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Die Unterscheidung von internem und externem Rechnungswesen

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Auszug

In diesem Kapitel werden der Inhalt, die Funktion und die Bedeutung der Unterscheidung von internem und externem Rechnungswesen untersucht. Hierfür wird zunächst die historische Entstehung und Entwicklung dieser Unterscheidung und die hiermit einhergehende Ausdifferenzierung des betrieblichen Rechnungswesens dargestellt (Abschnitt 3.1). Für die entwicklungsgeschichtliche Untersuchung wird auf historische Quellen und auf Sekundärliteratur zur Geschichte des betrieblichen Rechnungswesens zurückgegriffen. Anschließend wird der aktuelle Stand der Untergliederung des betrieblichen Rechnungswesens mit einem besonderen Fokus auf der Unterscheidung von internem und externem Rechnungswesen anhand einer Lehrbuchanalyse herausgearbeitet (Abschnitt 3.2). Abschließend werden die Ergebnisse der Analyse der historischen Entwicklung und der Lehrbuchanalyse vor dem Hintergrund der im vorstehenden Kapitel dargestellten grundlegenden Eigenschaften von Klassifikationen und der für ihre Beurteilung abgeleiteten Kriterien zusammengefasst und bewertet (Abschnitt 3.3).

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References

  1. 139.
    Vgl. zum Wert historischer Analysen in der Wissenschaft allgemein Kuhn (1976), S. 15, in den Wirtschaftswissenschaften Bellinger (1967), S. 9f. und Schneider (2001), S. 1 ff. und mit Bezug auf die Entwicklung des Rechnungswesens Bungenstock (1995), S. 5, Dorn (1961), S. 1 ff., Edwards (1989), S. 3ff., Pleitgen (2005), S. 1 ff. und Schneider (1992b), S. 3. Zu einem mangelnden Geschichtsbewusstsein in der Betriebswirtschaftslehre vgl. Schneider (1984).Google Scholar
  2. 140.
    Kurze Analysen oder Verweise auf die historische Entwicklung im deutschsprachigen Raum finden sich beispielsweise bei Coenenberg (1995), S. 2077ff; Hebeler (2003), S. 21ff; Hoke (2001), S. 21 ff; Klein (1999b), S. 27ff; Männel (1999a), S: 13ff.; Weißenberger (2003a), S. Iff.Google Scholar
  3. 141.
    Vgl. Hebeler (2003), S. 1; Schweitzer/Ziolkowski (1999), S. 2f.Google Scholar
  4. 142.
    Vgl. Schildbach (1995), S. 10; Weißenberger (2003a), S. 1ff.Google Scholar
  5. 143.
    Küpper (1995b), S. 47.Google Scholar
  6. 144.
    Vgl. Dorn (1992), S. 97.Google Scholar
  7. 145.
    So stellt beispielsweise die Entwicklung der Schrift eine technologische Grundvoraussetzung des Rechnungswesens dar. Später haben Erfindungen im Bereich der Mathematik und in der Informationstechnologie wesentliche Weiterentwicklungen des Rechnungswesens und der Buchführungstechnik ermöglicht (vgl. Schneider (2001), S. 69ff; Eisele (2002), S. 500ff.; Schmalenbach (1950), S. 11ff; Pleitgen (2005), S. 80ff.).Google Scholar
  8. 146.
    Für eine umfassende Darstellung vgl. Schneider (2001), S. 69ff, der insbesondere auf die Anfänge der Entwicklung des Rechnungswesens eingeht, und Dorn (1961).Google Scholar
  9. 147.
    Eine solche Periodisierung stellt zwangsläufig eine Form der Vereinfachung dar. In Bezug auf Darstellungen und Analysen der historischen Entwicklung des Rechnungswesens kann eine solche Periodisierung in der Literatur jedoch als üblich und bewährt angesehen werden (vgl. Dorn (1961), S. 21ff.; Jehle (1973), S. 22ff; Pleitgen (2005), S. 21ff; Schneider (2001), S. 189ff).Google Scholar
  10. 148.
    Vgl. Schneider (2001), S. 69.Google Scholar
  11. 150.
    Vgl. Schneider (1997), S. 26f.; anders bei Edwards (1989), S. 17. Zur Bestätigung dieser These in jüngster Zeit können die Konkursfälle von Enron und Worldcom und die anschließenden regulativen Eingriffe insbesondere in Form des Sarbanes-Oxley Acts angeführt werden (vgl. Rauchhaus/Sieler (2004)).Google Scholar
  12. 151.
    Vgl. Dorn (1961), S. 38; Kruk/Potthoff/Sieben (1984), S. 293; Pleitgen (2005), S. 21 ff.Google Scholar
  13. 152.
    Vgl. Schneider (1992b), S. 7.Google Scholar
  14. 153.
    Vgl. Dorn (1961), S. 23ff; Schweitzer/Wagener (1998), S. 440.Google Scholar
  15. 154.
    Vgl. Krak/ Potthoff/ Sieben (1984), S. 293.Google Scholar
  16. 155.
    Vgl. Bellinger (1967), S. 51; Bungenstock (1995), S. 21; Dorn (1961), S. 38ff.; Jehle (1973), S. 22.; Schneider (2001), S. 189; Schweitzer/Wagener (1998), S. 441.Google Scholar
  17. 156.
    Vgl. Bungenstock (1995), S. 21; Schneider (2001), S. 194. Die Erhebung der Betriebswirtschaftslehre in den Status einer Wissenschaft ist für die hier vorgenommene Argumentation jedoch nicht entscheidend, zumal hierfür aufgrund unterschiedlicher Kriterien an die Wissenschaftlichkeit von Forschungsbereichen zum Teil deutlich unterschiedliche Zeitpunkte festgesetzt werden. So legt z.B. Jehle den Beginn der wissenschaftlichen Betriebswirtschaftslehre „in etwa um die Wende des 17. Jahrhunderts“ (Jehle (1973), S. 18) fest. Schneider dagegen sieht die Gründung der Handelshochschulen in Deutschland um das Jahr 1912 als den Beginn einer „wissenschaftlichen Gemeinschaft der «Betriebswirtschaftslehre»“ (Schneider (2001), S. 194).Google Scholar
  18. 157.
    Vgl. Bellinger (1967), S. 52; Jehle (1973), S. 36f.Google Scholar
  19. 158.
    Vgl. Dorn (1961), S. 24; Schweitzer/Wagener (1998), S. 442.Google Scholar
  20. 159.
    Vgl. Schneider (1992a), S. 88; Schweitzer/Wagener (1998), S. 442. Allerdings weist Dorn daraufhin, dass in einzelnen Betrieben auch zu einer früheren Zeit in verschiedenen Fällen eine Zweiteilung des Rechnungswesens vorgenommen wurde (vgl. Dorn (1992), S. 97).Google Scholar
  21. 160.
    Vgl. Pleitgen (2005), S. 43ff.Google Scholar
  22. 161.
    Vgl. Coenenberg (2005), S. 11; Pleitgen (2005), S. 45.Google Scholar
  23. 162.
    Vgl. Pleitgen (2005), S. 46f.; Schweitzer/Wagener (1998), S. 440f.Google Scholar
  24. 163.
    Vgl. beispielsweise Hebeler (2003), S. 24; Schweitzer/Ziolkowski (1999), S 2; Weißenberger (2004), S. 72.Google Scholar
  25. 164.
    Schäfer (1953), S. 207, zitiert nach Dorn (1961), S. 83.Google Scholar
  26. 165.
    Vgl. Dorn (1961), S. 83; Schmalenbach (1934), S. 1f.Google Scholar
  27. 166.
    Vgl. Jehle (1973), S. 35ff.; Schweitzer/Wagener (1998), S. 442.Google Scholar
  28. 167.
    Vgl. Dorn (1961), S. 41f.; Schneider (1992a), S. 92.Google Scholar
  29. 168.
    Vgl. Dorn (1961), S. 81.Google Scholar
  30. 170.
    Vgl. Schneider (1992a), S. 92.Google Scholar
  31. 171.
    Vgl. Calmes (1908), S. 127f.; Dorn (1961), S. 42f.Google Scholar
  32. 172.
    Vgl. Dorn (1961), S. 43f., 81.Google Scholar
  33. 173.
