Kultur als dynamisches und prozesshaftes Zeichensystem

  • Melanie Mergler

Zusammenfassung

Um den Bedeutungshorizont von Interkulturalität zu erfassen, bedarf es sowohl einer definitorisch-inhaltlichen als auch einer historischen Analyse dieses komplexen Begriffes und seines weiten Begriffsumfeldes. Als primärer Begriffsbestandteil kann zunächst das Nomen „Kultur“ identifiziert werden. Erweitert um den Nationen-Begriff stellt der Kultur-Diskurs die erste theoretische Grundlage für die vorliegende Arbeit dar. Interkulturalität bringt in der Analyse kultureller Merkmale noch weitere Ebenen hervor, die für den zu behandelnden Kontext von Bedeutung sind. Individualismus und Kollektivismus stellen in Form von Gesellschaftskonzepten zwei differenzierende Wertesysteme dar, die als bewusste und teilweise sichtbare Dimensionen in Bezug auf einzelne Länder, Unternehmen, aber auch Einzelpersonen erfasst werden können. Gleichzeitig ergibt sich bei interkulturellen Handlungen eine Dynamik kultureller Überschneidungssituationen, wobei ein Individuum jeweils das Eigene und das Fremde aktiv reflektiert. Die Komplexität des Themenspektrums wird anhand des umfangreichen Begriffsumfeldes deutlich, welches mit Wortbeispielen wie Multikulturalität, Transkulturalität, Internationalität, Ethnozentrismus, Polyglottismus und Globalisierung noch lange nicht erschöpft ist. Eine Eingrenzung des hier zu definierenden Gegenstandes ist daher unerlässlich.

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© Gabler Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

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  • Melanie Mergler

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