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Einführung

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Auszug

Nach Leisinger (1997) ist der Begriff der Unternehmensethik (in der Wirtschaft) bis in die 1950er Jahre lediglich in geringem Maße thematisiert worden. Moralische Apekte wirtschaftlichen Handelns wurden vornehmlich im Kontext der Sozialethik, und hier zumeist bezogen auf die Frage des Arbeiters und seiner Arbeitsbedingungen sowie Rechte, reflektiert. Eine Diskussion um das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Gesellschaft, und somit (auch) zwischen Unternehmen und Gesellschaft, erlangte erst in den (späten) 1960er Jahren eine breite(re) Interessensbasis und Öffentlichkeit. Der Fokus des Interesses lag dabei nicht mehr allein auf den Rechten von Arbeitern und Angestellten. Vielmehr erlangte auch der Schutz der Umwelt, Gesundheits- und (Arbeitsplatz-)Sicherheitsfragen oder Minderheitenrechte eine bedeutende Relevanz. Seit Mitte der 1970er Jahre erfolgt eine (verstärkte) ethische Reflexion gesellschaftlich relevanten Handelns. Hieraus entstand eine Vielzahl unterschiedlicher angewandter Ethiken, so auch die Unternehmensethik.1 Seit den 1980er Jahren haben sich in deutschsprachigen Ländern unterschiedliche Unternehmensethikkonzepte entwickelt, welche auf der langen, historischen Tradition einer philosophischen Ethik in Europa beruhen.2 Die Ausgangsbasis bildeten die zunehmenden ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen.

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Literatur

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    Einen ersten Beitrag zu einer empirischen Ethikforschung im Entrepreneurship-Kontext liefern bspw. Blumberg/ Saßmannshausen/ Hofmann (2006) mit einer Sekundärdatenvergleichsanalyse des European Social Survey. Im Rahmen der Analyse wurden die ethischen Einstellungen und das ethische Verhalten von Entrepreneuren, Managern und der Gesamtbevölkerung in Europa untersuchtGoogle Scholar
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