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Unternehmensfehlverhalten als gesellschaftliches Phänomen

  • Frederik Meyer
Chapter
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Zusammenfassung

Die Ausführungen in Kapitel 1 haben verdeutlicht, dass die Öffentlichkeit Erwartungen bezüglich der Verhaltensweisen von Unternehmen hegt. Diesen Sachverhalt beschreibt auch der Stakeholder-Ansatz, dessen Berücksichtigung sich folglich bei der Betrachtung ethischer und moralischer Belange der Gesellschaft anbietet. Diesem Ansatz folgend sind die für ein Unternehmen relevanten Anspruchsgruppen als „any group or individual who can affect or is affectted by the achievement of organization’s objectives“ aufzufassen. Die dazugehörenden Personengruppen setzen sich aus Mitarbeitern und Managern (interne Stakeholder) sowie aus Kunden, Lieferanten und der Gesamtgesellschaft (externe Stakeholder) zusammen. Bezüglich des Verhältnisses von Unternehmen zu seinen Anspruchsgruppen postuliert der Ansatz vor allem die Existenz informeller Kontrakte. Im Gegensatz zu formellen Kontrakten, die als aus formulierte Gesetze und Regeln aufzufassen sind, folgen informelle Kontrakte den nicht festgeschriebenen Wertmustern und Normen der Gesellschaft. Dieser normativen Ordnung unterwerfen sich die Mitglieder der Gesellschaft für Gewöhnlich, so dass sie als Integrationsmechanismus aufzufassen ist. Nach dem Konzept der Reziprozität sind sämtliche Austauschpartner damit moralisch zu einem entsprechenden Verhalten verpflichtet, so dass nicht festgeschriebene Regeln in Form von Erwartungen an Unternehmen formuliert werden. Für ein Unternehmen relevant ist damit der „spirit in addition to the letter of the law“.

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© Gabler Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Frederik Meyer

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