    Ausgangspunkt der nachfolgenden Darstellung ist dabei insbesondere der Aufsatz „Selbstkostenrechnung I“ (vgl. Schmalenbach (1919)), der in Bezug auf die Entwicklung eines divergenten Rechnungswesens und der zugehörigen Begrifflichkeiten als das bedeutendste Werk Schmalenbachs anzusehen ist (vgl. Dorn (1961), S. 86f, 90). Da Schmalenbach zu diesem Aufsatz einen zweiten Teil mit einer systematischen Darstellung von Kalkulationsverfahren in der Praxis plante, erschien der Aufsatz als Teil I. Der zweite Teil wurde jedoch nie veröffentlicht (vgl. Kruk/Potfhoff/Sieben (1984), S. 352). Schmalenbach entwickelte allerdings wesentliche der in dem Aufsatz enthaltenen Ideen bereits früher und veröffentlichte diese auch mehrfach (vgl. Dorn (1961), S. 86; Kruk/Potfhoff/Sieben (1984), S. 352). So erschien der Aufsatz, von dem Schmalenbach schreibt, man könne ihn „als erste Auflage dieses Buches [Selbstkostenrechnung und Preispolitik, Anm. d. Verf.] betrachten“ (Schmalenbach (1934), S. 1) bereits 1899 in der Deutschen Metall-Industrie-Zeitung (vgl. Schmalenbach (1899)). Zu dieser Zeit war Schmalenbach noch Student. Erst die Veröffentlichung im Jahr 1919 stieß jedoch auf größere Resonanz und ermöglichte Schmalenbach seinen Durchbruch. Außerdem wurden wesentliche Bestandteile der von Schmalenbach eingeführten Begrifflichkeiten, die auch heute noch vielfach geläufig sind, maßgeblich in dem 1919 erschienenen Aufsatz geprägt. Überarbeitungen des Aufsatzes erschienen später als Buchveröffentlichungen. Die zweite Auflage erschien unter dem Titel „ Grundlagen der Selbstkostenrechnung und Preispolitik“ und die dritte bis sechste Auflage als „Selbstkostenrechnung und Preispolitik“. Die siebte und achte Auflage erschienen unter dem Titel „Kos-tenrechnung und Preispolitik“. Die beiden letzten Auflagen wurden von Richard Bauer bearbeitet und erschienen beide, nachdem Schmalenbach im Jahr 1955 verstorben war (vgl. Kruk/Potfhoff/Sieben (1984), S. 443f.). Im Rahmen der hier vorgenommenen Analyse der Herausbildung einer Divergenz im betrieblichen Rechnungswesen bei Schmalenbach wurden der ursprüngliche Aufsatz aus dem Jahr 1899 (vgl. Schmalenbach (1899)), der Aufsatz von 1919 (vgl. Schmalenbach (1919)) sowie die sechste Auflage der „Selbstkostenrech-nung und Preispolitik“ als die letzte von Schmalenbach selbst bearbeitete Auflage (vgl. Schmalenbach (1934)) und die in den untersuchten Zeitraum fallenden Veröffentlichungen Schmalenbachs zum Kontenrahmen (vgl. Schmalenbach (1927) und Schmalenbach (1929)) detailliert untersucht. Ergänzend wird auf weitere Veröffentlichungen Schmalenbachs sowie auf Sekundärliteratur zurückgegriffen.Google Scholar
  34. 174.
    Vgl. Bellinger (1967), S. 54; Dorn (1961), S. 84f., 102ff; Schildbach (1995), S. 3; Schweitzer/Ziolkowski (1999), S. 2; Weißenberger (2004), S. 72. Damit soll jedoch nicht unterstellt werden, dass sämtliche dieser Ideen erstmals bei Schmalenbach entwickelt wurden. Wem dieser Verdienst letztlich im Einzelnen zusteht, ist jedoch für die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Divergenz im Rechnungswesen weitgehend ohne Belang.Google Scholar
  35. 175.
    Schmalenbach (1919), S. 261.Google Scholar
  36. 177.
    So verwendet Schmalenbach auch die Bezeichnungen „Geschäftsbuchhaltung“ und „Betriebsbuchhaltung“ (vgl. Schmalenbach (1929), S. 20) und „Finanzbuchführung und Betriebsbuchführung“ (vgl. Schmalenbach (1934), S. 109).Google Scholar
  37. 178.
    Vgl. Schmalenbach (1927), S. 394.Google Scholar
  38. 179.
    Schmalenbach (1919), S. 261; Schmalenbach (1934), S. 109.Google Scholar
  39. 180.
    Schmalenbach (1919), S. 261; Schmalenbach (1934), S. 108.Google Scholar
  40. 181.
    Schmalenbach (1934), S. 108.Google Scholar
  41. 182.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 261; Schmalenbach (1934), S. 109.Google Scholar
  42. 183.
    Schmalenbach (1919), S. 261; Schmalenbach (1934), S. 109.Google Scholar
  43. 184.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 261; Schmalenbach (1934), S. 109.Google Scholar
  44. 185.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 262; Schmalenbach (1934), S. 109. In der ersten von Bauer bearbeiteten Ver-öffentlichung kommt als weiterer Bestandteil der Betriebsbuchhaltung die Anlagenrechnung hinzu (vgl. Schmalenbach (1956), S. 33). Ergänzt man die von Schmalenbach der Finanzbuchhaltung zugerechnete Kontokorrentbuchhaltung und das Wechselbuch, dann entspricht die Liste der Nebenbuchführungen den heute üblicherweise unterschiedenen Nebenbüchern. Der Unterschied ist jedoch, dass sämtliche dieser Nebenbuchführungen mittlerweile zumeist der Finanzbuchhaltung zugeordnet werden. Vgl. die beiden Lehrbücher zur Buchführung Deitermann/ Schmolke/Rückwart (2004), S. 93 und Straube/Arens/Trappe (1994), S. 10. Anders bei Eisele, der Lohn-, Anlagen-und Materialrechnung nicht zur Finanzbuchhaltung im engeren Sinne zählt, da diese Buchhaltungsbestandteile häufig über das buchhalterische System der Doppik hinausgehen (vgl. Eisele (2002), S. 539).Google Scholar
  45. 186.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 262; Schmalenbach (1934), S. 109f.Google Scholar
  46. 187.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 263; Schmalenbach (1934), S. 110.Google Scholar
  47. 188.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 348; Schmalenbach (1934), S. 119. Später tritt darüber hinaus die „Beobachtung von Strukturwandlungen“ als näher beschriebener Zweck hinzu (vgl. Schmalenbach (1934), S. 121ff.).Google Scholar
  48. 189.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 349; Schmalenbach (1934), S. 120. Angesichts der für die Erfüllung unterschiedlicher Rechnungszwecke erforderlichen unterschiedlichen Wertansätze entwickelt Schmalenbach später die Idee einer Aufteilung der Kostenrechnung in eine zweckunabhängige (oder an einem Hauptzweck ausgerichtete) Grundrechnung und zusätzliche Zweckrechnungen, welche die Grundrechnung ergänzen (vgl. Schmalenbach (1948), S. 66ff.).Google Scholar
  49. 190.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 263ff.; Schmalenbach (1934), S. 111f.Google Scholar
  50. 191.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 263; Schmalenbach (1934), S. 110.Google Scholar
  51. 192.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 263, 265; Schmalenbach (1934), S. 110.Google Scholar
  52. 193.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 269f.; Schmalenbach (1934), S. 114f.Google Scholar
  53. 194.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 270f.Google Scholar
  54. 196.
    Dorn (1961), S. 88.Google Scholar
  55. 197.
    Diese Abgrenzung zwischen den beiden Bereichen der Buchhaltung wird in der ersten von Bauer bearbeiteten Auflage der Selbstkostenrechnung (vgl. Fn. 173) überarbeitet (vgl. Schmalenbach (1956)). Die grundlegende Untergliederung der Buchhaltung in einen Teilbereich für die Abbildung der Außenbeziehungen des Unternehmens und in einen Teilbereich zur Abbildung Unternehmens interner Vorgänge bleibt dabei als Leitmotiv erhalten. So ist beispielsweise die Rede davon, dass die Finanzbuchhaltung in der Praxis zum Teil zusätzlich „Aufgaben, die mit dem Innenbetrieb zu tun haben “ (Schmalenbach (1956), S. 27) übernimmt. Außerdem wird der Finanzbuchhaltung „die Betriebsbuchhaltung als das Rechnungswesen des Innendienstes gegenübergestellt] “ (Schmalenbach (1956), S. 28, Hervorhebung im Original). Diese Unterteilung bildet jedoch nicht mehr ausdrücklich die Grundlage der Klassifikation von Rechnungswesenbestandteilen (vgl. Schmalenbach (1956), S. 26ff.). Die Abgrenzung der Buchhaltungsbereiche wird stattdessen nun durch Zuordnung bestimmter Buchhaltungsbestandteile zur Finanzbuchhaltung vorgenommen. Dieser werden sämtliche den Geldverkehr und die Finanzierung betreffenden Buchungen, die Buchungen zur Erstellung der Jahresbilanz und der Gewinn-und Verlustrechnung (inkl. Abschreibungen und Rückstellungen) sowie die Buchungen für die Erledigung von Steuererklärungen zugeordnet (vgl. Schmalenbach (1956), S. 27). Die restlichen Buchhaltungsbestandteile fallen dann in den Bereich der Betriebsbuchhaltung. Klare inhaltliche Kriterien für diese Unterteilung finden sich nicht. Viel Raum wird jedoch der Benennung der beiden Bereiche der Buchhaltung eingeräumt (vgl. Schmalenbach (1956), S. 26ff.). Zur Auswahl der Bezeichnungen wird angeführt, dass diese so gewählt wurden, dass sie die Aufgabenbereiche, die in der Praxis in der Regel mit ihnen verbunden sind, am besten kennzeichnen. Für die Namensfindung soll also die Praxis der Organisation von Rechnungswesenabteilungen maßgeblich sein. Da inhaltliche Kriterien für die vorgenommene Untergliederung des Rechnungswesens fehlen und dem organisatorischen Aspekt viel Raum gewidmet wird, entsteht beim Leser fast zwangsläufig der Eindruck, auch die vorgenommene Gliederung des Rechnungswesens würde sich nach der Aufbauorganisation der Rechnungswesenabteilungen in der Praxis richten. Ebenso wird die Untergliederung der Erfolgsrechnung in eine kurz-und eine langfristige Rechnung nicht mehr vorgenommen. Stattdessen wird die „Erfolgsrechnung “ in „Betriebsabrechnung “ umbenannt, was eine größere Nähe zur Betriebsbuchhaltung und eine größere Distanz zur Jahres er folgsrechnung der Finanzbuchhaltung signalisiert. Daraus, dass die Betriebsabrechnung in der Regel die Kostenarten-, Kostenstellen-und die Betriebs er gebnisrechnung umfasst, wird deutlich, dass es sich bei der Betriebsabrechnung um eine Erfolgsrechnung auf Basis der Betriebsbuchhaltung handelt (vgl. Schmalenbach (1956), S. 34). Durch diese Veränderungen wird auf der einen Seite eine Verbesserung erreicht, indem die zuvor inkonsistente Zuordnung der Erfolgsrechnung beseitigt wird. Auf der anderen Seite wird die vorherige Widersprüchlichkeit der Untergliederung nur dadurch eliminiert, dass nun kein grundlegendes inhaltliches Kriterium für die Untergliederung des Rechungswesens mehr angeführt wird. Da die grundlegende Differenzierung zwischen Betriebs-und Finanzbuchhaltung nach dem Abbildungsobjekt jedoch latent erhalten bleibt, ist dies allerdings eher als eine kosmetische Veränderung anzusehen.Google Scholar
  56. 198.
