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Zusammenfassung

Das Gestaltungskonzept der Zwei-Ebenen-Kooperation ist ein organisationstheo-retisches Denkmodell,welches sowohl aufbau- als auch ablaufstrukturelle Grundbe-trachtungen in sich vereint. Dieses Gestaltungskonzept ist als eine statische System-beschreibung zu verstehen, d. h., der Prozess der Genese dieses Kooperationstyps wird nicht betrachtet. Aufbaustrukturelle Elemente sind die Basis- und Projektebene mit den in ihnen agierenden kooperativen Rollen und das unterstützende prozessorientierte Kooperationsassistenzsystem (proKAS). Die ablaufstrukturellen Beschreibungen bein-halten die Phasen der Kooperationsbildung, des Kooperationsbetriebs und der Koope-rationsauflÖsung. Das Konzept der Zwei-Ebenen-Kooperation integriert in Abwie-chung zu anderen Konzepten bewusst die Institutionalisierung zentraler Funktionen und schafft damit eine dauerhafte Basis, die die Ausgangslage für sehr schnell initi-ierte, geschäftsprozessoptimale Projekte der Kooperationsmitglieder darstellt. Dieses Konzept orientiert auf Klein- und Mikrounternehmungen, für die sich auf Grund ihrer Ressourcensituation die Externalisierung von Funktionen der sekundären Geschäfts-prozesse empfiehlt. Während virtuelle Unternehmen eine Strategie der Kooperations-mitglieder sind, um u. a. ihre freien Kapazitäten besser auszulasten, zielt das Konzept der Zwei-Ebenen-Kooperation darauf ab, Kooperation als wesentliche Unternehmens-strategie anzusehen und die dynamische Integration in vernetzten WertschÖpfungs-prozessen als die Hauptform der Leistungserstellung für die Kooperationsmitglieder zu ermÖglichen. Hierfür werden in diesem Gestaltungskonzept zwei funktionale Typen von Geschäftsbeziehungen synthetisiert. Die auf der Basisebene verorteten Geschäfts-beziehungen sind von eher strategischer Art. Im Gegensatz hierzu sind die Geschäfts-beziehungen auf der Projektebene von einem operativen Charakter geprägt. Diese symbiotische Paarung von Geschäftsbeziehungen in einer Organisation verspricht gerade fürauf Kooperation angewiesene Klein- und Mikrounternehmen Vorteile, welche insbesondere aus der ErhÖhung der betrieblichen Effizienz durch Konzen-tration auf primäre Geschäftsprozesse resultieren.(vgl. [6]; [7]; [48])

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© Gabler Verlag | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011

Authors and Affiliations

  • Heiko Baum

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