.
    Vgl. Vollbrecht, O. (2004), S. 296 ff.Google Scholar
  17. 375.
    Vgl. DVFA (2006b), S. 3. Die BaFin stellt in einer Bekanntmachung zum Begriff der „Wertpapieranalyse“ in § 34b WpHG ebenfalls die Auswertung von Daten und die Verhaltensempfehlung als konstituierende Merkmale der Finanzanalyse heraus. Siehe BaFin (2003).Google Scholar
  18. 376.
    Vgl. Siersleben, K. (1999), S. 194 f. „Finanzanalysten sind Kapitalmarktteilnehmer, die professionell Wertpapiere analysieren und auf Basis ihrer Analyse (Kauf-)Empfehlungen aussprechen“, DVFA (2006b), S. 3.Google Scholar
  19. 377.
    Vgl. Täubert, A. (1998), S. 87.Google Scholar
  20. 378.
    Vgl. Drill, M. (1995), S. 113.Google Scholar
  21. 379.
    So können Finanzanalysten mehreren Investoren gleichzeitig Informationen anbieten (Wiederverwertbarkeit). Des Weiteren stellen sich Economies-of-Specialization-Effekte ein. Vgl. Hax, G. (1998), S. 62 ff.Google Scholar
  22. 380.
    Vgl. Nix, P. (2000), S. 36.Google Scholar
  23. 381.
    Vgl. Wolff, V./ Rolke, L. (2000), S. 12.Google Scholar
  24. 382.
    Vor allem Sell-Side-Analysten erfüllen im Kapitalmarkt mehrere Funktionen. Sie sind Mittler zwischen Unternehmung und Investor, Informationsverdichter und-versorger für den Kapitalmarkt, Berater der Investoren sowie auch Vertreter einer eigenen Meinung. Vgl. Porák, V./ Fieseler, C. (2005), S. 20; Nix, P. (2005), S. 311 f.Google Scholar
  25. 383.
    Die Deutschen Grundsätze für Finanz-Research (DGFR) setzen sich zusammen aus einem allgemeinen Teil — den Grundsätzen ordnungsmäßigen Finanz-Researchs (GOFR) — und einem fachspezifischen Teil — den Mindeststandards für Finanz-Research (MSFR). Vgl. DVFA (2006a). Mit Schreiben vom 02. 05.2006 hat die BaFin die DGFR als Marktstandard im Sinne einer „Best Practice“ der Wertpapieranalyse anerkannt. Vgl. DVFA (2006c).Google Scholar
  26. 384.
    Vgl. von Düsterlho, J.-E./ Pöhlsen, M. (2004), S. 421.Google Scholar
  27. 385.
    Everling, O. (2004), S. 328.Google Scholar
  28. 386.
    Vor dem Hintergrund dieser zunehmenden Integration in den Funktionsmechanismus von Kapitalmärkten wurden auf internationaler Ebene bereits Regulierungsmaßnahmen getroffen. Eine Rating-Agentur muss nach der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) verschiedene Anforderungen hinsichtlich Objektivität, Unabhängigkeit, Transparenz, Veröffentlichungsverhalten, Ressourcen und Glaubwürdigkeit erfüllen. Vgl. ebenda, S. 346 f.Google Scholar
  29. 387.
    Vgl. Weber, F. (2004), S. 352.Google Scholar
  30. 388.
    Anhand des Arena-Modells wird das eingangs vorgestellte Modell der Unternehmenspublizität in Form des Multi-Step-Flow of Communication deutlich. Die bisherigen Ausführungen zu den Kapitalmarktteilnehmern haben gezeigt, dass vor allem individuelle Anleger von veröffentlichten Kapi talmarktinformationen tangiert werden, wohingegen institutionelle Investoren und Finanzanalysten einen engeren Kontakt zum Management einer Unternehmung pflegen und bei ihrer Informationsbeschaffung verstärkt persönliche Maßnahmen der Investor Relations zum Tragen kommen. Damit können die privaten Investoren ebenso wie die übrigen Kapitalmarktinteressenten als Arena-Publikum bezeichnet werden, die nicht direkt in das Diskussionsforum Kapitalmarkt einbezogen sind. Die Rolle der Finanzmedien sieht Gerhards, J./ Neidhardt, F. (1990) nun in einer Verstärkerfunktion für das Diskussionsforum, so dass auch die anderen Kapitalmarktteilnehmer an den Informationsaustauschprozessen auf dem Kapitalmarkt partizipieren können. Die Finanzpresse wird damit zum Informationsintermediär bzw. Multiplikator.Google Scholar
  31. 389.
