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Zusammenfassung

Mit der Einführung der Zinsschranke (§ 4h EStG i. V. m. § 8a KStG) im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 hat der Gesetzgeber in mehrfacher Hinsicht steuersystematisches Neuland betreten. Während die Umstellung des Rechtsfolgenkonzepts von der Umqualifizierung zu einem Betriebsausgabenabzugsverbot (Zinsabzugsbeschränkung) einem internationalen Trend folgt, hat das Tatbestandskonzept der Ergebnisgrenze nur wenige Vorbilder und ist in Kombination mit dem weiten Anwendungsbereich, welcher neben der Gesellschafter-Fremdfinanzierung auch die Fremdfinanzierung von fremden Dritten erfasst, in dieser Form als Besonderheit zu klassifizieren. Auch die Konzernklausel und der Eigenkapitalquotenvergleich als Ausnahmetatbestände zur Erhöhung der Zielgenauigkeit der Zinsschranke sind in der vorliegenden Ausgestaltung insbesondere wegen der Bezugnahme auf internationale Rechnungslegungsstandards einzigartig. Vor diesem Hintergrund wurde in der vorliegenden Arbeit ein doppelter Ansatz verfolgt. Zum einen wurden die zahlreichen Umsetzungsschwierigkeiten und Ungereimtheiten der Zinsschranke de lege lata dargestellt und untersucht sowie mögliche Lösungsansätze hierfür entwickelt und bewertet. Zum anderen wurden Alternativmodelle einer Zinsabzugsbeschränkung vorgestellt, analysiert und hinsichtlich ihrer Tauglichkeit als Ersatz für die Zinsschranke insgesamt oder für bestimmte Ausnahmetatbestände bewertet.

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© Gabler | GWV Fachverlage GmbH 2009

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