    Vgl. Schmalenbach (1934), S. 116f.Google Scholar
  57. 199.
    Vgl. Schmalenbach (1947a), S. 19.Google Scholar
  58. 202.
    Vgl. ebd., S. 26. Damit wird für die Erfolgsrechnung die Gültigkeit des Kongruenzprinzips angenommen (vgl. zum Kongruenzprinzip Fn. 557).Google Scholar
  59. 203.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 270.Google Scholar
  60. 206.
    Ebd., S. 270; ähnlich bei Schmalenbach (1934), S. 113.Google Scholar
  61. 207.
    Schmalenbach (1919), S. 269.Google Scholar
  62. 209.
    Vgl. ebd., S. 270ff.; Schmalenbach (1934), S. 115.Google Scholar
  63. 210.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 271 f.Google Scholar
  64. 213.
    Vgl. Schmalenbach (1934), S. 117.Google Scholar
  65. 214.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 269; Schmalenbach (1934), S. 10.Google Scholar
  66. 215.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 274.Google Scholar
  67. 216.
    Vgl. Schmalenbach (1934), S. 10. Noch später wird der Begriff in „optimale Geltungszahl “ verändert (vgl. Schmalenbach (1947b), S. 14). Die Begriffe können aber immer synonym verwendet werden.Google Scholar
  68. 217.
    Vgl. Schmalenbach (1934), S. 24.Google Scholar
  69. 218.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 321.Google Scholar
  70. 219.
    Vgl. ebd., S. 274; Schmalenbach (1934), S. 13.Google Scholar
  71. 220.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 276ff.Google Scholar
  72. 222.
    Vgl. ebd., S. 284ff.; Schmalenbach (1934), S. 29ff.Google Scholar
  73. 223.
    Vgl. Schmalenbach (1899), S. 116; ähnlich bei Schmalenbach (1919), S. 352.Google Scholar
  74. 224.
    Schmalenbach (1899), S. 130.Google Scholar
  75. 225.
    Vgl. Schmalenbach (1934), S. 174ff.Google Scholar
  76. 226.
    Quelle: Modifiziert nach Schmalenbach (1927), S. 595.Google Scholar
  77. 227.
    Vgl. Schmalenbach (1919), S. 261, 265.Google Scholar
  78. 228.
    Vgl. Schmalenbach (1935), S. 5; Schmalenbach (1948), S. 69; Schmalenbach (1956), S. 30.Google Scholar
  79. 229.
    Schmalenbach (1948), S. 68.Google Scholar
  80. 230.
    Vgl. ebd., S. 69. Beim Kontenrahmen an sich handelt es sich jedoch nicht um eine Erfindung Schmalenbachs. Der Beginn der Diskussion um die Entwicklung von Konterahmen wird von Eisele auf J. F. Schär und das Jahr 1890 zurückgeführt (vgl. Eisele (2002), S. 566).Google Scholar
  81. 231.
    Vgl. Dorn (1961), S.119.Google Scholar
  82. 232.
    Vgl. Schmalenbach (1927).Google Scholar
  83. 233.
    Vgl. Dorn (1961), S. 120; Schmalenbach (1935), S. 1f.Google Scholar
  84. 234.
    Vgl. Dorn (1961), S. 119; Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 373f.Google Scholar
  85. 235.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 380; Eisele (2002), S. 566.Google Scholar
  86. 236.
    Vgl. Schmalenbach (1927), S. 387.Google Scholar
  87. 239.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 377; Eisele (2002), S. 567.Google Scholar
  88. 240.
    Vgl. Eisele (2002), S. 568. Andere Kontenrahmen, wie der IKR, orientieren sich am Abschlussgliederungsprinzip (vgl. hierzu S. 67).Google Scholar
  89. 241.
    Eine weitere praktische Erwägung liegt darin, dass man in die Konten der Klasse O vertrauliche Konten aufnehmen und diese separat, ähnlich wie die Konten einer Geheimbuchführung, führen kann (vgl. Schmalenbach (1927), S. 392f).Google Scholar
  90. 242.
    Vgl. Dorn (1961), S. 121f.Google Scholar
  91. 243.
    Vgl. Schmalenbach (1927), S. 391f.Google Scholar
  92. 244.
    Schmalenbach (1935), S. 5.Google Scholar
  93. 245.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 379.Google Scholar
  94. 246.
    Schmalenbach (1927), S. 385; ähnlich bei Schmalenbach (1935), S. 5.Google Scholar
  95. 247.
    Vgl. Schmalenbach (1935), S. 5; Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 379f.Google Scholar
  96. 248.
    Die abrechnungsbeziehungsweise buchhaltungstechnische Kopplung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung wird häufig als „organisatorischer “ Aspekt der Buchführung bezeichnet (vgl. Eisele (2002), S. 582; Kruk/Potthoff/Sieben (1984), S. 380; Schmalenbach (1956), S. 28ff). Dieser Begriff wird hier bewusst vermieden, da er zu dem Fehler verleitet, diese technischen Aspekte der Buchführung mit Aspekten der Organisation der Rechnungswesenabteilung zu vermischen.Google Scholar
  97. 250.
    Vgl. zu den Problemen der manuellen Abwicklung der Buchführung und der Belegorganisation beispielhaft Calmes (1908), S. 122ff.; Schmalenbach (1899), S. 171ff; Schmalenbach (1927), S. 25ff. Bei Pleitgen findet sich zudem eine Darstellung der Entwicklung von technischen Hilfen in der Buchhaltung im Zeitraum von 1890 bis 1940 (vgl. Pleitgen (2005), S. 80ff.).Google Scholar
  98. 251.
    Vgl. Schmalenbach (1929), S. 75ff.Google Scholar
  99. 252.
    Quelle: Modifiziert nach Schmalenbach (1929), S. 20.Google Scholar
  100. 253.
    Vgl. Eisele (2002), S. 582f.Google Scholar
  101. 254.
    Vgl. Schmalenbach (1929), S. 75.Google Scholar
  102. 255.
    Vgl. Eisele (2002), S. 582f.Google Scholar
  103. 256.
    Vgl. ebd., S. 582f.; Schmalenbach (1929), S. 75ff. Neben die kontenmäßige Darstellungsbeziehungsweise Abrechnungsform wird hier die tabellarische Form gestellt, die häufig auch als „statistisch tabellarische “ oder „statistische “ Form bezeichnet wird. Die Bezeichnung als „statistisch “ wird von Kosiol aber zurecht kritisiert, da bei der innerbetrieblichen Abrechnung normalerweise keine statistischen Methoden zur Anwendung kommen (vgl. Kosiol (1950), S. 32f.).Google Scholar
  104. 257.
    Vgl. Eisele (2002), S. 585ff. Die Unterteilung der Formen der Kopplung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung in Einkreissysteme, ergänzte Einkreissysteme und Zweikreissysteme erfolgt hier ausschließlich auf der Basis der Eigenschaften des Kontensystems. Zum Teil wird zur Charakterisierung der Kopplung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung jedoch auch die Art der Darstellung beziehungsweise Abwicklung der Betriebsbuchhaltung (kontenmäßig versus tabellarisch) genutzt; häufig werden auch beide Aspekte miteinander vermischt (so z.B. bei Schneider (1954), S. 179ff. oder Kilger (1987), S. 452ff). Eine besonders detaillierte und präzise Unterscheidung verschiedener Formen der Kopplung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung, die beide Aspekte berücksichtigt, findet sich bei Kosiol (vgl. Kosiol (1950), S. 39ff.)Google Scholar
  105. 258.
    Vgl. Schmalenbach (1929), S. 78.Google Scholar
  106. 259.
    In der Literatur wird die Position Schmalenbachs zur Verbindung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung unterschiedlich eingeordnet: So sieht Erich Schneider den Schmalenbachschen Kontenrahmen als typischen Ausdruck eines „radikalen Monismus “ der Buchführung an, da hier die Kostenstellenrechnung in der Regel in Kontenform abzuwickeln sei (vgl. Schneider (1939), S. 146ff.)-Kruk/P otthoff/Sieben relativieren die diesbezügliche Position Schmalenbachs mit Verweis auf dessen spätere Veröffentlichungen (vgl. Kruk/Potthoff/Sieben (1984), S. 379f.). Eisele stuft zumindest die enge Verzahnung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung als charakteristisch für den Ansatz Schmalenbachs ein (vgl. Eisele (2002), S. 566). Die Schwierigkeiten einer exakten Einordnung der diesbezüglichen Position Schmalenbachs dürften jedoch auch darauf zurückzuführen sein, dass hierbei häufig verschiedene Aspekte der Kopplung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung betrachtet werden (vgl. hierzu auch Fn. 257).Google Scholar
  107. 260.