    Vgl. Frank, R. (2004), S. 317 ff.Google Scholar
  32. 390.
    Vgl. von Düsterlho, J.-E./ Pöhlsen, M. (2004), S. 426; Everling, O. (2004), S. 331.Google Scholar
  33. 391.
    Vgl. Porák, V./ Fieseler, C. (2005), S. 28.Google Scholar
  34. 392.
    Vgl. Rolke, L. (2002), S. 21.Google Scholar
  35. 393.
    Ebenda, S. 19.Google Scholar
  36. 395.
    In Anlehnung an Rolke, L. (2005), S. 125.Google Scholar
  37. 398.
    Vgl. Zemelka, C. (2002), S. 170 ff.Google Scholar
  38. 400.
    DRSC (2002), Tz. 1. Die Definition des Standardsetters fokussiert auf Konzernabschlüsse. Weitere Funktionen der Rechnungslegung im handelsrechtlichen Einzelabschluss sind die Ergebnisermittlung sowie die Sicherstellung der Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung.Google Scholar
  39. 404.
    Vgl. Merkt, H. (2001), S. 23 f.Google Scholar
  40. 405.
    Vgl. Kirchner (2002), Sp. 1938 ff.; Pellens (2001a), Sp. 1747. Im deutschen Kapitalmarktrecht ist der Begriff der kapitalmarktorientierten Unternehmungen legal definiert. Hierbei handelt es sich um solche Unternehmungen, die einen organisierten Markt i. S. v. § 2 Abs. 5 WpHG in Anspruch nehmen.Google Scholar
  41. 413.
    Vgl. Merkt, H. (2001), S. 168.Google Scholar
  42. 414.
    Vgl. ebenda, S. 176 ff.Google Scholar
  43. 415.
    Eine derartige Einschränkung sieht auch das Schrifttum als vertretbar an. Vgl. Wenzel, J. (2005), S. 81.Google Scholar
  44. 416.
    In Anlehnung an ebenda, S. 82.Google Scholar
  45. 417.
    Vgl. Gälweiler, A./ Schwaninger, M. (1990), S. 26.Google Scholar
  46. 418.
    Vgl. Dellmann, K./ Pedell, K. L. (1994), S. 63.Google Scholar
  47. 419.
    Vgl. Welge, M. K./ Al-Laham, A. (2003), S. 123 f.Google Scholar
  48. 420.
    Vgl. Jenner, T. (1998), S. 147.Google Scholar
  49. 421.
    Vgl. Welge, M. K./ Al-Laham, A. (2003), S. 124.Google Scholar
  50. 422.
    Vgl. Al-Laham, A. (2003) ebenda, S. 126.Google Scholar
  51. 423.
    Vgl. Breid, V. (1994), S. 37.Google Scholar
  52. 424.
    Vgl. Peschke, M. A. (1997), S. 87.Google Scholar
  53. 425.
    Vgl. Ehrmann, H. (2002), S. 114.Google Scholar
  54. 426.
    In Anlehnung an Haenecke, H. (2002), S. 168.Google Scholar
  55. 427.
    Nicolai, A./ Kieser, N. (2002), S. 580.Google Scholar
  56. 428.
    Für die mannigfaltigen Aufzählungen, Systematisierungen und Diskussionen von Problembereichen der Erfolgsfaktorenforschung vgl. stellvertretend Albers, S./ Hildebrandt, L. (2006), S. 4 ff.; Kube, C. (1991), S. 4 ff.; Wolff, G./Herrmann, M./Niggemann, M. (2004), S. 265 ff.Google Scholar
  57. 429.
    Vgl. Haenecke, H. (2002), S. 170 ff.Google Scholar
  58. 430.
    Die wohl bekannteste Studie ist das empirisch-explorative Profit Impact of Marketing Strategies (PIMS)-Programm, die mit Hilfe multipler linearer Regression Erfolgsfaktoren für die Eigenkapitalrendite von Unternehmungen und deren strategische Geschäftseinheiten ermittelt. Wesentliche im PIMS-Programm ermittelte Erfolgsfaktoren sind die Investitionsintensität sowie der relative Marktanteil und die relative Produktqualität. Vgl. Huch, B./ Behme, W./ Ohlendorf, T. (2004), S. 379. Für eine Übersicht über weitere quantitative Erfolgsfaktorenstudien siehe Haenecke, H. (2002), S. 177 f.Google Scholar
  59. 431.
