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Auszug

Es ist sicher keine Übertreibung, wenn man den Tourismus als „Massenphänomen“ beschreibt. Dafür spricht schon allein die Tatsache, dass der Tourismus aus ökonomischer Sicht heute die größte und bedeutendste Branche der Welt darstellt.1 Im Jahr 2006 wurden weltweit 586 Milliarden Euro im Tourismus umgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von 7,9% gegenüber dem Vorjahr.2 Trotz der massiven Größe der Branche und beeindruckender Wachstumsraten ist absehbar, dass der Tourismus in der Zukunft und zum Teil auch schon heute vor Herausforderungen steht, wie sie auch für andere gesättigte Märkte charakteristisch sind: niedrigere Wachstumsraten, viele Wettbewerber in den einzelnen Kategorien, hoher Preisdruck sowie die Notwendigkeit der Suche nach Nischen.3 Der intensive Wettbewerb im Tourismus zeigt sich vor allem darin, dass praktisch Destinationen auf der ganzen Welt miteinander im Wettbewerb um die Touristen stehen. Günstige Preise für Flugtickets und die rasche und einfache Verfügbarkeit von Informationen über Urlaubsdestinationen durch das Internet führen dazu, dass auch weit entfernte Urlaubsziele bei einer Auswahlentscheidung in Betracht gezogen werden. Zwar haben europäische Urlaubsdestinationen noch immer einen Anteil von circa 51% am weltweiten Umsatz im Tourismus4, jedoch konnten die Regionen Afrika sowie Asien und der pazifische Raum im Jahr 2006 die höchsten Zuwachsraten (10% bzw. 9%)5 verzeichnen. In Europa wuchs der Umsatz im Tourismus hingegen nur um circa 4%6. Dieser Trend zeigt, dass es insbesondere für europäische Destinationen immer wichtiger wird, die Bedürfnisse und Wünsche der Touristen frühzeitig zu erkennen und sich mit einer einzigartigen Positionierung von den Konkurrenten abzugrenzen, damit sie auch in Zukunft im Wettbewerb bestehen können.

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