    So z.B. bei der Anmerkung, die Erfolgsrechnung sei im Gegensatz zur Selbstkostenrechnung „durch ihren offiziellen Charakter beeinflusst “ (Schmalenbach (1919), S. 265), die Selbstkostenrechnung dagegen habe „ihr Wesen nur innerhalb der Wände des Betriebes “ (ebd.).Google Scholar
  108. 261.
    Vgl. Dorn (1961), S. 104ff. Dorn erwähnt zudem eine zweite Gruppe von Autoren (u.a. Geldmacher), welche diese Zweiteilung anerkennen, darüber hinaus jedoch eine weitergehende Untergliederung befürworten.Google Scholar
  109. 262.
    Vgl. Lehmann (1925), S. 16.Google Scholar
  110. 263.
    Vgl. Schmalenbach (1956), S. 26ff. und Fn. 197.Google Scholar
  111. 264.
    Schmalenbach (1919), S. 260.Google Scholar
  112. 265.
    Schmalenbach (1934), S. 1.Google Scholar
  113. 266.
    Dies entspricht dem Schmalenbachschen Verständnis der Betriebswirtschaftslehre als „Kunstlehre “, die Verfahrensregeln für die Praxis erarbeiten sollte (vgl. Lehmann (1925), S. 9f.; Schmalenbach (1911/12); Kruk/Potthoff/Sieben (1984), S. 280ff.).Google Scholar
  114. 267.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 280f. Zur Abgrenzung von Produktions-und Kostentheorie gegenüber einer Theorie des Rechnungswesens beziehungsweise einer Theorie der Kostenrechnung vgl. Fn. 118.Google Scholar
  115. 268.
    Eine solche theoretische Basis wurde erst später in Form der auf der klassischen Entscheidungstheorie beruhenden „entscheidungsorientierten Sichtweise “ der Kostenrechnung entwickelt, die als heute vorherrschendes Kostenrechnungsparadigma anzusehen ist (vgl. Heinen (1968), S. 168ff.; Weber (2005), S. 43). Anklänge an diese Sichtweise der Kostenrechnung finden sich allerdings in Schmalenbachs Sichtweise auf die Kostenrechnung als Instrument für die Fundierung von Wahlentscheidungen. Ob beziehungsweise wie weit die entscheidungsorientierte Sichtweise als Grundlage für das Gestaltungsprinzip „Der Rechnungszweck bestimmt den Rechnungsinhalt. “ in seiner geläufigen Interpretation trägt, ist jedoch äußerst fragwürdig (vgl. Riebel (1983), S. 29; Weber (2005), S. 77f. und die Ausführungen in Abschnitt 3.2.2.4).Google Scholar
  116. 269.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 283; Fn. 266.Google Scholar
  117. 270.
    Vgl. Dorn (1961), S. 130; Pleitgen (2005), S. 73f.Google Scholar
  118. 271.
    Der Fachausschuss für Terminologie stand unter Leitung von Nicklisch (vgl. Nicklisch (1929); Fachausschuss für Terminologie (1930)).Google Scholar
  119. 272.
    Vgl. Eisele (2002), S. 566; Dorn (1961), S. 123ff.Google Scholar
  120. 273.
    Vgl. Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 380f.; Dorn (1961), S. 156ff.; Eisele (2002), S. 566; Weber/Rogler (2004), S. 1f., 18.Google Scholar
  121. 274.
    Zitiert nach Schlegelberger (1973), S. 301, Hervorhebung im Original.Google Scholar
  122. 275.
    Vgl. Weber/Rogler (2004), S. 18; Schweitzer/Wagener (1998), S. 441.Google Scholar
  123. 276.
    Diese lauten wie folgt: a) Ermittlung der Bestände — Vermögens-und Schuldteile — und des Erfolgs am Ende des Jahres (Jahresbestands-und Erfolgsrechnung) und während der Betriebsperiode (kurzfristige Erfolgsrechnung). b) Preisbildung, Kostenüberwachung und Preisprüfung (auf der Grundlage der Selbstkosten). c) Überwachung der Betriebsgebarung (Wirtschaftlichkeitsrechnung). d) Disposition und Planung. “ (Schlegelberger (1973), S. 300f.).Google Scholar
  124. 278.
    Eine nähere Auseinandersetzung mit dieser Definition und Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens findet sich dennoch bei Weber/Rogler (vgl. Weber/Rogler (2004), S. 18ff).Google Scholar
  125. 279.
    Vgl. Schlegelberger (1973), S. 306. Dies veranlasst Schneider, den Erlasskontenrahmen als Beispiel für einen „gemäßigten Monismus “ von Finanz-und Betriebsbuchhaltung anzuführen (vgl. Schneider (1939), S. 191).Google Scholar
  126. 280.
    Vgl. Schlegelberger (1973), S. 306ff.Google Scholar
  127. 281.
    Vgl. Schneider (1939), S. 180ff.Google Scholar
  128. 283.
    Es handelt sich hierbei um „Kontenrahmen und Richtlinien in der Textilindustrie. Leipzig 1939 “ und den „Einheitskontenrahmen für die Süßwarenindustrie “ aus dem gleichen Jahr (vgl. Schneider (1939), S. 193).Google Scholar
  129. 284.
    Vgl. Dorn (1961), S. 162ff.Google Scholar
  130. 285.
    Hier sind insbesondere die „Richtlinien für die Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen “ (RPÖ), die „Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber “ (LSÖ), die beide aus dem Jahr 1938 stammen, sowie die „Leitsätze für die Preisermittlung aufgrund der Selbstkosten bei Bauleistungen für öffentliche Auftraggeber “ (LSBÖ) aus dem Jahr 1940 zu nennen (vgl. ebd., S. 171).Google Scholar
  131. 286.
    Vgl. ebd., S. 170ff.; Schneider (2001), S. 233f; Schneider (1992a), S. 93; Schweitzer/Wagener (1998), S. 443f.Google Scholar
  132. 287.
    Vgl. Coenenberg (2005), S. 11; Wagenhofer/Ewert (2003), S. 24.Google Scholar
  133. 288.
    So wurden in der amerikanischen und britischen Zone zunächst alle vor dem 1. Mai 1945 gültigen Vorschriften über das betriebliche Rechnungswesen beibehalten (vgl. Kosiol (1950), S. 20).Google Scholar
  134. 289.
    Vgl. Dorn (1961), S. 206ff.; Schweitzer/Wagener (1998), S. 444.Google Scholar
  135. 290.
    Vgl. Eisele (2002), S. 566; Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 381f.; Grochla (1957), S. 562f. Heute wird die Kostenstellenrechnung jedoch auch bei Anwendung des GKR zumeist in tabellarischer Form mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens abgewickelt (vgl. Sträube/Arens/Trappe (1994), S. 17f.).Google Scholar
  136. 291.
    Vgl. Grochla (1957), S. 556.Google Scholar
  137. 292.
    Vgl. Angermann (1973), S. 41ff.; Eisele (2002), S. 566f.; Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 381. Eine geringe Akzeptanz des GKR in der Praxis konstatiert Grochla bereits im Jahr 1957 und führt dies auf eine im GKR angelegte Überbetonung der Betriebsbuchführung zurück (vgl. Grochla (1957), S. 562f.).Google Scholar
  138. 293.
    Vom Abschlussgliederungsprinzip wird gesprochen, wenn sich, wie beim IKR, der Aufbau der Kontenklassen eines Kontenrahmens an den im Jahresabschluss auszuweisenden Bilanz-und GuV-Positionen orientiert, so dass die Bilanz und die Gewinn-und Verlustrechnung direkt aus den Konten-Abschlusssalden erstellt werden können (vgl. Eisele (2002), S. 576). Da davon auszugehen ist, dass der im IKR weitgehend frei gestaltbare Kontenplan für die Betriebsbuchhaltung am Prozessgliederungsprinzip ausgerichtet wird, wird auch oft davon gesprochen, dass der IKR nach dem Prinzip der „dualen Gliederung “, in dem Abschluss-und Prozessgliederungsprinzip miteinander verbunden werden, aufgebaut ist (vgl. Angermann (1973), S. 11f).Google Scholar
  139. 294.
    Vgl. Eisele (2002), S. 576f.; Krak/Potthoff/Sieben (1984), S. 382f. Eine getrennte Abwicklung der Buchführung auf Basis des Zweikreissystems wird auch bereits im Jahr 1957 von Grochla als Alternative zum GKR vorgeschlagen (vgl. Grochla (1957), S. 567ff).Google Scholar
  140. 295.
    Vgl. Eisele (2002), S. 576f.; Kruk/Potthoff/Sieben (1984), S. 382f.Google Scholar
  141. 296.
