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Interpretation der Ergebnisse und Implikationen

Auszug

Aus den Ergebnissen der Hypothesenprüfungen geht zunächst hervor, dass Breitband i.d.R. nicht als typischer Erfahrungs- oder Vertrauenskauf wahrgenommen wird. Vielmehr sind Beschaffungsvorgänge bei Breitband eher als Mischkäufe zu verstehen, bei denen sich alle drei Leistungseigenschaften in etwa zu gleich großen Teilen widerspiegein. Eine der Ursachen für die Ablehnung der Hypothesen ist zunächst in ihrem Globalbezug zu sehen. Die relativ hohen Standardabweichungen deuten auf sehr heterogene Beurteilungen über die Teilnehmer hinweg hin, so dass eine differenzierte Betrachtung spezifischer Kundensegmente vonnöten wäre. Bereits die Kontrolle auf Geschlechterunterschiede und Studienrichtung offenbart signifikant unterschiedliche Segmente, deren unterschiedliche Bewertungseinschätzungen erklärt werden können. Für Frauen hat sich gezeigt, dass eine deutlich niedrigere Selbsteinschätzung der Beurteilungsfähigkeit von Breitbandzugängen vorliegt, als dies bei Männern der Fall ist. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass unterschiedliche Produktinteressen bzw. -Präferenzen bei Männern und Frauen vorliegen. So zeigen Ergebnisse der Studie „(N)ONLINER Atlas 2007“ der TNS Infratest, dass die Internetnutzung bei Frauen allgemein niedriger ist als bei Männern, allein in Berlin beträgt der Unterschied in den Anteilen rund 15%. Diese Zusammenhänge finden auch im vorliegenden Datensatz ihren Ausdruck. Von den Befragten, die sich in etwa zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern zusammensetzen, haben nahezu doppelt so viele Frauen wie Männer aktuell keinen Breitbandanschluss (19,2% zu 11,0%), und mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer wissen auch nicht, welche Art von Anschluss sie zu Hause vorliegen haben (7,8% zu 3,2%).

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Literatur

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