    Für eine Übersicht zu Studien und Metastudien derartiger weicher Erfolgsfaktoren siehe Nicolai, A./ Kieser, N. (2002), S. 583.Google Scholar
  60. 432.
    Vgl. mit abweichender Nomenklatur Eccles, R. G. et al. (2001), S. 130 ff.; Eccles, R. G. et al. (2002), S. 161 ff. Dort wird allerdings statt der Intensität der Information auf Seiten der Investoren die Zufriedenheit der Investoren mit der Informationsbereitstellung zur Dimensionierung verwendet. Dementsprechend ergeben sich modifizierte Definitionen der einzelnen Bewertungslücken. Vgl. auch Wenzel, J. (2005), S. 112 ff., die sich dem dortigen Verständnis anschließt. Für die hiesige Betrachtung ist diese Unterscheidung aber nicht sachgerecht, da sich mit Intensität und Zufriedenheit zwei ungleichartige Ausprägungen innerhalb einer Bewertungsdimension gegenüberstehen würden. Eine andere Nomenklatur wählt Zemelka, C. (2002), S. 128 ff., der die Informationsintensität mit Informationsqualität zur Dimensionierung der Bewertungslücken gleichsetzt.Google Scholar
  61. 433.
    Vgl. Frank, R. (2004), S. 307. Strategieanalysten betrachten volkswirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen. Analysten im Economic Research analysieren und prognostizieren makroökonomische und gesamtmarktliche Verhältnisse. Im Equity Research werden Märkte, Branchen oder einzelne Unternehmungen mit Hilfe von fundamentalen Verfahren bewertet. Fixed Income Research fokussiert u. a. auf die Bestimmung emittentenspezifischer Risiken in Form von Prämien (Credit Research). Als Technische Analyse bezeichnet man die Auswertung historischer Wertpapierdaten. Quantitative Research beschreibt den Bereich sonstiger quantitativer Methoden.Google Scholar
  62. 434.
    Als Instrumente der technischen Analyse lassen sich folgende Chartphänomene unterscheiden: Trends, Widerstände, Oszillatoren, Sentiment, Candlesticks und Elliott Waves. Zu einer detaillierten Erläuterung der Erklärungsmodelle der einzelnen Chartverläufe siehe Staud, W. (2004), S. 405 ff.Google Scholar
  63. 435.
    Vgl. Könen, R. (2004), S. 386 ff.Google Scholar
  64. 437.
    In der Regel werden technologische, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren unterschieden. Vgl. Hank, B. (1999), S. 85.Google Scholar
  65. 438.
    Vgl. ebenda, S. 85 ff.; Drill, M. (1995), S. 96 f.Google Scholar
  66. 439.
    Vgl. Täubert, A. (1998), S. 169; Wenzel, J. (2005), S. 90.Google Scholar
  67. 440.
    Vgl. Jansch, T. A. (1999), S. 125.Google Scholar
  68. 441.
    Vgl. Hank, B. (1999), S. 90 f.Google Scholar
  69. 442.
    In Anlehnung an ebenda, S. 94; Wenzel, J. (2005), S. 80; Pellens, B. et al. (2004), S. 798.Google Scholar
  70. 443.
    Vgl. im Folgenden Kirchhoff, K. R. (2005), S. 46 ff.; Tiemann, K. (1997), S. 26 ff.Google Scholar
  71. 445.
    Vgl. Gebhardt, C. (2004), S. 460 f.Google Scholar
  72. 446.
    In § 148 AktG a. F. des bis 1985 geltenden Aktiengesetzes war Inhalt und Begriff des Geschäftsberichts eindeutig definiert. Vgl. Schulte, K.-W./ Müller, S. (1994), S. 542. Die derzeitigen deutschen Rechnungslegungsvorschriften verwenden den Begriff nicht mehr.Google Scholar
  73. 447.
    Nix, P. (2004), S. 95.Google Scholar
  74. 448.
    Vgl. Tiemann, K. (1997), S. 32 f.Google Scholar
  75. 449.
    Vgl. Biedermann, A. (2004), S. 201 ff.Google Scholar
  76. 450.
    Vgl. von Düsterlho, J.-E./ Huber, J.-A. (2004), S. 185 ff.Google Scholar
  77. 451.
    Vgl. Deter, H./ Wiehle, U. (2004), S. 173 ff.Google Scholar
  78. 452.
    Vgl. Gaulke, J. (2004), S. 145 ff.Google Scholar

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