    Vgl. Eisele (2002), S. 570 sowie die Lehrbücher zur Buchführung nach dem IKR Deitermann/ Schmolke/Rückwart (2004) und GKR Straube/Arens/Trappe (1994), S. 4. Zunehmend an Bedeutung gewinnen mittlerweile Kontenrahmen, die auf die EDV-technische Abwicklung der Buchhaltung ausgerichtet sind. Hier sind insbesondere die verschiedenen Kontenrahmen der DATEV (Datenverarbeitungsorganisation des steuerberatenden Berufes in der Bundesrepublik Deutschland) zu nennen (vgl. Eisele (2002), S. 577ff).Google Scholar
  142. 297.
    Diese Sichtweise der Kostenrechnung basiert auf der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre und betrachtet die Kostenrechnung als Instrument zur Fundierung betrieblicher Entscheidungen (vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 7f; Weber (2005), S. 75ff).Google Scholar
  143. 298.
    Vgl. Bungenstock (1995), S. 1.Google Scholar
  144. 299.
    Vgl. Schweitzer/Wagener (1998), S. 444; Bungenstock (1995), S. 146ff.Google Scholar
  145. 300.
    Vgl. Schildbach (1995), S. 3.Google Scholar
  146. 301.
    Vgl. Währisch (1998), S. 20ff., 89ff; Bungenstock (1995), S. 2; Chmielewicz (1983), S. VII; Menrad (1983), S. 8ff.; Pfaff/Weber (1998), S. 151ff; Weber (2004), S. 203f.Google Scholar
  147. 302.
    Vgl. Bungenstock (1995) für eine detaillierte Analyse der Entwicklung der Kostenrechnung in Deutschland unter dem Aspekt der Entscheidungsorientierung.Google Scholar
  148. 303.
    Vgl. Weber (2005), S. 78ff.Google Scholar
  149. 304.
    Vgl. Gebhardt/Mansch (2005), S. 1ff.Google Scholar
  150. 305.
    Die empirische Untersuchung von Stoffel unter deutschen Unternehmen mit mehr als 800 Mitarbeitern ergab, dass 90% der befragten Unternehmen eine Controlling-Abteilung oder Controller-Stellen eingerichtet hatten (vgl. Stoffel (1995), S. 139). Ähnliche Ergebnisse finden sich auch in der empirischen Untersuchung von Küpper/Winckler/Zhang (vgl. Küpper/Winckler/Zhang (1990), S. 439).Google Scholar
  151. 306.
    Vgl. Weber (2004), S. 15ff; Lingnau (1998), S. 278.Google Scholar
  152. 307.
    Deyhle(1971),S. 9.Google Scholar
  153. 308.
    Vgl. hierzu die Ergebnisse der empirischen Untersuchung von Weber/Schäffer zur Entwicklung der Aufgabenfelder von Controllern im Zeitraum von 1949 bis 1994 (vgl. Weber/Schäffer (1998), S. 228ff.).Google Scholar
  154. 309.
    Vgl. Stoffel (1995), S. 92f, 155ff; Landsberg/Mayer (1988), S. 69ff.Google Scholar
  155. 310.
    Vgl. Coenenberg (2005), S. 11; Wagenhofer/Ewert (2003), S. 24.Google Scholar
  156. 312.
    Vgl. Kirsch (2004), S. 744.Google Scholar
  157. 313.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 26ff.; Baetge/Kirsch/Thiele (2004), S. 18f.; Coenenberg (2005), S. llf.; Wagenhofer/Ewert (2003), S. 24f.Google Scholar
  158. 314.
    Vgl. Gebhardt/Mansch (2005), S. 1ff.; Glaum (1998), S. 1, 5ff.; Henrici (2004), S. 4.Google Scholar
  159. 315.
    Vgl. Havermann (2000), S. 121ff.Google Scholar
  160. 316.
    Diese Regelungen zum Umfang eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des HGB wurden im Jahr 1999 durch das „Kapitalgesellschaften-und Co-Richtlinie-Gesetz “ (KapCoRiLiG), 2002 durch das „Gesetz zur weiteren Reform des Aktien-und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizität “ (TransPuG) und schließlich im Jahr 2004 durch das „Bilanzrechtsreformgesetz “ (BilReG) modifiziert, so dass nunmehr eine Kapitalflussrechnung und ein Eigenkapitalspiegel Pflichtbestandteile sind und eine Segmentberichterstattung optionaler Bestandteil des HGB-Konzernabschlusses ist.Google Scholar
  161. 317.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2004), S. 25ff.; Coenenberg (2005), S. 48ff.Google Scholar
  162. 318.
    Vgl. Wagenhofer/Ewert (2003), S. 25f. Der Anwendungskreis dieser Befreiungsvorschrift wurde mit dem KapCoRiLiG auf alle im Sinne des Gesetzes kapitalmarktorientierten Unternehmen ausgedehnt (vgl. Burger/Ulbrich (2004), S. 243).Google Scholar
  163. 319.
    Vgl. hierzu die empirischen Studien von Wetzel (2003), S. 51ff. und Mandler (2004), S. 66ff.Google Scholar
  164. 320.
    Vgl. Männel (1999a), S. 17f.; Männel (1999b), S. 13; Schneider (1991), S. 765.Google Scholar
  165. 321.
    Vgl. beispielsweise Coenenberg (1995), S. 2079.Google Scholar
  166. 322.
    Vgl. Hoffjan/Wömpener (2005), S. 53; Roso/Vormweg/Wall (2003), S. 56.Google Scholar
  167. 324.
    Männel (1997b), S. 6, Hervorhebung im Original. Mannet ergänzt hierzu weiter: „Die Praxis steht dem nicht nach. Schon mittelgroße Unternehmen sehen für «Finanzen-und Rechnungswesen» sowie für «Kostenrechnung und Controlling» getrennte Fachressorts vor, die nur begrenzt miteinander kommunizieren. “ (ebd.).Google Scholar
  168. 325.
    Vgl. Hoffjan/Wömpener (2005); Ro so/Vormweg/Wall (2003); Wall (2002).Google Scholar
  169. 326.
    Hoffjan/Wömpener wählten die Lehrbücher auf der Grundlage einer Befragung von Professoren und Lehrbeauftragten im Fachgebiet Controlling und auf der Basis einer Untersuchung von Lehrplänen aus (vgl. Hoffjan/Wömpener (2005), S. 54). Im Beitrag von Wall erfolgte die Auswahl der Lehrbücher nach den Kriterien „Breite der unterliegenden Auffassungen innerhalb des Fachs “, „Protagonist/Vertreter einer Auffassung innerhalb des Fachs “ und „Verbreitung und Standardcharakter des jeweiligen Buches “ (vgl. Wall (2002), S. 77f.). In der Untersuchung von Roso/Vormweg/Wall wurden die Bücher anhand der Kriterien „1. Zitierhäufigkeit in der betriebswirtschaftlichen Literatur, 2. Aktualität des primär untersuchten Werkes, 3. Vielfältigkeit der Verwendung der ... Begriffe “ (Roso/Vormweg/Wall (2003), S. 57) ausgewählt.Google Scholar
  170. 327.
    In allen drei Untersuchungen wurden die Controlling-Lehrbücher von Horváth, Küpper, Reichmann und Weber ausgewählt. In den Untersuchungen von Hoffjan/Wömpener und von Wall wurde zudem das Lehrbuch von Hahn/Hungenberg berücksichtigt. Hoffjan/Wömpener untersuchten darüber hinaus das bezüglich seiner Herkunft dem Land Österreich und in der folgenden Analyse dem deutschsprachigen Raum zugeordnete Lehrbuch von Ewert/Wagenhofer. Vgl. Hoffjan/Wömpener (2005), S. 54f; Roso/Vormweg/Wall (2003), S. 57; Wall (2002), S. 79.Google Scholar
  171. 328.
    In Anlehnung an Roso/Vormweg/Wall und Wall (vgl. Roso/Vormweg/Wall (2003), S. 57; Wall (2002), S. 77f. und Fn. 326).Google Scholar
  172. 329.
    Im zweiten Band (vgl. Hummel/Männel (1983)), der sich ebenfalls mit dem Bereich Kostenrechnung befasst, finden sich keine für die hier durchgeführte Analyse relevanten Ausführungen.Google Scholar
  173. 330.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Hummel/Männel (1986), S. 4; Reichmann (2001), S. 11.Google Scholar
  174. 331.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 3; Horváth (2003), S. 420; Schneider (1997), S. 3f.Google Scholar
  175. 332.
    Vgl. Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2.Google Scholar
  176. 333.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4; Küpper (2005), S. 128. Ewert/Wagenhofer verwenden den Begriff „Rechnungswesen “ jedoch synonym mit „Unternehmensrechnung “ (vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 6). Küpper verwendet den Begriff „Rechnungswesen “ zur Bezeichnung von Finanz-und Betriebsbuchhaltung und den Begriff „Unternehmensrechnung “ zur Bezeichnung eines umfassenderen Gegenstandsbereichs, „welcher die Finanzrechnung stärker betont und insbesondere Investitionsrechnungen, Humanvermögensrechnungen und Sozialbilanzen einschließt “ (Küpper (2005), S. 129).Google Scholar
  177. 334.
    Baetge verweist bei seiner Definition auf Schierenbeck (vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Schierenbeck (2003), S. 489), Coenenberg verweist auf Busse von Colbe (vgl. Coenenberg (2003), S. 3; Busse v. Colbe (1998), S. 599f.) und Küpper verweist auf zahlreiche Quellen (vgl. Küpper (2005), S. 128). Horváth zitiert eine Definition von Coenenberg (vgl. Horváth (2003), S. 420). Als Quelle des Zitats wird im Text „Coenenberg (1999, S. 26) “ (Horváth (2003), S. 420) angegeben. Im Literaturverzeichnis bei Horváth findet sich allerdings keine Veröffentlichung von Coenenberg aus diesem Jahr. Die genaue Fundstelle konnte daher leider nicht festgestellt werden.Google Scholar
  178. 335.
