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Auszug

In vielen Endverbrauchermärkten lässt sich in den vergangenen Jahren branchenübergreifend eine nachlassende Bindungsbereitschaft der Konsumenten beobachten.1 So verzeichnen Dienstleistungsunternehmen seit Jahren rückläufige Loyalitätsraten, die zu Profitabilitätseinbußen führen können.2 Während Anbieter nicht-vertraglicher Dienstleistungen naturgemäß schon immer mit der Wechselbereitschaft ihrer Kunden rechnen mussten, sehen sich mittlerweile auch Finanzdienstleistungs und Telekommunikationsunternehmen drastisch steigenden Kundenabwanderungsraten gegenüber.3 Der Wettbewerb um den Kunden ist vor allem bei Konsumgüterherstellern durch sinkende Produktinnovationsraten geprägt.4 Die mangelnde Innovationskraft führt zu einer unzureichenden Differenzierung des Angebots, das vom Konsumenten in der Folge als weitgehend homogen und austauschbar wahrgenommen wird.5 Diese Entwicklung wird zusätzlich verstärkt durch die zahlreichen Angebotsalternativen, aus denen der Verbraucher bei gleichzeitig zunehmender Angebots und Preistransparenz, die insbesondere auf die Diffusion neuer Medien zurückzuführen ist, frei wählen kann.6

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Literatur

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