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Zusammenfassung

Gerade bei hochgradig vernetzten, mehrstufigen und mitunter global verteilten Produktionsnetzwerken, die häufig in der chemisch-pharmazeutischen Industrie, insbesondere im Bereich der Produktion von Pharmazeutika oder Spezialchemikalien vorkommen, nimmt die Koordination der netzwerkweiten Produktionsaktivitäten einen großen Stellenwert ein. Bedingt durch die speziellen Anforderungen chemischer Produktionsabläufe führt eine unzureichend koordinierte Produktionsplanung häufig zu überhöhten und somit kostenintensiven Lagerbeständen, einer mangelnden Termintreue und ungenügenden Auslastung der oftmals hochgradig kapitalintensiven Produktionsanlagen. Da die netzwerkweiten Planungsaktivitäten jedoch allein schon durch die Komplexität des Produktionsnetzwerkes und die Anzahl der möglichen Planungsalternativen nur äußerst beschränkt überblickt und manuell optimal durchgeführt werden können, ist eine Unterstützung durch spezielle Software für eine optimierte Produktionsplanung oftmals unabdingbar. Trotz der hohen Praxisrelevanz können vorhandene, allgemein gehaltene Softwarelösungen nur begrenzt eingesetzt werden, da sie vornehmlich für Praxisfälle aus der Stückgutindustrie konzipiert wurden und somit die speziellen Charakteristika der chemisch-pharmazeutischen Produktion nicht ausreichend berücksichtigen. Auch in der wissenschaftlichen Literatur wurde das Problemfeld bisher nur in wenigen Beiträgen behandelt. In Anbetracht des bestehenden Forschungsbedarfs auf diesem Gebiet, wurde in der vorliegenden Arbeit die Entwicklung eines Verfahrens für eine integrierte Kampagnenplanung in mehrstufigen logistischen Netzwerken der chemischen Industrie vorgestellt.

Copyright information

© Springer Science+Business Media New York 2012

Authors and Affiliations

  • Markus Meiler
    • 1
  1. 1.LeichlingenDeutschland

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