    Horváth (2003), S. 420. Zur Originalquelle siehe Fn. 334.Google Scholar
  179. 336.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4; Reichmann (2001), S. 11.Google Scholar
  180. 337.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Horváth (2003), S. 420; Hummel/Männel (1986), S. 4; Küpper (2005), S. 128.Google Scholar
  181. 338.
    Dieser Aspekt findet sich nicht bei Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4.Google Scholar
  182. 339.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Coenenberg (2003), S. 3; Hummel/Männel (1986), S. 4; Horváth (2003), S. 420; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  183. 340.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Coenenberg (2003), S. 3; Hummel/Männel (1986), S. 4; Horváth (2003), S. 420.Google Scholar
  184. 341.
    Vgl. Hummel/M ännel (1986), S. 4; Horváth (2003), S. 420; Küpper (2005), S. 128; Reichmann (2001), S. 11.Google Scholar
  185. 342.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Coenenberg (2003), S. 3; Horváth (2003), S. 420; Schneider (1997), S. 4f. Unter dem zeitlichen Aspekt der erfassten Informationen wird verstanden, dass in den Definitionen darauf abgestellt wird, dass die Informationen des Rechnungswesens sich auf vergangene oder zukünftige Sachverhalte oder auf Zeitpunkte oder Zeiträume beziehen.Google Scholar
  186. 343.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 3; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Reichmann (2001), S. 11.Google Scholar
  187. 344.
    Vgl. zum Verständnis des betrieblichen Rechnungswesens als Messbeziehungsweise Abbildungsinstrument Küpper (2002), S. 4f. und Weber (2005), S. 9ff.Google Scholar
  188. 345.
    Die Definition des betrieblichen Rechnungswesens bei Pellens/Fülbier/Gassen ist allerdings sehr kurz und steht eher am Rande der Ausführungen, bevor dann auf das externe Rechnungswesen (dort bezeichnet als Rechnungslegung) fokussiert wird (vgl. Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2).Google Scholar
  189. 346.
    Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4, Hervorhebung im Original.Google Scholar
  190. 347.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4.Google Scholar
  191. 348.
    Vgl. Wagenhofer/Ewert (2003), S. 3.Google Scholar
  192. 349.
    Nach Schneider umfasst das betriebliche Rechnungswesen „die Regeln, nach denen der wirtschaftliche Aspekt vergangener, vorhandener oder erwarteter Tatbestände und Handlungsabläufe gemäß vorzugebenden Wissenswünschen strukturgleich in Zahlen abzubilden, d.h. zu messen, ist. “ (Schneider (1997), S. 3f.) Diesem Verständnis des Rechnungswesens als „Regelsystem “ stellt Schneider das „Handlungssystem “ Rechnungswesen gegenüber, das die Gesamtheit an Tätigkeiten zur Abwicklung des Rechnungswesens in einem Betrieb umfasst. Schneider betont, dass er sich lediglich mit dem Regelsystem befasst (vgl. ebd., S. 4). Es erscheint jedoch problematisch, dass die jeweiligen Rechnungsinhalte von diesen Definitionen nicht erfasst werden. So wird das betriebliche Rechnungswesen von Schneider nachfolgend danach untergliedert, ob es für Unternehmensinterne oder-externe Adressaten bestimmt ist (vgl. ebd., S. 29ff.). Diese Adressaten dürften jedoch nicht lediglich an den Regeln interessiert sein, nach denen das Rechnungswesen erstellt wird, sondern höchstwahrscheinlich ebenso an den konkreten Rechnungsinhalten.Google Scholar
  193. 352.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4f.; Hummel/Männel (1986), S. 4ff.; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Reichmann (2001), S. 11; Weber (2004), S. 147. Nach einer ungefähren Schätzung werden in diesen sechs Lehrbüchern dem Aspekt der Klassifikation des Rechnungswesens durchschnittlich nur 1,2 Seiten gewidmet. In den übrigen vier Lehrbüchern sind es dagegen im Durchschnitt 5,0 Seiten.Google Scholar
  194. 353.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421 ff.; Küpper (2005), S. 128ff.; Schneider (1997), S. 4ff.Google Scholar
  195. 354.
    Vgl. Reichmann (2001), S. 11 m. Verw. auf Weber (1993), S. 19ff.Google Scholar
  196. 355.
    Vgl. Horváth (2003), S. 421ff.Google Scholar
  197. 356.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4f; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  198. 357.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1.Google Scholar
  199. 358.
    Vgl. Reichmann (2001), S. 11 m. Verw. auf Weber (1993), S. 19ff. Reichmann bezeichnet dies als eine Gliederung nach „Sachinhalten “. In der angegebenen Quelle von H. K. Weber wird das Rechnungswesen allerdings nach Rechnungsgrößen in die vier Bereiche „Geldbestands-und Geldbewegungsrechnung, Güterbestands-und Güterbewegungsrechnungen, bilanzielle Vermögens-und Kapitalbestandssowie Vermögens-und Kapitalbewegungsrechnungen, kalkulatorische Vermögens-und Kapitalbestandssowie Vermögens-und Kapitalbewegungsrechnungen “ (Weber (1993), S. 22) untergliedert.Google Scholar
  200. 359.
    Diese zusätzliche Untergliederung findet sich nur im Lehrbuch zur internen Unternehmensrechnung. Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 5ff.Google Scholar
  201. 360.
    Bei Coenenberg wird zunächst die Zweiteilung in internes und externes Rechnungswesen genannt, dann erfolgt eine Unterteilung in Planungs-, Kontroll-und Dokumentationsrechnungen (vgl. Coenenberg (2003), S. 4ff.). Daraufhin wird eine Facettenklassifikation mit „Kriterien zur Gliederung des Rechnungswesens “ dargestellt, welche die fünf Facetten Informationsrichtung (extern, intern), Wiederholungscharakter (laufend, fallweise), Sachlicher Bezugsrahmen (Gesamtunternehmen, Teilbereiche, Produkte), Zeitlicher Bezugsrahmen, (Zeitraum, Zeitpunkt) und Erfasste Wertkategorien (Einzahlungen/Auszahlungen, Einnahmen/ Ausgaben, Ertrag/Aufwand, Leistungen/Kosten, Ist-/Plan-größen) umfasst (vgl. ebd., S. 7f). Diese Kriterienausprägungen determinieren maßgeblich die verschiedenen Rechnungszweige innerhalb des gesamten Rechnungssystems und ermöglichen die Charakterisierung einzelner Rechnungen. Im Anschluss an die Facettenklassifikation werden die betriebswirtschaftlichen Ziele, die sich in die drei Bereiche Liquidität, Erfolg und Erfolgspotenzial unterteilen lassen, als „grundlegende Bestimmungsfaktoren zur Gliederung des Rechnungswesens “ aufgegriffen (vgl. ebd.). Hier ergibt sich die Frage, in welchem Verhältnis die Rechnungszwecke und die betriebswirtschaftlichen Ziele bei der Bestimmung der Teilsysteme des Rechnungswesens zueinander stehen. Dann werden die (vorher nicht genannten) vier Teilsysteme des Rechnungswesens diesen Zielen zugeordnet: Kosten-/Leistungsrechnung und Bilanz-/Erfolgsrechnung der Zielgröße Erfolg und die Finanzierungsrechnung sowie die Finanzrechnung der Zielgröße Liquidität, dem Erfolgspotenzial wird kein Teilsystem zugeordnet (vgl. ebd., S. 8ff.). Horváth unterscheidet zunächst in die zwei Bereiche internes und externes Rechnungswesen, die anschlie-ßend in Form einer hierarchischen Klassifikation weiter untergliedert werden. Das interne Rechnungswesen wird weiter in „Ist-Informationen “, „Prognose-Informationen “ und „Soll-Informationen “ und das externe Rechnungswesen in „Rechenschaft aufgrund externer Normen “ und „Entscheidungsgrundlagen für externe Entscheidungsträger “ (vgl. Horváth (2003), S. 421f.) untergliedert. Diese weitere Untergliederung wird jedoch lediglich in Form einer Abbildung dargestellt und nicht näher erläutert. Sie stellt offenbar auf die Art der von den Teilbereichen des Rechnungswesens gelieferten Informationen ab, scheint aber nicht vollkommen homogen zu sein, da im internen Rechnungswesen eher auf die Art der Informationen abgestellt wird, im Bereich des externen Rechnungswesens jedoch eher auf die Zwecke. Zudem werden die Rechengrößen (Einzahlungen und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben, Erträge und Aufwendung, Leistungen und Kosten) als zentrales Kriterium für die Gliederung des Rechnungswesens angeführt (vgl. ebd., S. 424f.). Darüber hinaus zitiert Horváth eine umfangreiche Facettenklassifikation des Rechnungswesens von Männel (vgl. ebd., S. 424; Männel (1981), S. 466) und eine Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens in „klassische “ Teilbereiche von Kilger (vgl. ebd., S. 425; Kilger (1987), S. 12). In letzterer erfolgt eine Gliederung in die drei Bereiche Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Betriebsstatistik, die dann durch weitere Unterbereiche und eine graphische Darstellung der abrechnungstechnischen Zusammenhänge zwischen denselben ergänzt wird.Google Scholar
  202. 361.
