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Partialanalytische Ansätze der Portfolioselektion: Markowitz-Portfoliotheorie

  • Wolfgang Breuer
  • Marc Gürtler
  • Frank Schuhmacher

Zusammenfassung

Im vorhergehenden Kapitel III wurden allgemeine Gleichgewichtsüberlegungen für einen vollkommenen Kapitalmarkt angestellt, und es wurde versucht, die dadurch gewonnenen Erkenntnisse über die Eigenschaften gleichgewichtiger Wertpapierpreise für Zwecke des Portfoliomanagements einzusetzen. Konkret ging esum die Ausnutzung von Arbitragemöglichkeiten. Da diese aber im Gleichgewicht des vollkommenen Kapitalmarkts gerade nicht existent sind, musste man wenigstens von der Möglichkeit temporärer Ungleichgewichte ausgehen. Weil die Analysen selbst aber nur für Gleichgewic htssituationen durchgeführt wurden, sind seriöse Empfehlungen für das Verhalten im Ungleichgewicht letztlich nicht herleitbar gewesen. In der Tat ist dies ein generelles konzeptionelles Problem von Gleichgewichtsbetrachtungen zu Zwecken des Portfoliomanagements. Im zweiten Band werden wir noch deutlicher erkennen, dass sich bei Vorliegen eines Kapitalmarktgleichgewichts die Frage nach der optimalen Titelselektion grundsätzlich in trivialer Weise beantworten lässt, während für Ungleichgewichtssituationen ohne zusätzliche Ad-hoc-Annahmen generell keine sinnvollen Verhaltensvorsehr iften entwickelt werden können.

Copyright information

© Gabler Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2010

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Breuer
    • 1
  • Marc Gürtler
    • 2
  • Frank Schuhmacher
    • 3
  1. 1.RWTHAachen
  2. 2.Technischen Universität BraunschweigBraunschweig
  3. 3.Universität LeipzigLeipzig

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