    Bei Küpper wird das betriebliche Rechnungswesen beziehungsweise die dort betrachtete Unternehmensrechnung zunächst in Rechnungswesen (mit den Bestandteilen Finanz-und Betriebsbuchhaltung), Finanzrechnung, Investitionsrechnung, Humanvermögensrechnung und Sozialbilanzen unterteilt (vgl. Küpper (2005), S. 129). Dann wird ein Überblick über wichtige Teilsysteme der Unternehmensrechnung gegeben, die in einer Facettenklassifikation mit den Facetten Entscheidungszielbezug (Finanzziele, Erfolgsziele, Potenzialziele, Produktziele, Sozial-und Umweltziele) und Zeitbezug (vergangenheitsorientiert, zukunftsorientiert) klassifiziert werden. Dabei werden 15 Teilsysteme (u.a. „Ist-Kosten-und Erlösrechnung “, „Investitionsrechnung “ und „Früherkennungssysteme “) aufgeführt (vgl. ebd., S. 130). Anschließend wird eine Facettenklassifikation dargestellt, welche die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmensrechnung aufzeigt. Umfang und Ausgestaltung der verschiedenen Teilsysteme beziehungsweise der einzelnen Rechnungen der Unternehmensrechnung sollen sich nach den Wissenswünschen der Informationsempfänger richten. Die Klassifikation umfasst die sechs Facetten Rechnungszweck (Dokumentation, Information zur Planung, Information zur Steuerung, Information zur Kontrolle), Entscheidungszielbezug (Erfolgsziel, Finanzziel, Produktziel, Potentialziel, Sozialziel, Umweltziel), Abbildungsgegenstand (Bar-und Buchgeld, Forderungen und Verbindlichkeiten, Realgüter), Basisgrößen (Ein-und Auszahlungen, Einnahmen und Ausgaben, Erträge und Aufwendungen, Erlöse und Kosten), Zeitlicher Bezug (Vergangenheit, Zukunft) und Zeitliche Reichweite (Eine Periode, Mehrere Perioden) (vgl. ebd., S. 131ff.). Eine Untergliederung des Rechnungswesens nach seinen Adressaten findet sich bei Küpper nicht. Die Begriffe „internes und externes Rechnungswesen “ werden im Rahmen einer Erörterung der Aufbauorganisation im Finanzbereich verwendet (vgl. ebd., S. 520).Google Scholar
  203. 362.
    Schneider gliedert das Rechnungswesen in einer Facettenklassifikation nach den Aufgaben, die sich beim Ausüben der Unternehmerfunktion ergeben und im Hinblick auf die zeitliche Blickrichtung: Auf die Vergangenheit bezogen sind die Rechnungslegung und Kontrollrechnungen, auf die Zukunft gerichtet sind Planungsrechnungen und Prospektrechnungen. Parallel wird das Rechnungswesen nach dem beabsichtigten Empfängerkreis in internes und externes Rechnungswesen gegliedert. Hieraus resultiert eine Facettenklassifikation mit drei Facetten und acht Klassen (vgl. Schneider (1997), S. 28ff). Anschließend werden zwei weitere Facetten als Erweiterung der Klassifikation angeführt: Die vierte Facette gliedert nach Rechungsgrößen in Finanz-und Investitionsrechnung, Erfolgsrechnung und Erlös-und Kostenrechnung (vgl. ebd., S. 32). Die fünfte Facette gliedert nach dem Wiederholungscharakter in laufende und fallbezogene Rechnungen (vgl. ebd., S. 33). Insgesamt unterscheidet sich die Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens bei Schneider damit trotz der unterschiedlichen Definition des Gegenstandsbereichs (vgl. die Ausführungen auf S. 83) nur unwesentlich von den in den anderen untersuchten Lehrbüchern enthaltenen Gliederungen.Google Scholar
  204. 364.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Coenenberg (2003), S. 4f.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Horváth (2003), S. 421ff.; Küpper (2005), S. 131ff.; Reichmann (2001), S. 11; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  205. 365.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff; Coenenberg (2003), S. 4f; Horváth (2003), S. 421ff; Küpper (2005), S. 131ff.Google Scholar
  206. 366.
    Vgl. Reichmann (2001), S. 11; Schneider (1997), S. 29ff. Bei Ewert/Wagenhofer werden Ausgaben und Einnahmen nicht zur Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens verwendet. Es wird jedoch erwähnt, dass diese vielfach als eigene Rechengrößen unterschieden werden, allerdings nur selten die Grundlage für die Gestaltung eines Informationssystems bilden (vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 5).Google Scholar
  207. 367.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Coenenberg (2003), S. 4f.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421 ff.; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Schneider (1997), S. 29ff.; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  208. 368.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Coenenberg (2003), S. 4f.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Horvth (2003), S. 421 ff.; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Schneider (1997), S. 29ff.; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  209. 369.
    Vgl. Küpper (2005), S. 520.Google Scholar
  210. 370.
    Vgl. Reichmann (2001), S. 11.Google Scholar
  211. 371.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4f; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421fr.; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  212. 372.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff; Horváth (2003), S. 42 1ff.; Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Schneider (1997), S. 29ff; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  213. 373.
    Vgl. Hummel/M ännel (1986), S. 4ff.Google Scholar
  214. 374.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4f.Google Scholar
  215. 375.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 5.Google Scholar
  216. 376.
    Vgl. Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 2; Weber (2004), S. 147.Google Scholar
  217. 377.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Coenenberg (2003), S. 4f.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421ff; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  218. 378.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4f; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421ff; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  219. 379.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1 ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff.; Horváth (2003), S. 42 1ff.; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  220. 380.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1 ff.; Coenenberg (2003), S. 4f; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff.; Horváth (2003), S. 421ff.Google Scholar
  221. 381.
    Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff.; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff.Google Scholar
  222. 382.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4ff; Horváth (2003), S. 421ff; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  223. 383.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4f; Hummel/M ännel (1986), S. 4ff.Google Scholar
  224. 384.
    Vgl. Horváth (2003), S. 421ff; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  225. 385.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 4f.; Hummel/Männel (1986), S. 4ff.Google Scholar
  226. 386.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4f.Google Scholar
  227. 387.
    Küpper (2005), S. 134 m. Verw. auf Schneider (1991), S. 766f. Vgl. auch Männel/Küpper (1999), S. 1; Schmalenbach (1919), S. 349; Schweitzer/Ziolkowski (1999), S. 14.Google Scholar
  228. 388.
    Vgl. Weber (2005), S. 75ff. zu den verschiedenen Theorieperspektiven.Google Scholar
  229. 389.
    Die Perspektive der Prinzipal-Agenten-Theorie wird oft auch als „verhaltensorientiert “ bezeichnet (vgl. Weber (1994), S 99ff.; Pfaff/Weber/Weißenberger (1999), S. 138ff.; Wagenhofer (1995), S. 83ff.). Diese Bezeichnung wird hier vermieden, weil verschiedene Möglichkeiten für eine Integration von Verhaltens asp ekten in theoretische Perspektiven auf das betriebliche Rechnungswesen existieren (vgl. beispielsweise Weber (2005), S. 78ff.; Pfaff/Weber (1998), S. 160).Google Scholar
  230. 390.
    Die Entscheidungsfunktion des internen Rechnungswesens wird in sämtlichen untersuchten Lehrbüchern anerkannt. Pellens/Fülbier/Gassen beschränken sich in ihren Ausführungen jedoch praktisch ausschließlich auf das externe Rechnungswesen — für welches sie eine Entscheidungsfunktion anerkennen (vgl. Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 19ff.)-und diskutieren keine Zwecke des internen Rechnungswesens.Google Scholar
  231. 391.
    Vgl. Weber (2005), S. 77.Google Scholar
  232. 392.
    Vgl. Küpper (2005), S. 129f. In einer anderen Quelle betont Küpper ausdrücklich Rolle und Bedeutung der Entscheidungsfunktion des betrieblichen Rechnungswesens für die Untergliederung des Rechnungswesens und stellt den Zusammenhang zur Entscheidungstheorie ausführlich dar (vgl. Küpper (2001b)).Google Scholar
  233. 393.
    Vgl. Küpper (2005), S. 129ff.; Coenenberg (2003), S. 7ff.; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 7f.Google Scholar
  234. 394.
    Bei einer Ausdehnung der Entscheidungsfunktion auf eine hohe Anzahl unterschiedlicher Entscheidungstatbestände wird jedoch eine Änderung der Struktur des Rechnungswesens hin zu einem datenbankorientierten Aufbau und einer Untergliederang in Grand-und Auswertungsrechnungen erforderlich (vgl. Riebel (1994), S. 149ff; Weber (2005), S. 43).Google Scholar
  235. 395.
    Clark (1923), S. 175.Google Scholar
  236. 396.
    Vgl. ebd., S. 177ff.; Demski/Feltham (1976), S. 6.Google Scholar
  237. 397.
    Vgl. Wagenhofer/Ewert (2003), S. 4ff.Google Scholar
  238. 398.
    Vgl. Jost (2001) und Demougin/Jost (2001) sowie die Darstellung des Modells der normativen Prinzipal-Agenten-Theorie in Abschnitt 4.6.Google Scholar
  239. 399.
    Vgl. Demski/Feltham (1976), S. 8f.Google Scholar
  240. 400.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 4f.Google Scholar
  241. 401.
    Vgl. Coenenberg (2003), S. 18; Ewert/Wagenhofer (2005), S. 7ff. / Wagenhofer/Ewert (2003), S. 5ff.; Küpper (2005), S. 131f.; Weber (2004), S. 191ff.Google Scholar
  242. 402.
    Vgl. Horváth (2003), S. 421f.; Hummel/Männel (1986), S. 4; 31ff.; Schneider (1997), S. 28ff. Bei Pellens/Fülbier/Gassen beschränken sich die Ausführungen jedoch auf die Zwecke des externen Rechnungswesens (vgl. Pellens/Fülbier/Gassen (2004), S. 7; Fn. 390). Im Lehrbuch von Baetge orientiert sich die Diskussion der Zwecke des externen Rechnungswesens sehr stark an den im HGB beziehungsweise in den IFRS vorgegebenen Rechnungszwecken. Während im HGB der Rechnungszweck der Rechenschaft eine wichtige Rolle spielt (vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 98) steht bei einer IFRS-Bilanzierung der Rechnungszweck der Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen stärker im Vordergrund (vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 144ff).Google Scholar
  243. 403.
    Vgl. Ewert/Wagenhofer (2005), S. 12. Es ist allerdings zu beachten, dass der von Schneider geprägte Grundsatz „Der Rechnungszweck bestimmt den Rechnungsinhalt. “ in eine Sichtweise des Rechnungswesens eingebunden ist, in der sich die Aufgaben und die Struktur des Rechnungswesens aus der Ausübung der Unternehmerfunktion ergeben, welche in einer Übernahme von Einkommensunsicherheiten gesehen wird (vgl. Schneider (1995), S. 1ff., 114ff; Schneider (1997), S. 1 1ff., 27ff, 399ff). Vgl. auch Ballwieser (1995) zum theoretischen Ansatz Schneiders.Google Scholar
  244. 404.
    Vgl. Wagenhofer (1995), S. 86ff.Google Scholar
  245. 405.
    Eine solche Gleichsetzung findet sich beispielsweise bei Hohe (vgl. Hoke (2001), S. 13).Google Scholar
  246. 406.
    Vgl. Coenenberg (2005), S. 19f.Google Scholar
  247. 407.
    Vgl. Schneider (1997), S. 30; Hummel/Männel (1986), S. 12.Google Scholar
  248. 408.
    Hier wird vom Entscheidungsträger „Unternehmung “ zu einzelnen Entscheidern gewechselt. Solange der objektive Informationsbedarf (vgl. Küpper (2005), S. 159f. zum objektiven Informationsbedarf) dieser Entscheider ermittelt wird, den Entscheidern rationales Verhalten unterstellt wird und keine Interessenkonflikte vorliegen, wird hierdurch die grundlegende Perspektive der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre jedoch nicht verlassen.Google Scholar
  249. 409.
    Vgl. ebd., S. 131ff. Vgl. Schneider (1995), S. 205ff. zur Unterscheidung von Rechnungszweck und Rechnungsziel.Google Scholar
  250. 410.
    Vgl. Coenenberg (2005), S. 7ff.; Küpper (2005), S. 131ff.; Schneider (1997), S. 33. Küpper geht genauer gesagt offenbar davon aus, dass sowohl die Rechnungszwecke (Planung, Kontrolle und Dokumentation) als auch die betriebswirtschaftlichen Ziele eines Unternehmens die verschiedenen Rechnungszweige innerhalb des gesamten Rechnungssystems bestimmen. Das Verhältnis dieser Bestimmungsfaktoren zueinander bleibt jedoch ungeklärt. Zur Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens bei Küpper vgl. auch Fn. 360.Google Scholar
  251. 411.
    Dies liegt daran, dass für den Zweck der Verhaltenssteuerung im Szenario der Prinzipal-Agenten-Theorie von verschiedenen Informationsdefiziten zu Lasten des Prinzipals und von opportunistischem Verhalten des Agenten ausgegangen wird. Für die Gestaltung eines Anreizsystems können daher verschiedene Informationen, wie z.B. die persönlichen Präferenzen des Agenten, die sich nur schwer als Wissenswunsch des Prinzipals interpretieren lassen, relevant werden (vgl. Weißenberger (2003a), S. 47ff.).Google Scholar
  252. 412.
    Dies offenbart sich auch in der Argumentation des Arbeitskreises „Internes Rechnungswesen “ der Schmalenbach-Gesellschaft. Diese spitzt die Konvergenzdiskussion auf die Frage zu, ob die Dualität der betrieblichen Erfolgsrechnung in Form von pagatorischen und kalkulatorischen Rechnungen erforderlich ist. Zur Beantwortung dieser Frage wird eine „Rückbesinnung auf Eugen Schmalenbach vollzogen und die geführte Diskussion unter dem Aspekt der unterschiedlichen Zwecke der kalkulatorischen Erfolgsrechung neu aufgerollt. “ (Schweitzer/Ziolkowski (1999), S. XI). Auch hier steht hinter der geforderten Zweckorientierung eine entscheidungsorientierte Sichtweise des Rechnungswesens, denn „im Mittelpunkt der Überlegungen zur Weiterentwicklung der kalkulatorischen Erfolgsrechnung stehen damit die verschiedenen Rechnungszwecke sowie die zu treffenden Entscheidungen mit ihren Zielen und der zugehörige Informationsbedarf der Entscheidungsträger “ (ebd., S. 13, Hervorhebung im Original). Auch der Beitrag von Koch, der sich mit dem Konzept einer zweckorientierten Kostenrechnung auseinandersetzt, argumentiert eindeutig aus der Perspektive der entscheidungsorientierten Betriebswirtschaftslehre (vgl. Koch (2002), S. 516ff).Google Scholar
  253. 413.
    Vgl. Küpper (2005), S. 131; Coenenberg (2003), S. 7; Schneider (1997), S. 29ff.Google Scholar
  254. 414.
    Ähnliche Überlegungen zur Zweckabhängigkeit von Teilsystemen des Rechnungswesens und eine umfangreiche Facettenklassifikation finden sich bereits bei Kosiol (1972).Google Scholar
  255. 416.
    Vgl. Bungenstock (1995), S. 8f; Koch (2002), S. 515.Google Scholar
  256. 417.
    Vgl. Bungenstock (1995), S. 358.Google Scholar
  257. 418.
    Weber/Rogler (2004), S. 24.Google Scholar
  258. 419.
    So werden „Informationssysteme “ in einer vergleichsweise engen Abgrenzung als rein technische und in einer weiten Abgrenzung als sozio-technische Systeme definiert, wobei in der weiten Begriffsauffassung auch die Nutzer des Informationssystems als Systemelemente erfasst werden. Für einen Vergleich verschiedener Abgrenzungen des Begriffs „Informationssystem “ vgl. Wall (1996), S. 24f.Google Scholar
  259. 420.
    Vgl. Haberstock (2002), S. 5ff.Google Scholar
  260. 421.
    Vgl. beispielsweise Baetge/Kirsch/Thiele (2005), S. 1ff.; Coenenberg (2003), S. 4f.; Ewert/Wagenhofer (2005),S. 4ff. So auch in anderen Veröffentlichungen von Küpper (vgl. Küpper (1997b), S. 20; Küpper (1998), S. 160), der in seinem Lehrbuch eine Untergliederung des betrieblichen Rechnungswesens nach Rechnungsgrößen vornimmt, dieses aber nicht in internes und externes Rechnungswesen untergliedert.Google Scholar
  261. 422.
    Vgl. Küpper (2002), Sp. 2036; O.V. (2004), S. 2489.Google Scholar
  262. 423.
    Vgl. Bussev. Colbe (1991), S. 468ff; Küpper (2002), Sp. 2036ff; Lücke (1993), Sp. 1692ff; Männel (1981), S. 465ff; O.V. (2004), S. 2489f.Google Scholar
  263. 424.
    Bei Reichmann ist dies offenbar nicht durch die Konvergenzdiskussion beeinflusst, da auch die Erstauflage des Lehrbuches aus dem Jahr 1985 auf eine Untergliederung in internes und externes Rechnungswesen verzichtet (vgl. Reichmann (1985), S. 7f). Auch die Ausführungen zur Gliederung des betrieblichen Rechnungswesens in dem Lehrbuch von Küpper haben sich seit der Erstauflage kaum verändert. Da die Erstauflage dieses Lehrbuchs aus dem Jahr 1995 stammt und damit nach dem Beginn der intensiven Diskussion um eine Konvergenz des Rechnungswesens liegt, kann eine Beeinflussung durch die Konvergenzdiskussion hier jedoch nicht ausgeschlossen werden. Auch in der Erstauflage findet sich die Unterscheidung von internem und externem Rechnungswesen lediglich bei den Ausführungen zur Aufbau-und Ablauforganisation des Finanzbereiches (vgl. Küpper (1995a), S. 107ff, 430). Wie aus anderen Beiträgen Küppers und an seiner Verwendung der Begriffe internes und externes Rechnungswesen in seinen Ausführungen zur Aufbau-und Ablauforganisation des Rechnungswesens deutlich wird, werden von ihm Aufwands-und Ertragsrechungen mit der Finanzbuchhaltung beziehungsweise mit dem externen Rechnungswesen weitgehend gleichgesetzt (vgl. Küpper (1997b), S. 20; Küpper (1998), S. 160; Küpper (2001a), S. 488).Google Scholar

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